Lebenstedt. Das Gebäude der Pestalozzischule ist derart schadstoffbelastet, dass es spätestens 2022 unnutzbar ist. Und doch soll es die Schule bis 2028 geben.

Die Situation ist grotesk. Fast ein Jahr haben Eltern und CDU-nahe Vereinigungen für eine bis 2028 reichende Weiterführung der schließungsbedrohten Pestalozzischule gekämpft. Dann, Ende Februar lenkte der Rat tatsächlich ein. Doch nun beginnt das Ringen von vorn. Denn die Verwaltung hat klar gemacht, dass das Gebäude wegen hoher Schadstoffbelastung allenfalls bis 2022 zu nutzen ist.

Mit einer Ratsanfrage macht die SPD der Stadt Druck. Die Fraktion will von der Verwaltung wissen, ob der jüngst erst gefasste Beschluss überhaupt umsetzbar ist. Und ist ein Schulbetrieb in der Pestalozzistraße über das Jahr 2024 hinaus wirklich vertretbar, fragt die SPD. Kann sich die mit knapp 400 Millionen Euro hoch verschuldete Stadt eine Sanierung oder einen Neubau überhaupt leisten?