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Ladekabel in der Steckdose lassen: Verbraucht das Strom?

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Die größten Stromfresser zu Hause

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Was verbraucht in den eigenen vier Wänden am meisten Strom? Das zeigt das Video.

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Berlin.  Das Smartphone ist geladen, wird abgezogen, aber das Ladekabel bleibt in der Steckdose. Verbraucht man so Strom? Wenn ja, wie viel?

Der Klassiker, wir kennen es alle: Das Handy ist aufgeladen, man zieht es ab, lässt das Ladekabel aber in der Steckdose. Der Vorteil: Beim nächsten Ladegang stöpselt man das Gerät einfach wieder ein. Eine Frage, die man sich dennoch stellen könnte: Zieht das Kabel weiter Strom?

Ladekabel in der Steckdose verbraucht Strom

Die Antwort lautet: Ja. Denn das Ladegerät verbraucht auch dann Strom, wenn kein Handy oder Smartphone angeschlossen ist. Die 230 Volt, die aus der Steckdose kommen, wandelt ein Transformator im Ladekabel in etwa fünf Volt um. Und der arbeitet eben auch, ohne dass ein Gerät eingesteckt ist und sorgt damit für Stromverbrauch.

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Das Energieunternehmen Vattenfall schreibt, dass ein Ladekabel, das täglich mehrere Stunden ohne angeschlossenem Gerät in der Steckdose verbleibt, jährlich ca. 2,5 Kilowattstunden Strom verbraucht. Das sind für den Verbraucher zwar nur Kosten von einem Euro. Bei weiteren Ladegeräten steigt diese Summe aber natürlich an.

Was zu bedenken ist: Laut einer repräsentativen Befragung von Bitkom aus dem Februar 2022 nutzen 83 Prozent der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren ein Smartphone. Das sind 57,4 Millionen Handy-Nutzerinnen und -Nutzer. Multipliziert man diese Zahl mit den 2,5 Kilowattstunden, ist das Ergebnis 143,5 Millionen Kilowattstunden. Das wäre der unnötige Stromverbrauch, würden alle Handy-Besitzerinnen und -Besitzer ihr Ladekabel täglich stecken lassen.

Ladegerät könnte Brand auslösen

Zum Vergleich: Der Energieversorger Entega schreibt, dass ein Vier-Personen-Haushalt pro Jahr durchschnittlich 3700 bis 4300 Kilowattstunden verbrauche.

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Neben dem Stromverbrauch könnte es ein weiteres Problem geben, wenn man den Stecker nicht zieht. Denn sollte das Ladegerät defekt sein, erhöht sich sogar die Brandgefahr, vor allem bei No-Name-Produkten, bei denen oft billige Materialien zum Einsatz kommen. Ein defektes Gerät erkennt man daran, dass es schnell überhitzt oder summt.

Hilfreicher Tipp: die Steckdosenleiste

Was daher sehr nützlich ist: eine Steckdosenleiste, die man mit einem separaten Schalter vom Strom trennen kann. Das bietet sich vor allem an, sobald man das Haus verlässt. (dw)

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Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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