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Jahresende: Mit diesen Tricks kann man noch Geld sparen

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Technik-Geschenke unter 100 Euro // IMTEST

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Berlin  Mit dem neuen Jahr verfallen immer viele Fristen. Bevor 2023 beginnt, gibt es allerdings noch viele Möglichkeiten, um Geld zu sparen.

Geschenke packen, Plätzchen backen und Tannenbaum schmücken – zum Jahresende wird es bei vielen Menschen noch einmal so richtig hektisch. In all dem Feiertagsstress sollten man aber nicht seine Finanzen aus dem Auge verlieren.

Zum Jahresabschluss gibt es noch einige Möglichkeiten, um so richtig Geld zu sparen. Bis zum 31. Dezember können Sie noch einiges tun, um bei den Steuern oder bei Versicherungen zu sparen. Hier einige Tricks, wo man das Geld sparen kann.

Geld zurück bei der Autoversicherung

Wer im Jahr 2022 weniger Auto gefahren ist, als erwartet, könnte damit den ein oder andere Euro gespart haben. Und das nicht nur beim Tank, auch bei der Kfz-Versicherung kann man Geld zurückbekommen.

Dafür müssen die weniger gefahrenen Kilometer bei der Versicherung angegeben werden. Viele Versicherungen passen dann die Kilometeranzahl nachträglich an und zahlen das zu viel gezahlte Geld zurück.

Steuern: Noch in diesem Jahr anschaffen

Mit dem Neujahr endet auch das Steuerjahr 2022. Wer also überlegt noch Anschaffungen wie einen neuen Arbeitslaptop oder Büromöbel zu machen, kann das noch im Dezember tun und dann von den Steuern absetzen.

Mit einer Werbungskostenpauschale von 1200 Euro hat das Finanzamt ohnehin schon jobbedingte Kosten von Arbeitnehmern einkalkuliert. Wer mit seinen Ausgaben darüber liegt, für den könnte sich das steuermildernd auswirken.

Steuern: Gesundheitsausgaben in einem Jahr bündeln

Ähnlich sieht es bei Gesundheitsausgaben aus. Hier lohnt es sich die Kosten für Medikamente, Behandlungen oder andere medizinische Ausgaben in einem Kalenderjahr zu bündeln.

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Kosten wie diese lassen sich nämlich erst als Sonderausgaben absetzen, wenn die Belastungsgrenze überschritten ist. Diese liegt abhängig von Einkommen und Familienstand bei eins bis sieben Prozent des Jahresverdienstes. Wichtig ist: Entscheidend ist nicht das Datum der Rechnung, sondern das der Zahlung.

Jahresende: Zahnarztbonus einkassieren

Auch wenn der Zahnarztbesuch wahrscheinlich nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen gehört, lohnt er sich finanziell. Wer einmal im Jahr zum Zahnarzt geht, kann einen Bonus von der gesetzlichen Krankenkasse bekommen.

Kinder und Jugendliche müssen dafür sogar jedes halbe Jahr zum Check. Nach fünf Jahren regelmäßiger Untersuchungen gibt es dann einen Zuschuss von etwa 70 Prozent auf die Kosten normaler Versorgungen.

Weihnachtsgeld beanspruchen

Zu den Feiertagen kriegen viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Weihnachtsgeld. Falls das in diesem Jahr gestrichen wurde, sollte man seinen Anspruch darauf kennen. Denn wenn der Arbeitgeber in den vergangenen drei Jahren immer Weihnachtsgeld gezahlt hat, dann ist er auch in diesem Jahr dazu verpflichtet.

Nach drei Jahren ergibt sich eine sogenannte „betriebliche Übung“. Arbeitgeber könnten sich dann nicht mehr weigern, die Sonderzahlung auszuschütten, so der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Handwerkerrechnungen sinnvoll einteilen

Bei Handwerkerleistungen lohnt es sich die Kosten auf mehrere Jahre zu verteilen. Grund dafür ist, dass es eine Höchstgrenze für die Steuerabzüge gibt. Insgesamt können Kosten in Höhe von bis zu 1200 Euro jährlich abgesetzt werden (20 Prozent der Gesamtkosten).

Das gleiche gilt auch für haushaltsnahe Dienstleistungen wie Kinderbetreuung oder Putzkraft. Hier liegt der Betrag bei 4000 Euro pro Jahr, die steuerlich abgesetzt werden können (20 Prozent von 20.000 Euro Gesamtkosten). Sofern Handwerker, Kinderbetreuung und Co. also mitmachen, können die Rechnungen ins nächste Jahr mitgenommen werden.

Arzt- und Apothekenquittungen checken

Zum Jahresende sollten die Zuzahlungen für Arzt oder Medikamente geprüft werden. Wenn sie über der Belastungsgrenze von zwei Prozent des Bruttoeinkommens liegen, kann ein Antrag auf Befreiung bei der gesetzlichen Krankenversicherung gestellt werden. Für Menschen mit chronischen Erkrankungen liegt die Grenze schon bei einem Prozent.

Kündigungsfristen überprüfen

Ob Versicherung, Fitnessstudio oder Stromanbieter, meist sind die Kündigungsfristen im Jahr verteilt und lästig. Deshalb lohnt sich das Checken zum neuen Jahr, ob einen Überblick zu haben und fürs kommende Jahr vorbereitet zu sein. Außerdem kann man schon früher die Kündigung einleiten.

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Steuern: Spenden zur Weihnachtszeit

Weihnachten ist ja bekannterweise die Zeit der Besinnlichkeit. Dabei sollte man aber nicht nur an Freunde und Familie denken, zum Jahresende lohnt es sich auch eine Spende für Menschen in Not zu tätigen. So kann man sich nicht nur engagieren, sondern auch Steuern sparen.

Eine Spendensumme von bis zu 20 Prozent des Jahreseinkommens kann als Sonderausgabe abgesetzt werden. Bei Spendenbeiträgen von bis zu 300 Euro reicht als Nachweis für die Steuererklärung ein Kontoauszug. Ansonsten braucht man eine offizielle Spendenquittung des Empfängers.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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