Berlin. Freibadstimmung Fehlanzeige: Zum Maibeginn lädt das Wetter noch nicht wirklich zum Baden unter freiem Himmel ein. Doch auch mit Blick auf die Personaldecke gibt es Sorgen.

Baden bei unter 20 Grad: Am 1. Mai starten die Schwimmbäder traditionell in die Freibadsaison. „Wir gehen davon aus, dass viele Bäder auch an diesem Stichtag öffnen“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB). Möglich sei aber, dass einige Freibäder wegen des mauen Wetters erst später öffneten.

„Die Leute müssen erst in Freibadstimmung kommen, und dafür braucht es ein paar Tage mit an die 30 Grad“, so die Sprecherin. Auch wenn der Maianfang davon noch weit entfernt ist: Spätestens Ende der zweiten Maiwoche dürften laut DGfdB die meisten Freibäder geöffnet sein.

Im vergangenen Jahr hatten hohe Energiekosten einige Bäder noch an die Belastungsgrenze gebracht. Viele regelten in der Folge die Wassertemperatur nach unten oder verzichteten zu Beginn der Freibadsaison auf das Heizen. Hier habe sich die Situation etwas entspannt, hieß es von der DGfdB. „Ich gehe nicht davon aus, dass die Freibäder wieder so drastisch Energie sparen“, sagte die Sprecherin.

Groß bleiben die Probleme mit Blick auf die Personaldecke, wie der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister warnte. „Es wird zu Schließungen kommen“, sagte Verbandspräsident Peter Harzheim. Ihm zufolge dürfte sich der Andrang wegen wegfallender Pandemie-Maßnahmen noch vergrößern. Das gebe die Personaldecke aber nicht her. Harzheim schätzt, dass bundesweit rund 3000 Bademeister fehlen. „Tendenz steigend.“

Auch viele Bäderbetreiber suchen über ihre Websites noch nach Personal für die anstehende Saison. Ungeachtet davon öffnet das Gros der städtischen Berliner Strand- und Freizeitbäder pünktlich zum 1. Mai seine Pforten. In München ziehen die meisten städtischen Freibäder eher Mitte Mai nach. Die Kölner Bäder öffnen ab dem 13. Mai, wenn die Witterung es zulässt, wie ein Sprecher sagte. Noch später dran sind die meisten städtischen Bäder in Dresden.