Corona-Maßnahmen

Trainieren trotz 2G-Plus, geht das? So läuft es in Vechelde

| Lesedauer: 5 Minuten
An der Tür vom „Van de Beek“ Fitness-Studio in Vechelde weisen Schilder auf das richtige Verhalten unter der 2G-Plus Regel hin.

An der Tür vom „Van de Beek“ Fitness-Studio in Vechelde weisen Schilder auf das richtige Verhalten unter der 2G-Plus Regel hin.

Foto: Katja Beyrodt

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Vechelde.  2G-Plus bedeutet extra Hürden für Fitness im Kreis Peine. Welche das sind und was Fitness-Studios jetzt für ihre Mitglieder machen.

Die Fitnessstudios im Kreis Peine haben mit den knappen Testkapazitäten zu kämpfen. Bevor es ins Training gehen kann, muss wegen der 2G-Plus Regel seit Mittwoch nämlich erst einmal ein Corona-Test gemacht werden.

Vorausgesetzt, man ist geimpft oder genesen. Und vorausgesetzt, man hat noch einen Schnelltest-Termin bekommen. Oder einen negativen Testbescheid von der Arbeitsstelle, oder noch einen ungenutzten Schnelltest zuhause.

Training unter 2G-Plus ist für Trainierende und Mitarbeitende eine Mehrbelastung

„Es ist für unsere Mitarbeiter an der Rezeption eine Mehrbelastung“, sagt Fitness-Clubmanager Philipp Georgopoulos vom „Van de Beek“ Studio in Vechelde. Neben der Arbeit am Empfang müssen jetzt zusätzlich die Selbsttests beaufsichtigt werden, die draußen vor der Studiotür gemacht werden müssen.

„Außerdem ist es auch für unsere Mitglieder nicht schön, vor dem Training im Winter 15 Minuten auf das Testergebnis draußen warten zu müssen. Aber anders geht es im Moment nicht.“

Ausgebuchte Testzentren und die langen Wartezeiten für Tests sind problematisch

Das zurzeit einzige Testzentrum in der Vechelder Löwen-Apotheke ist weit im Voraus ausgebucht. Auch in Lengede sind die zwei Testzentren so gut wie ausgebucht.

Eine Hürde neben der langen Wartezeit am Testzentrum sei es, besonders für Ältere, das negative Testergebnis auf dem Smartphone zu finden, berichtet Mitarbeiterin Petra Köhl vom „Injoy“ Fitness-Studio in Lengede. „Es ist deutlich weniger los bei uns, heute Vormittag“, sagt Köhl.

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Studio-Gäste können eigenen Schnelltest von Zuhause mitbringen

„Mit der Möglichkeit, einen Test selbst mitzubringen und vor der Tür zu machen, wollen wir die Situation entschärfen“, sagt Fitness-Clubmanager Georgopoulos vom „Van de Beek“. Auch in der benachbarten „Fitness-Schule“ und beim neu eröffneten „Viva Fitness“ in Vechelde können vor der Tür Selbsttests unter Aufsicht gemacht werden.

„Innerhalb kurzer Zeit mussten wir dann für die Selbsttests unter Aufsicht einen Ablauf entwickeln, der der Corona-Verordnung entspricht“, sagt Georgopoulos. Jetzt können die Mitglieder ihren eigenen Test mitbringen, unter den Augen von Mitarbeitern durchführen. Danach müssen sie 15 Minuten auf das Testergebnis draußen vor der Tür oder im eigenen Auto warten. Ähnlich ist es auch im neu eröffneten „Viva Fitness“ in der Hildesheimer Straße.

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Im neu eröffneten „Viva Fitness“ macht sich 2G-Plus auch bemerkbar

Erst Anfang November hat das „Viva Fitness“ im ehemaligen Netto-Markt eröffnet. „Der Start in Vechelde lief den Umständen entsprechend gut“, berichtet „Viva Fitness“ Gesellschafter Matthias Schöne. Aber die 2G-Plus Regel wirkt sich auch hier auf den Betrieb im Studio aus. „Es ist wirklich weniger los heute.“ Drei Mitglieder trainieren am Mittwochnachmittag in den weitläufigen Räumen.

Erklären mussten Schöne und sein Team von „Viva Fitness“ den Trainierenden aber nicht viel: „Wir haben über unsere Studio-App eine Nachricht an die Mitglieder geschickt, mit allen Infos zu 2G-Plus. Die wissen also alle genau Bescheid, wie es läuft.“

Eine FFP2-Maske muss auf allen Wegen im Fitness-Studio getragen werden

Eine medizinische Maske reicht bei 2G-Plus ebenfalls nicht mehr, abseits der Geräte muss auf allen Wegen in den Trainingsräumen der Fitness-Studios eine FFP2-Maske getragen werden. Neben einem selbst mitgebrachten Test, der unter Aufsicht gemacht werden muss, kann auch ein Negativ-Test, der auf vom Arbeitgeber bescheinigt wurde, vorgelegt werden. Allerdings warnt der Landkreis davor, dass teilweise Arbeitgeberbescheinigungen gefälscht würden.

„Wenn die Leute das Studio nicht betreten dürfen, bevor sie getestet sind, dann bedeutet das für uns, dass wir ständig raus müssen, um Tests zu beaufsichtigen. Das erfordert enorme Personalressourcen“, sagt Georgopoulos von „Van de Beek“.

Nur 20 Prozent Auslastung der Trainingskapazität

Die „Fitness-Schule“ in Vechelde hat am Mittwoch nicht mit einer zu starken Nachfrage nach den beaufsichtigten Selbsttests zu kämpfen, berichtet einer der Trainer am Telefon. „In den Kursen sind aktuell zwischen vier und sieben Teilnehmer. Das kriegen wir auf jeden Fall hin, die Tests zu beaufsichtigen.“

Am Abend berichtet Georgopoulos von einer 20 Prozentigen Auslastung der Trainingskapazität im Peiner Studio. Absagen für Kurse habe es für Mittwochabend nicht gegeben. Aber den Mitgliedsbeitrag auszusetzen, diese Möglichkeit hätten am Mittwoch bereits einige Mitglieder im „Van de Beek“ Studio beantragt, sagt Georgopoulos. Auch das Viva Fitness böte diese Möglichkeit an.

Vorsichtiger Optimismus, wenn bald mehr Testkapazitäten da sind

Aber: „Unsere Mitglieder fühlen sich im großen und ganzen bei uns sehr sicher und kommen auch trotz 2G-Plus“, sagt Matthias Schöne von „Viva Fitness“. Auch Georgopoulos ist vorsichtig optimistisch und hofft, dass mit steigenden Schnelltest-Kapazitäten auch die Gäste wieder kommen können, um unter 2G-Plus-Bedingungen zu trainieren.

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