UPDATE

Corona: Altmaier rechnet mit Öffnung der Außengastronomie

Lesedauer: 62 Minuten
Freudenfeiern und Krawalle in Belgien nach Lockdown-Lockerung

Freudenfeiern und Krawalle in Belgien nach Lockdown-Lockerung

Nach einer Lockerung der Corona-Auflagen haben hunderte Menschen ausgelassen im Zentrum von Brüssel gefeiert. Im Laufe des Abends schlug die Freudenstimmung in Gewalt um.

Beschreibung anzeigen

Wirtschaftminister Peter Altmaier rechnet angesichts sinkender Neuinfektionen mit baldigen Lockerungen der Auflagen. Mehr im Blog.

  • Wirtschaftminister Altmaier rechnet angesichts sinkender Neuinfektionen mit baldigen Öffnungen der Außengastronomie
  • Vom 17. Mai an sollen die meisten Kontaktbeschränkungen im Freien in Großbritannien beendet werden
  • Meghan Markle hat bei einem Benefizkonzert auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für Frauen aufmerksam gemacht
  • Die Zahl der Covid-19-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Deutschland geht zurück
  • Die EU verlängert ihren Impfstoff-Vertrag mit Astrazeneca nicht über Juni hinaus
  • Am Sonntag meldet das RKI wieder sinkende Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen

Berlin. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in mehreren Bundesländern unter 100. Das heißt: Die verhängten Corona-Maßnahmen könnten hier bald für alle gelockert werden. Geimpfte und Genesene können sich bereits jetzt über Lockerungen der Corona-Maßnahmen freuen. Grundrechtseinschränkungen durch das Infektionsschutzgesetz gelten für sie seit Sonntag nicht mehr.

Umso besser, dass die Priorisierung für den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca inzwischen aufgehoben ist. Außerdem gibt es Diskussionen um den richtigen Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung bei einer Impfung mit Astrazeneca.

Die Freigabe von Impfstoffpatenten sehen viele EU-Länder jedoch weiterhin kritisch. Die Staats- und Regierungschef bezweifelten am Rande des EU-Gipfels in Porto, ob die Freigabe zu einer besseren Versorgung der Welt mit Impfstoff führen würde, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

RKI meldet stark sinkende Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12.656 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 127 neue Todesfälle verzeichnet - also 17 mehr als noch vor einer Woche. Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 16.290 Neuinfektionen und 110 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 118,6. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 121,5 angegeben, in der Vorwoche mit 146,5. Lesen Sie mehr dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Corona-News von Sonntag, 9. Mai: Meghan Markle spricht sich bei Corona-Benefizkonzert für Frauenrechte aus

21.35 Uhr: Herzogin Meghan hat bei einem Benefizkonzert auf die weltweiten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für Frauen aufmerksam gemacht. Seit Beginn der Pandemie hätten in den USA fast 5,5 Millionen Frauen ihre Arbeit verloren, sagte sie in einem eingespielten Video bei dem am Samstagabend im US-Fernsehen und online ausgestrahlten Konzert der Initiative „Vax Live“.

Weltweit werde erwartet, dass 47 Millionen weitere Frauen durch die Folgen der Pandemie in extreme Armut abrutschen, erklärte sie weiter. „Frauen, und besonders nicht-weiße Frauen, haben erlebt, wie der Verdienstzuwachs einer ganzen Generation ausradiert wurde“, sagte Markle.

Britische Regierung will "vertraute Kontakte" wieder erlauben

21.03 Uhr: Die Engländer dürfen nach Monaten der Corona-Kontaktbeschränkungen wieder auf Tuchfühlung gehen. Die Regierung will "vertraute Kontakte" wie Umarmungen und Küsse bei Begrüßungen und Abschieden wieder erlauben, wie Staatsminister Michael Gove ankündigte. Die Lockerung soll am 17. Mai in Kraft treten, wenn auch weitere Corona-Restriktionen aufgehoben werden. Johnson werde den Schritt an diesem Montag bestätigen.

Vom 17. Mai an sollen die meisten Kontaktbeschränkungen im Freien beendet werden. Dann sind Treffen mit bis zu 30 Menschen erlaubt. In geschlossenen Räumen dürfen sich bis zu sechs Menschen oder zwei Haushalte treffen - das gilt auch für Restaurants und Pubs, die ihre Innenräume wieder öffnen können. Auch Kinos, Hotels und Hallensport können dann aufmachen.

Auslandsreisen ohne Quarantänepflicht sind ebenfalls wieder gestattet, wenn auch vorerst nur in wenige Länder, darunter Israel und Portugal. Die britische Regierung plant, am 21. Juni alle Corona-Maßnahmen aufzuheben.

Altmaier rechnet mit baldiger Öffnung der Außengastronomie

19.30 Uhr: Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier rechnet angesichts stark sinkender Neuinfektionen mit baldigen Lockerungen der Corona-Auflagen. "Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen in vielen Landkreisen Öffnungen sehen werden - auch bei der Außengastronomie", sagte der CDU-Politiker in der ARD."Wir werden Menschen sehen, die draußen sitzen und Eis essen oder Pizza essen."

Möglich sei dann auch, dass "in wenigen Wochen" Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen geöffnet werden könnten und wieder Urlaub in Deutschland möglich werde. Notwendig sei jetzt ein gemeinsames Vorgehen mit den Bundesländern.

Gericht verbietet Ausgangssperre auf den Kanaren

18.38 Uhr: Die bei Deutschen beliebten Ferieninseln der Kanaren dürfen ihre nächtliche Ausgangssperre nach dem Ende des Corona-Notstandes in Spanien nicht aufrechterhalten. Dies hat das Oberste Landesgericht entschieden, wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete. Zur Begründung hieß es, die Behörden verfügten über alternative Maßnahmen, um Infektionen während der Nachtstunden zu unterbinden.

Die regionale Regierung der Inselgruppe im Atlantik vor der Küste Westafrikas hatte die Ausgehsperre aufrechterhalten wollen, die bis Mitternacht am Samstag in ganz Spanien während des sechsmonatigen Corona-Notstandes gegolten hatte. Das Auswärtige Amt in Berlin stuft die Inselgruppe weiter als Risikogebiet ein. Von touristischen Reisen dorthin wird abgeraten.

Polizei-Einsatz bei Astrazeneca-Impfung in Freiburg

18.24 Uhr: In Freiburg konnten sich etwa 1400 Menschen ab 18 Jahre ohne Termin mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen - es kamen aber viel mehr. Die Polizei musste Streitigkeiten schlichten und den Verkehr regeln.

17,7 Millionen Briten zweifach geimpft

17.55 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus hat Großbritannien einen symbolischen Meilenstein erreicht. Ein Drittel der Erwachsenen sei nun vollständig geimpft, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Etwa 17,7 Millionen Menschen erhielten die für den vollen Schutz als notwendig erachteten zwei Spritzen.

Die vier Landesteile England, Schottland, Wales und Nordirland liegen dabei etwa gleichauf. Eine erste Impfung bekamen bisher 35,4 Millionen. Großbritannien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Mit oder an Covid-19 sind etwa 150.000 Menschen gestorben. Mittlerweile hat die Regierung aber zahlreiche Corona-Maßnahmen auch wegen des Erfolgs der Impfkampagne wieder aufgehoben. Die Zahl der Neuinfektionen stagniert auf niedrigem Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 20,5.

US-Regierung sieht Wendepunkt in der Pandemie

17.00 Uhr: Die US-Regierung sieht das Land in der Corona-Pandemie am Wendepunkt. "Ich würde sagen, dass wir die Kurve kriegen", sagt der Corona-Koordinator des US-Präsidialamts, Jeff Zients, im Sender CNN. Die Aufgabe sei es nun, das Vertrauen in Impfstoffe weiter zu stärken und genügend Amerikaner zu impfen. Dadurch könne die Ausbreitung des Virus und seiner Varianten gebremst werden.

Keine "Roten Zonen" in Italien mehr

15.45 Uhr: Ab morgen gibt es in Italien keine sogenannten Roten Zonen mit scharfen Sperren mehr. Außerdem dürfen nach dem Lockerungsfahrplan der Regierung am 15. Mai die Schwimmbäder wieder öffnen. Urlauber aus dem europäischen Ausland sollen ebenfalls ab Mitte Mai ohne die bisherige Kurz-Quarantäne einreisen können. Das hatte Außenminister Luigi Di Maio auf Facebook angekündigt. Für EU-Bürger, Briten und Reisende aus Israel soll es dann reichen, dass sie entweder negativ getestet, voll geimpft oder von Covid-19 genesen sind. Die genauen Vorschriften und Daten müssen noch festgeschrieben werden.

Außerdem prüft Rom nach Medienberichten, wie lange das nächtliche Ausgangsverbot von 22 Uhr bis 5 Uhr noch bestehen bleibt. Vermutlich wird es nicht ganz abgeschafft, sondern startet künftig erst um 23 Uhr oder um Mitternacht. In sogenannten Gelben Zonen mit wenig Corona-Risiko ist Außengastronomie bereits wieder erlaubt.

Panne bei Terminvergabe in Impfzentren

14.58 Uhr: Wegen fehlerhafter E-Mails, die Impflinge zu früh an ihren zweiten Impftermin erinnerten, bildeten sich am Samstag vor dem Impfzentrum in Hamburg lange Schlangen. Weggeschickt wurde aber keiner, der oder die eine Impfberechtigtung hatte. Wer wollte, hat die zweite Impfung dann auch bekommen. Die Panne sorgte für einen Rekord - erstmal wurden im Hamburger Impfzentrum mehr als 10.000 Menschen an einem Tag geimpft.

Weniger Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen

14.15 Uhr: Die Zahl der Covid-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung in Deutschland geht zurück. "Worüber wir sehr froh sind", sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), in einem Video-Statement. Aktuell lägen rund 4600 Menschen mit Corona auf der Intensivstation. Im März und April war die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen deutlich gestiegen. Dann habe der Wert etwa zehn Tage lang auf einem Plateau von etwa 5000 gelegen, sagte Marx. "Wir haben seit einigen Tagen hier jetzt einen Rückgang zu verzeichnen." Die Bundes-Notbremse zeige dabei Wirkung.

Nach wie vor sei die Lage in vielen Kliniken angespannt, viele andere Eingriffe können deshalb nicht durchgeführt werden. "Das heißt also auf keinen Fall Entwarnung, aber die Richtung stimmt." Marx bedankte sich bei den Menschen in Deutschland für ihre Disziplin bei der Einhaltung der Corona-Regeln in den vergangenen Wochen. "Das hat sehr geholfen, und so werden wir gemeinsam die Pandemie bewältigen."

EU verlängert Astrazeneca-Vertrag nicht

13.10 Uhr: Die EU wird Impfstoff-Lieferverträge mit Astrazeneca nicht über Juni hinaus verlängern. Das gab Binnenmarktkommissar Thierry Breton bekannt. Die EU-Kommission befindet sich in einem Rechtsstreit mit dem Unternehmen wegen Lieferverzögerungen.

Impfmonitor: Interaktiv: Wie Deutschland beim Impfen vorankommt

Corona-Drama in Indien: Wieder mehr als 4000 Tote an einem Tag

12.09 Uhr: Die Corona-Lage in Indien spitzt sich trotz internationaler Hilfe weiter zu. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag in Neu Delhi mitteilte, wurden zum zweiten Mal hintereinander mehr als 4000 Tote binnen 24 Stunden gezählt. Zudem gab es wieder mehr als 400.000 Neuinfektionen. Die Gesamtzahl der Toten nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 stieg auf rund 242 300. Inzwischen haben sich bereits mehr als 22 Millionen Inder mit dem Corona-Virus angesteckt. Vermutet wird, dass die Zahlen noch viel höher liegen.

In absoluten Zahlen ist das riesige Land in Südasien mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen. Die Dunkelziffer in Indien dürfte allerdings deutlich höher liegen: Vielerorts ist es schwer, überhaupt auch nur getestet zu werden. Besonders in ländlichen Regionen sterben viele Opfer zu Hause und tauchen nicht immer in der Statistik auf.

Italien will für EU-Urlauber Einreisen ohne Quarantäne erlauben

11.17 Uhr: Italien will zur Ankurbelung des Tourismus noch im Mai Einreisen ohne die bisherige Kurz-Quarantäne erlauben. Schon ab Mitte Mai sollten Reisende aus Europa, die voll geimpft sind, leichter ins Land kommen, kündigte Italiens Außenminister Luigi Di Maio am Samstag auf Facebook an. Zusammen mit dem Gesundheitsminister arbeite er außerdem daran, die "Mini-Quarantäne" für EU-Bürger, Briten und Reisende aus Israel abzuschaffen, die negativ getestet, geimpft oder von Covid-19 genesen seien.

Bisher benötigen Italien-Besucher aus der EU in der Regel einen negativen Test vor der Reise, sie müssen im Land fünf Tage in Quarantäne und dann einen zweiten Corona-Test machen.

Di Maio kündigte an, dass im Juni auch die Regeln für Besucher aus den USA gelockert werden sollten. "Der Tourismus ist ein wichtiger Baustein für den Neustart Italiens", schrieb der Politiker der Fünf-Sterne-Bewegung. Die genauen Vorschriften und Daten für die Neuregelungen sind noch nicht gesetzlich fixiert.

Städtetagspräsident Jung: Mehr Rechte auch für Getestete

10.43 Uhr: Der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), fordert in der Corona-Pandemie neben Geimpften und Genesenen auch negativ Getesteten mehr Freiheiten zuzugestehen. "Ich denke da besonders an Außengastronomie mit guten Abstands- und Hygienekonzepten", sagte Jung der "Passauer Neuen Presse". "Wenn wir Anfang Juni draußen wieder einen Kaffee zusammen trinken könnten, würde das vielen Menschen sicher guttun." Geimpfte, Genesene und tagesaktuell Getestete sollten zusammensitzen können.

Er warnte zudem vor einem Akzeptanzverlust bei den Corona-Beschränkungen. "Eins muss uns allen klar sein: Wenn die Bevölkerung in großen Teilen die Beschränkungen nicht mehr akzeptiert, kommen auch die Ordnungskräfte und die Polizei an ihre Grenzen", sagte Jung der Zeitung.

Auseinandersetzung im Englischen Garten - Flaschen auf Polizisten geworfen

10.11 Uhr: Im Englischen Garten in München ist eine Auseinandersetzung zwischen Feiernden und der Polizei nach Darstellung der Ordnungshüter eskaliert. Junge Leute hätten etwa 50 Flaschen in Richtung der Polizisten geworfen und so 19 Beamte verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Ob es Verstöße gegen Hygieneauflagen zum Schutz vor Corona gegeben hatte, sagte der Sprecher zunächst nicht.

An dem "Party Hotspot" im Englischen Garten sei es am Samstag zunächst zu einer Schlägerei gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag. Zuvor waren Videos in sozialen Netzwerken kursiert, die den Vorfall zeigen sollen.

Dort ist auch zu sehen, wie aus einer größeren Gruppe junger Menschen Flaschen auf die Polizisten geworfen werden. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Es wurden insgesamt sechs Personen festgenommen. Sie erwarten nun unter anderem Anzeigen wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch.

"WamS": Zahl der Opfer von häuslicher Gewalt steigt um sechs Prozent

9.10 Uhr: Während der Corona-Pandemie ist die Zahl der Opfer häuslicher Gewalt, die Partner oder Ex-Partner ausüben, nach Informationen der "Welt am Sonntag" deutlich gestiegen. Die Zeitung erstellte eine Umfrage bei Innenministerien und Landeskriminalämtern in den 16 Bundesländern, wonach im vergangenen Jahr 158.477 Opfer polizeilich registriert wurden. Dies entspreche einem Anstieg um sechs Prozent gegenüber dem Jahr 2019.

Zwei Drittel der erfassten Opfer sind dem Bericht zufolge Frauen. Doch das Dunkelfeld sei groß, weil viele Opfer sich nicht trauten, Anzeige zu erstatten. "Der Anstieg um sechs Prozent deutet darauf hin, dass die tatsächlichen Fälle überproportional zugenommen haben", zitierte die Zeitung den Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher. Für Opfer sei es während der Pandemie überdies schwieriger, Kontakt mit Behörden aufzunehmen und Hilfe zu suchen.

Mittelstand kritisiert CDU/CSU scharf für Haltung zur Insolvenzantragspflicht

8.09 Uhr: Der Mittelstandsverband hat CDU und CSU für ihre Haltung zur Insolvenzantragspflicht scharf kritisiert. "Bleibt die Union bei ihrer Verweigerungshaltung, wird sie zum Totengräber von tausenden mittelständischen Unternehmen", sagte Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), unserer Redaktion. Innerhalb der Koalition hatte es zuletzt Streit gegeben, ob die zum Mai ausgelaufene Aussetzung der Insolvenzantragspflicht noch einmal verlängert werden sollte. BVMW-Chef Jerger sprach sich dafür aus, die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht um weitere sechs Monate zu verlängern und begründete dies damit, dass die Corona-Hilfsgelder nach wie vor nicht vollständig ausgezahlt seien. "Insolvenz anmelden zu müssen, nur weil die Auszahlungen so schleppend und bürokratisch vorangehen, darf nicht zulasten der ohnehin schon geschwächten Unternehmerinnen und Unternehmer unseres Landes gehen", sagte Jerger.

Positiv bewertete der BVMW-Bundesgeschäftsführer dagegen die Bereitschaft von Union und SPD zur Verlängerung der Corona-Wirtschaftshilfen. Diese müsse bis zum Jahresende reichen, um den Unternehmen Planungssicherheit zu verschaffen. "Die Regierung muss alles dafür tun, dass die Unternehmen die vom Gesetzgeber verordnete Durststrecke überstehen und weiterhin Arbeits- und Ausbildungsplätze anbieten können", sagte Jerger.

Lesen Sie dazu: Mittelstands-Chef Jerger: "Die Union wird zum Totengräber"

Firmen mit Gewinnbeteiligung kündigen in der Krise seltener ihren Mitarbeitern

7.45 Uhr: Unternehmen, die ihren Mitarbeiter in der Regel Gewinn- oder Erfolgsbeteiligungen auszahlen, mussten im Corona-Jahr 2020 seltener Beschäftigte entlassen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft aus Köln (IW), das dieser Redkation vorliegt. "Die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen im Laufe des Jahres 2020 Beschäftigung abbauen mussten, sinkt um gut 16 Prozentpunkte, wenn sie eine Erfolgsbeteiligung aufweisen", heißt es in der Studie mit Blick auf Unternehmen, die durch die Corona-Krise negative Auswirkungen auf ihr Geschäft hatten. In knapp jedem vierten Unternehmen in Deutschland gebe es Gewinn- und Erfolgsbeteiligungen, heißt es in der Studie. Besonders verbreitet seien Gewinnbeteiligungen bei unternehmensnahen Dienstleistern sowie in der Metall- und Elektroindustrie.

Zwar würde Beschäftigte in Unternehmen mit Gewinnbeteiligung seltener gekündigt werden, einen Zusammenhang mit der Krisenfestigkeit konnte Studienautor und Ökonom Oliver Stettes aber nicht feststellen. "Eine Gewähr, dass eine Erfolgsbeteiligung ein Unternehmen gegen adverse Nachfrageschocks gefeit macht, gibt es nicht", schreibt Stettes. Rund 28 Prozent der Unternehmen in Deutschland hätten im Laufe des Jahres 2020 ihre Belegschaft verkleinert, heißt es in der Studie.

Deutlich verbreiteter als Gewinnbeteiligungen sind laut der IW-Studie Sonderzahlungen. "Jedes zweite Unternehmen zahlte im vergangenen Jahr eine Prämie für erbrachte Leistungen. Auch in vielen negativ von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen sind Sonderzahlungen geleistet worden", heißt es in der Studie. Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr Unternehmen die Möglichkeit geboten, eine einmalige Sonderzahlung steuerfrei zu leisten.

Allerdings setzte der Studie zufolge auch ein gutes Viertel der Unternehmen anstehende Lohnerhöhungen aus. Vier Prozent der Firmen kürzten demnach sogar Löhne und Gehälter, die Inanspruchnahme von Kurzarbeit ausgeklammert. Laut der IW-Studie würden die bisherigen Daten aber nahelegen, dass es in der Corona-Krise seltener zu Lohnkürzungen kommt, als das noch in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 der Fall gewesen ist.

Lesen Sie dazu auch: Corona: Diese Arbeitsverträge erhöhen die Jobsicherheit

Polizeigewerkschaft warnt vor Täuschungsversuchen bei Corona-Lockerungen

5.38 Uhr: Angesichts der Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene in der Corona-Pandemie hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor Täuschungsversuchen gewarnt. "Es gibt keine Standards für die Ausstellung von Attesten für Corona-Genesene. Dies lässt Spielraum für Täuschungsversuche", sagte GdP-Vize-Chef Jörg Radek unserer Redaktion. "Die Einsatzkräfte werden ihre Erfahrung aus der Nachschau von Führerscheinen oder Reisepässen auf die Kontrolle von Impfbüchern anwenden." Es ist laut FdP-Vize Radek entscheidend, dass Impfausweise künftig besser mit technischen Mitteln gegen Fälschungen abgesichert werden. "Dazu gehört auch die moderne Ausstattung der Polizei. An den Grenzen können Beamtinnen und Beamte mit speziellen Scannern Dokumente einlesen. Das geht mit Impfbüchern bisher nicht. Hier muss zügig nachgerüstet werden", hob Radek hervor.

Insgesamt begrüßte der GdP-Vize-Vorsitzende die Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene in der Corona-Krise. "Es ist gut, dass nun ein Teil der Menschen in Deutschland zur Normalität ihrer Freiheit zurückkehren. Die Polizei muss durch gemeinsame Kontrollen mit den Ordnungsämtern Sorge tragen, dass es in den kommenden Wochen keinen Missbrauch mit den Nachweisen von Testergebnissen gibt", sagte Radek dieser Redaktion.

Lockerungen für Geimpfte - Ethikratsvorsitzende warnt vor sozialer Spaltung

3.14 Uhr: Die jüngste Aufhebung von Corona-Auflagen für Geimpfte und Genesene belastet nach Einschätzung des Deutschen Ethikrats vor allem die jüngere Generation und wird in der Gesellschaft zu Konflikten führen. Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Studentinnen hätten "einen doppelten Nachteil", denn sie seien "nicht geschützt und dürfen weniger", sagte Ethikratsvorsitzende Alena Buyx dieser Redaktion. "Geimpfte dagegen haben den doppelten Vorteil: Sie sind geschützt und dürfen mehr. Wir haben also ein echtes Solidaritäts- und Gerechtigkeitsproblem in unserer Gesellschaft und wir erleben eine soziale Spannung", sagte Buyx. Man müsse aufpassen, dass "die Spannung nicht zur Spaltung wird".

Buyx betonte, die ungleiche Belastung der jüngeren Generation werde zunehmend deutlich. "Die ökonomische und mentale Belastung steigt, die psychischen Folgen sind erheblich. Es gibt Bildungsverluste und Lernrückstände, und viel Leben ist verpasst worden", sagte die Medizinethikerin. Auch in Familien wird es nach ihren Worten zu Problemen kommen: Eltern seien künftig mitunter schon geimpft, die Kinder aber noch nicht. Das führe etwa dazu, dass Kinder im Urlaub in Quarantäne müssten, Eltern aber nicht. "Es wird also unterschiedliche Freiheiten geben", führte Buyx aus.

Die Ethikratsvorsitzende betonte, sie erwarte von der Politik, "dass sie diese temporär ungerechte Situation ernst nimmt, anspricht und gestaltet". Es brauche Angebote für diejenigen, "die ungeimpft weniger Freiheiten haben". Buyx schlug vor, Familien und jungen Menschen freiwerdenden Testkapazitäten anbieten und gezielt die Jungen zu impfen. Eine Erhöhung des Impftempos könne "zu einer gesellschaftlichen Entspannung beitragen". Insgesamt forderte Buyx "mehr sichtbare Wertschätzung den Jüngeren gegenüber". Die jüngere Generation habe sich in den zurückliegenden Monaten der Pandemie "für die Alten und Schwachen hintenangestellt".

Habeck fordert Milliarden-Bildungsprogramm für benachteiligte Schüler

1.01 Uhr: Grünen-Chef Robert Habeck hat den Bund dazu aufgerufen, ein milliardenschweres Bildungsprogramm für benachteiligte Schülerinnen und Schüler auf den Weg zu bringen. "Bildungspolitik ist auch Sozialpolitik, das ist in der Pandemie überdeutlich geworden", sagte er dieser Redaktion. Das Corona-Schuljahr habe Kinder aus ärmeren Familien in ihren Entwicklungsmöglichkeiten und damit in ihren Chancen für die Zukunft stark zurückgeworfen. Daher müsse sich der Bund, der für die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse verantwortlich sei, auch um Bildung kümmern.

Konkret schlug Habeck vor: "Wenn man die Leistungen für Bildung und Teilhabe über die Sozialgesetzbücher, vor allem das SGB VIII, ausweitet, kann man Schülerinnen und Schüler aus bestimmten sozialen Schichtungen dauerhaft stärker unterstützen, zum Beispiel mit Lernförderung." Damit griff er einen Vorschlag der Sozialwissenschaftler Jutta Allmendinger und Michael Wrase auf. "Eine Änderung des Grundgesetzes dafür wäre zwar gut, aber aller Erfahrung nach ist das kompliziert und dauert lange", sagte der Grünen-Chef zur Begründung.

Habeck verwies auf Berechnungen von Allmendinger und Wrase, wonach diese Art der Förderung jährlich 2,5 bis 3 Milliarden Euro koste. "Gemessen an den sozialen Kosten, die wir generieren, wenn wir das nicht tun, ist das allemal angemessen", sagte der Parteichef.

Das Geld, das die Regierung jetzt in das Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche investiere, sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, so Habeck. "Aber es darf eben keine einmalige Leistung bleiben. Daraus muss eine Debatte über systematische Förderung werden."

Corona-News von Samstag, 8. Mai: Britische Reisebranche fordert Freigabe für Tourismusziele

22.00 Uhr: Angesichts der Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene in der Corona-Pandemie hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor Täuschungsversuchen gewarnt. “Es gibt keine Standards für die Ausstellung von Attesten für Corona-Genesene. Dies lässt Spielraum für Täuschungsversuche“, sagte GdP-Vize-Chef Jörg Radek unserer Redaktion.

“Die Einsatzkräfte werden ihre Erfahrung aus der Nachschau von Führerscheinen oder Reisepässen auf die Kontrolle von Impfbüchern anwenden.“ Es ist laut FdP-Vize Radek entscheidend, dass Impfausweise künftig besser mit technischen Mitteln gegen Fälschungen absichert werden. “Dazu gehört auch die moderne Ausstattung der Polizei.

An den Grenzen können Beamtinnen und Beamte mit speziellen Scannern Dokumente einlesen. Das geht mit Impfbüchern bisher nicht. Hier muss zügig nachgerüstet werden“, hob Radek hervor. Insgesamt begrüßte der GdP-Vize-Vorsitzende die Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene in der Corona-Krise. “Es ist gut, dass nun ein Teil der Menschen in Deutschland zur Normalität ihrer Freiheit zurückkehren. Die Polizei muss durch gemeinsame Kontrollen mit den Ordnungsämtern Sorge tragen, dass es in den kommenden Wochen keinen Missbrauch mit den Nachweisen von Testergebnissen gibt“, sagte Radek unserer Redaktion.

Ethikratvorsitzende Alena Buyx warnt vor Generationenkonflikt

22 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz fällt, das Ende der dritten Welle der Corona-Pandemie scheint in Deutschland näher gerückt. Alles bald wieder so wie vor dem Lockdown? Wenn Geimpfte wieder mehr dürfen, was ist dann mit den anderen, vor allem der jüngeren Generation?

Alena Buyx, 43 und Professorin für Medizinethik sowie Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, ist auf komplexe Fragestellungen spezialisiert. Sie gibt Antworten auf die großen Fragen des Lebens und soll damit Gesellschaft und Politik Orientierung geben. Lesen Sie das Gespräch: Ethikratsvorsitzende: Junge Generation “doppelt im Nachteil“

Britische Reisebranche fordert Freigabe für Tourismusziele

20.43 Uhr: Die britische Tourismusbranche hat die Regierung mit Nachdruck zu einer weitreichenderen Öffnung von Ferienzielen aufgefordert. Der Branchenverband Airlines UK verlangte „wesentliche Ergänzungen“ für eine „grüne Liste“ genehmigter Reiseländer.

Vom 17. Mai an sind Auslandsreisen wieder erlaubt. Allerdings stehen nur zwölf Länder, darunter Israel und Portugal, auf einer „grünen Liste“. Bei Rückkehr aus diesen Ländern wird keine Quarantäne fällig. Die Regierung habe eine Chance verpasst, sagte der Chef von Airlines UK, Tim Alderslade, am Samstag. Deutschland steht wie fast alle EU-Staaten, darunter wichtige Urlaubsziele wie Spanien, Frankreich und Italien, nicht auf der „grünen Liste“.

Papst für Aussetzung von Patenten bei Corona-Impfstoffen

19.36 Uhr: In der Debatte um die Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe hat sich Papst Franziskus für die vorübergehende Aussetzung der Rechte am geistigen Eigentum ausgesprochen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche äußerte sich in einer Videobotschaft, die der Vatikan am Samstag in Rom veröffentlichte. Darin warnt der 84-Jährige vor zu viel Nationalismus in der Corona-Krise: „Es ist ein geschlossener Nationalismus, der zum Beispiel einen Internationalismus der Impfstoffe verhindert.“

Franziskus äußerte sich in dem aufgezeichneten Video für ein Benefizkonzert „Vax Live“ bei Los Angeles, das bereits vor einigen Tagen stattfand. Mit seinem Appell unterstützte er die Position von US-Präsident Joe Biden. Die Bundesregierung sieht eine Freigabe von Impfstoffpatenten hingegen skeptisch.

Ab jetzt weniger Corona-Einschränkungen für Geimpfte und Genesene

18.37 Uhr: Für vollständig gegen Corona Geimpfte und Menschen, die eine Infektion nachweislich schon durchgemacht haben, sind ab diesem Sonntag bundesweit wesentliche Einschränkungen aufgehoben.

Sie können sich nach einer ab Mitternacht (Sonntag, 0.00 Uhr) geltenden neuen Verordnung wieder uneingeschränkt mit anderen Menschen treffen und müssen auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen, die aufgrund der sogenannten Bundes-Notbremse verhängt wurden, nicht mehr beachten.

EU-Gipfel: Mega-Deal mit Biontech, Abfuhr für Biden

18.06 Uhr: Die Impfkampagne gegen Corona nimmt in Europa weiter Fahrt auf. Nach einem Gipfeltreffen der EU-Regierungschefs im portugiesischen Porto erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, es stehe in der Union jetzt genügend Impfstoff zur Verfügung, um bis Ende Juli 70 Prozent der erwachsenen EU-Bürger zu impfen; bislang habe ein Viertel der Bürger mindestens eine Dosis erhalten. Lesen Sie hier unseren Bericht: EU-Gipfel: Mega-Deal mit Biontech, Abfuhr für Biden

Spahn: Corona-Maßnahmen werden Zug um Zug fallen

17.32 Uhr: Die Corona-Maßnahmen müssen nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn langfristig aufgehoben werden, auch wenn eine bestimmte Anzahl von Menschen ungeimpft bleibt.

Wenn alle ein Angebot zur Impfung bekommen hätten, sehe er „Zug um Zug die Maßnahmen immer weiter fallen und zurückgehen, bis wir wieder in einem Alltag sind, so wie er vorher war“, sagte der CDU-Politiker am Samstag in Berlin bei einer Online-Frage- und Diskussionsrunde mit Bürgern und Experten. Wenn jemand sage, für ihn gebe es dieses Virus nicht oder er sehe das anders mit den Risiken, „der kann ja nicht erwarten, dass wir alle dann Maske tragen, um ihn zu schützen“.

Von der Leyen: Grünes Impfzertifikat kann wohl pünktlich starten

16.50 Uhr: Das Grüne Impfzertifikat zum vereinfachten Reisen in Europa kann nach Erwartung von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen pünktlich im Juni starten. Die technischen und rechtlichen Vorbereitungen lägen im Plan, sagte von der Leyen am Samstag nach dem EU-Gipfel in Porto. Geplant sei ein fälschungssicherer Nachweis einer Corona-Impfung, einer überstandenen Covid-Erkrankung oder eines negativen Tests.

Merkel macht Hoffnung auf Sommerurlaub - auch für Ungeimpfte

16.24 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Rande des EU-Gipfels in Porto Optimismus hinsichtlich der Urlaubspläne in den Sommerferien verbreitet. Wenn man sehe, wie niedrig die Inzidenzen in einigen europäischen Ländern seien, "dann bin ich sehr hoffnungsfroh, dass wir auch insgesamt uns das leisten können, was auch im vergangenen Sommer möglich war", sagte Merkel.

Auf Nachfrage betonte die Kanzlerin, die Möglichkeit eines Sommerurlaubs in Europa gelte "selbstverständlich" auch für Ungeimpfte, wie im vergangenen Jahr.

Papst für die Aufhebung von Impfstoff-Patenten

14.52 Uhr: Papst Franziskus hat sich in der Debatte um die Freigabe von Patenten für Corona-Impfstoffe auf für die vorrübergehende Aussetzung der Rechte am geistigen Eigentum ausgesprochen.

In einer Videobotschaft warnte das Oberhaupt der katholischen Kirche außerdem vor zu viel Nationalismus in der Corona-Krise: "Es ist ein geschlossener Nationalismus, der zum Beispiel einen Internationalismus der Impfstoffe verhindert."

Großer Andrang bei Impfaktion in Kölner Zentralmoschee

13.20 Uhr: Die Sonderimpfaktion in der Kölner Ditib-Zentralmoschee wurde von der Bevölkerung gut angenommen. Am Samstagmorgen bildeten sich lange Schlangen vor dem Gotteshaus.

Bürgerinnen und Bürger konnten sich in der Moschee ohne Termin impfen lassen. Die Aktion entstand in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) und war nicht nur auf Muslime beschränkt: Alle konnten sich bei der Aktion impfen lassen. Für die Sonderaktion standen 2000 Astrazeneca-Impfdosen bereit, die im Kölner Impfzentrum übrig geblieben waren.

Bundesschülerkonferenz fordert schnelle Rückkehr zum Präsenzunterricht

12.56 Uhr: Die Bundesschülerkonferenz dringt auf eine rasche Rückkehr zum Präsenzunterricht. In einer Zeit mit steigenden Impfquoten „muss der Öffnungsblick vor allem auf Schulen gerichtet sein“, sagte Generalsekretär Dario Schramm dieser Redaktion. „Schulen sollten der erste Ort der Öffnungen sein, sobald es möglich ist.“ Distanzunterricht funktioniere nach mehr als einem Jahr Pandemie immer noch nicht.

Inzwischen meldet das Robert Koch-Institut für sechs Bundesländer eine Inzidenz von unter 100. In diesen Gebieten müssten Schulen systematisch wieder öffnen, betonte Schramm. Dabei müsse der Infektionsschutz gewährleistet sein. „In vielen Bundesländern starten jetzt zusätzlich die Impfungen von Lehrern, das trägt sicherlich zu einem noch besseren Schutz bei.

EU kauft bis zu 1,8 Milliarden weitere Impfdosen von Pfizer/Biontech

11.55 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat über Twitter den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiterer Biontech-Impfdosen angekündigt. Der Vertrag laufe von 2021 bis 2023 und umfasse zunächst 900 Millionen garantierte Impfdosen, außerdem die Möglichkeit zum Nachkauf von weiteren 900 Millionen Dosen des Vakzins.

Damit solle die nächste Stufe in der EU-Impfstrategie anlaufen, die auch die Impfung von Kindern und Jugendlichen vorsehe.

Städte- und Gemeindebund fordert Ministerpräsidentenkonferenz für Lockerungen

10.31 Uhr:Geht es nach dem Willen des Städte- und Gemeindebundes, soll eine Ministerpräsidentenkonferenz die geplanten Lockerungen der Corona-Maßnahmen einheitlich regeln. "Wir erwarten jetzt, dass sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten möglichst auf ein einheitliches Vorgehen mit konkreten Öffnungsperspektiven verständigen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag.

Es sei wichtig, einen "Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen" zu vermeiden, führte Landsberg weiter aus. Gäbe es unterschiedliche Regelungen, etwa für Hotels oder andere Einrichtungen, sei das "kaum nachvollziehbar".

Indien meldet mehr als 4000 Corona-Tote an einem Tag

8.26 Uhr: Mit 4187 Corona-Toten und mehr als 400.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden meldet Indien einen neuen weltweiten Höchststand während der Pandemie. Die zweite Welle hat das Land voll im Griff. Seit Beginn der Pandemie haben sich insgesamt rund 21,9 Millionen Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt - Experten gehen außerdem von einer hohen Dunkelziffer an unerkannten Infektionen aus.

Das Gesundheitssystem auf dem Subkontinent ist hoffnungslos überlastet. Deutschland und weitere Staaten schicken Nothilfe nach Indien, denn Medienberichte über Menschen, die wegen fehlendem Sauerstoff und nicht vorhandenen Krankenhausplätzen auf der Straße sterben, häufen sich. Experten fürchten zudem, dass die Infektionszahlen noch bis Ende Mai steigen könnten - Indien ist also noch lange nicht über den Berg.

Städtetagspräsident fordert mehr Rechte für Getestete

6.01 Uhr: Der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), fordert in der Corona-Pandemie neben Geimpften und Genesenen auch negativ Getesteten mehr Freiheiten zuzugestehen. "Ich denke da besonders an Außengastronomie mit guten Abstands- und Hygienekonzepten", sagte Jung der „Passauer Neuen Presse". "Wenn wir Anfang Juni draußen wieder einen Kaffee zusammen trinken könnten, würde das vielen Menschen sicher guttun." Geimpfte, Genesene und tagesaktuell Getestete sollten zusammensitzen können.

Er warnte zudem vor einem Akzeptanzverlust bei den Corona-Beschränkungen. "Eins muss uns allen klar sein: Wenn die Bevölkerung in großen Teilen die Beschränkungen nicht mehr akzeptiert, kommen auch die Ordnungskräfte und die Polizei an ihre Grenzen", sagte Jung der Zeitung (Samstag).

Spahn mit Blick auf Sommerurlaub in EU optimistisch

2.01 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich mit Blick auf einen Sommerurlaub in Europa optimistisch. "Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein. Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können", sagte Spahn der "Rheinischen Post" (Samstag). Er selbst plane seinen Urlaub in Deutschland. "In dieser hoffentlich letzten Phase der Pandemie würde ich keine großen Fernreisen planen, Nordsee statt Südsee quasi."

Deutschland sei für Mutationen des Coronavirus gut gerüstet und liege mittlerweile weltweit unter den Top 5 bei den Sequenzierungen. "Und wir sichern uns in den EU-Rahmenverträgen auch Impfstoffe, die auf Mutationen angepasst werden können", sagte Spahn. Nach Aussage der mRNA-Forscher seien diese Entwicklungen innerhalb von sechs bis acht Wochen möglich, die anschließende Zulassung sei in ein bis zwei Monaten machbar.

Habeck fordert Impfungen vor Supermärkten und in Schulen

1.30 Uhr: Grünen-Chef Robert Habeck hat beschleunigte Corona-Impfungen in sozial benachteiligten Stadtteilen gefordert. "Mobile Impfteams müssen in die sozialen Brennpunkte fahren und ein Angebot machen - digital beworben, wenn der Datenschutz das zulässt", sagte er dieser Redaktion. "Dann können die Menschen eine SMS bekommen: morgen um 9 Uhr steht das Impfmobil vor Aldi." Und dann werde von morgens bis abends vor dem Supermarkt geimpft.

Das lasse sich ausbauen, so Habeck. "Wenn Impfstoffe für Jugendliche zugelassen sind, kann man in den Schulen impfen, und dort doch zum Beispiel auch die Eltern mit. Da sollte viel Kreativität an den Tag gelegt werden." Die Aufhebung der Impf-Reihenfolge könne nicht bedeuten, dass sich jeder selbst darum kümmern müsse. Das ganze Interview lesen Sie hier.

Umfrage: Jeder Zweite streamt in der Pandemie mehr

1.00 Uhr: Das Streaming von Online-Inhalten wie Videos und Podcasts boomt in der Corona-Pandemie. Unter den Internetnutzerinnen und -nutzern in Deutschland streamt heute jeder Zweite mehr als noch vor einem Jahr. Das ergab eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des Energiekonzerns Eon, deren Ergebnisse dieser Redaktion vorab vorlagen. Etwa ein Drittel (35,7 Prozent) gab an, sein Streamingverhalten während der Pandemie nicht verändert zu haben. Jeder Zehnte konsumiert dagegen weniger Inhalte über das Internet.

Der Stromverbrauch beim Streaming ist laut Umfrage für die meisten bislang kein Thema. Nur 37 Prozent hätten sich der Umfrage zufolge schon einmal damit beschäftigt. Hier spielt etwa Wiedergabegerät eine Rolle sowie die Übertragungsqualität. Auch hier ist die Position der Befragten klar: 57 Prozent würden keine Einbußen bei der Qualität hinnehmen, um damit Energie zu sparen. Rund 30 Prozent würden das hinnehmen.

EU-Staaten reagieren mit Vorbehalten auf Freigabe der Impfstoff-Patente

0.42 Uhr: Der US-Vorstoß für eine Aussetzung von Patenten auf Corona-Impfstoffe trifft im Kreis der EU-Staaten auf Vorbehalte. Bei einem Abendessen in Porto hätten viele Staats- und Regierungschefs Zweifel geäußert, ob dies schnell zu einer besseren Versorgung der Welt mit Impfstoff führen würde, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am späten Freitagabend aus EU-Kreisen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich entschieden gegen die Freigabe der Patente gewandt. Dabei habe sie auch das Argument angeführt, dass Fachwissen über die neuartigen mRNA-Impfstoffe an China abfließen könnte. Die Volksrepublik könne dieses Knowhow leichter nutzen als Entwicklungsländer.

Der Vorschlag der Regierung von US-Präsident Joe Biden sei wenig konkret und möglicherweise taktisch, berichtete ein EU-Vertreter aus den Gesprächen. Die Initiative solle womöglich verdecken, dass Europa die einzige demokratische Region sei, die große Mengen Corona-Impfstoffe an Drittstaaten liefere. Die USA lassen nach Darstellung der EU nur sehr wenig Vakzine aus dem Land.

Corona-News von Freitag, 7. Mai: Bombendrohung gegen Impfzentren – Polizei gibt Entwarnung

  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor zu hohen Erwartungen an eine Aussetzung der Patente von Corona-Impfstoffen gewarnt. Die Corona-Beschränkungen in Griechenland werden weiter gelockert. Ab Samstag ist das Baden an Privatstränden wieder erlaubt und auch Museen dürfen in einer Woche wieder öffnen, wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten. Am 21. Mai folgt die Öffnung von Open-Air-Kinos, und eine Woche darauf sind dann auch Theaterbesuche wieder erlaubt.
  • Griechenland bereitet sich mit der schrittweisen Aufhebung der Corona-Auflagen auf die bevorstehende Urlaubssaison vor. Nach sechsmonatiger Schließung dürfen seit Montag Cafés und Restaurants ihre Gäste wieder im Freien bedienen. Nicht lebensnotwendige Geschäfte und Schulen sind bereits seit Anfang April wieder geöffnet. Lesen Sie dazu: Urlaub buchen trotz Corona – mit diesen Tipps klappt es
  • Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll in Großbritannien nur noch bei über 40-Jährigen eingesetzt werden. Die Zahl der gemeldeten schweren Thrombose-Fälle im zeitlichen Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung ist weiter gestiegen: Bis zum 30. April seien 67 Fälle einer Thrombose mit Thrombozytopenie (TTS) gemeldet worden, wie unsere Redaktion aus dem neuen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) erfuhr. Vierzehn Patienten – fünf Männer und neun Frauen - seien verstorben.
  • Geimpfte und Genesene bekommen ihre Rechte wieder zurück: Doch einige Bevölkerungsgruppen in Deutschland haben noch gar nicht Möglichkeit, sich impfen zu lassen. So ist bisher kein Vakzin für Kinder zugelassen und Schwangere werden nur in Ausnahmefällen geimpft. Lesen Sie hier, welche Regeln für diese Gruppe gelten
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf sagte. So können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen. Lesen Sie mehr zum Thema: Sinopharm und Co.: Was können die chinesischen Impfstoffe?
  • Hamburgs rot-grüner Senat will die seit fünf Wochen zwischen 21.00 und 5.00 Uhr geltenden Ausgangsbeschränkungen aufheben. Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617.2 gilt in England nun als "besorgniserregend". Lesen Sie dazu: Indische Variante – Was Forschern Sorgen macht
  • Der US-Pharmakonzern Pfizer und sein Mainzer Partner Biontech beantragen in den USA eine vollständige Zulassung ihres Corona-Impfstoffes. Wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten, begannen sie mit dem Einreichen der notwendigen Unterlagen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA.
  • Lässt sich in Spanien beobachten, was auch Deutschland drohen könnte, wenn mehr und mehr Bundesländer die Bundes-Notbremse lockern? Das Ende des sechsmonatigen Corona-Notstands sorgt in vielen spanischen Regionen für Verwirrung. Vielerorts gab es Streit darüber, welche alten oder neuen Einschränkungen von Sonntag an noch gelten. Ärger droht auch auf den Balearen mit der Urlauberinsel Mallorca. Dort kündigten Gastwirte eine Art Aufstand gegen Pläne der Regionalregierung an. Die Zeitung "El País" sprach von "Chaos".
  • Die Stadt New York will laut Bürgermeister Bill de Blasio schon bald Impfungen für Touristen ermöglichen. Dafür sollen mobile Impfteams an beliebten Touristenattraktionen wie dem Times Square das Vakzin von Johnson & Johnson an Besucher verabreichen.
  • In deutschen Universitäten finden im laufenden Sommersemester kaum Corona-Tests oder Präsenzveranstaltungen statt.
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sieht große Probleme in der Kontrolle der Lockerungen für Genesene und Geimpfte.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat weitere Lockerungen für Geimpfte und Genesene angekündigt. Nach der Entscheidung des Bundesrats zu den Lockerungen arbeite man parallel an einer Rechtsverordnung für die Einreise von Geimpften und Genesenen nach Deutschland. Auch hier soll gelten wer das Virus nicht oder kaum noch übertragen kann, der soll von Test- und Quarantänepflicht befreit werden. "Ausnahmen gibt es für Einreisen aus Virusvarianten gebieten" sagte Spahn auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit RKI-Präsident Lothar Wieler.
  • Einen Tag nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat für Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene gestimmt.
  • In Münster ist laut Mitteilung der Stadt ein Kind an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das vier Jahre altes Mädchen starb bereits am vergangenen Samstag in einer Münsteraner Klinik.
  • Vor der nahenden Urlaubssaison will Italien die Bevölkerung seiner kleinen Mittelmeerinseln coronafrei bekommen. Ab Freitag sollen Massenimpfungen gegen Covid-19 auf Capraia, südwestlich der toskanischen Stadt Livorno, und den Äolischen Inseln, nordwestlich der sizilianischen Stadt Messina, beginnen, wie aus dem Plan des außerordentlichen Kommissars für den Corona-Notfall hervorgeht. Insgesamt will die Regierung Menschen auf etwa dreißig dieser kleineren Inseln impfen.
  • Der Musiker Jan Delay (45) hat seine Fans aufgerufen, Corona-Regeln einzuhalten, damit es bald wieder Leben auf den Bühnen und in den Clubs geben kann. Am Donnerstagabend stand er erstmals seit eineinhalb Jahren wieder auf der Bühne. In dem per Live-Stream übertragenen Konzert sang er auch sein Lied "St. Pauli", in dem es heißt: "Auf St. Pauli brennt noch Licht, da ist noch lange noch nicht Schicht."
  • Lockerungen für Geimpfte und Genesene, und zwar ab sofort - so wollen es Bundesregierung und Bundestag. Heute soll auch der Bundesrat zustimmen. Der Deutsche Landkreistag hat davor gewarnt, die kommunalen Impfzentren infrage zu stellen. "Die Impfzentren spielen neben den niedergelassenen Ärzten eine zentrale Rolle. Sie dürfen nicht ausgebremst werden", sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager dieser Redaktion.

Corona-News von Donnerstag, 6. Mai: 400.000 Geräte im "Warteraum" – Impf-Ansturm in SH

  • Die Zahl der Corona-Toten weltweit dürfte laut einer Schätzung des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) fast doppelt so hoch liegen wie bislang erfasst. Das Institut geht davon aus, dass fast 6,9 Millionen Menschen an Covid-19 gestorben sind.
  • Noch dürfen Betriebsärzte nicht in Unternehmen gegen Corona impfen. Arbeitnehmer sind deshalb auf Termine bei ihren Hausärzten oder in Impfzentren angewiesen. Oft wird ihnen dabei ein Termin zugewiesen – nicht selten auch werktags. Welche Rechte haben die Beschäftigten?
  • Bund und Länder wollen mögliche Corona-Impfungen für Kinder im Alter über 12 Jahren während der Sommerferien vorbereiten. Stand heute sei eine EU-Zulassung des bisher ab 16 Jahre freigegebenen Biontech-Impfstoffs für 12- bis 15-Jährige im Juni wahrscheinlich, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin nach Beratungen mit seinen Länder-Kollegen.
  • Die Menschen in Deutschland können sich in ihrer Arztpraxis künftig ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen.
  • Eine Mehrheit der Deutschen ist gegen sofortige Lockerungen der Corona-Vorschriften für Geimpfte und Genesene. Laut dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-"Deutschlandtrend" finden es 40 Prozent der Deutschen grundsätzlich falsch, wenn Geimpfte oder Genesene von Einschränkungen befreit werden.
  • Deutsche Pharma-Firmen lehnen es ab, Impfstoffpatente vorübergehend freizugeben. Wie sehr helfen Impfungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus? Das Robert Koch-Institut bewertet Vakzine außerordentlich positiv. "Die Effektivität der Covid-19-Impfung liegt nach vollständiger Impfserie zwischen 80 und 90 Prozent", schreibt das RKI am Donnerstag auf Twitter.
  • Impfwillige in Deutschland sollen sich nach einem Vorschlag der Bundesregierung künftig ohne die gültige Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen können.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) befürwortet zunächst weiter eine bevorzugte Impfung besonders gefährdeter Gruppen gegen Covid-19.
  • Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat in Aussicht gestellt, dass an sämtlichen Berliner Teststellen bald ein digitaler Testnachweis angeboten wird. Die digitale Variante sei auch ein zentrales Projekt auf Bundesebene.
  • Die hohe Nachfrage nach dem Corona-Vakzin hat dem US-Impfstoffhersteller Moderna erstmals zu schwarzen Zahlen verholfen.
  • Für vollständig Geimpfte und genesene Menschen sollen zahlreiche Corona-Beschränkungen entfallen. Der Bundestag billigte am Donnerstag eine entsprechende Verordnung der Bundesregierung mit großer Mehrheit.
  • Biontech/Pfizer hat sich bereit erklärt, Corona-Impfstoff für die Teilnehmer der olympischen Sommerspiele in Tokio zu spenden.
  • Reisende aus Israel können künftig wieder leichter in die Europäische Union einreisen.
  • Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), hat die US-Regierung aufgefordert, nach ihrem Vorstoß für eine Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoff auch die amerikanischen Exportverbote für die Vakzine unverzüglich aufzuheben.
  • In der Debatte um eine globale Aufhebung von Patenten für Corona-Impfstoffe hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Ziel von Produktionssteigerungen unterstützt.
  • In Indien ist ein weltweiter Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen erfasst worden. Es wurden mehr als 412.000 Fälle in den vergangenen 24 Stunden gemeldet, wie Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag zeigten.
  • Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat dazu aufgerufen, das Hauptaugenmerk bei Corona in den kommenden Wochen auf die weitere Reduzierung der Neuinfektionen zu legen - auch mit Blick etwa auf Schwangere ohne Impfmöglichkeit.
  • Die EU hat sich offen für Gespräche über eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe gezeigt.
  • Impfstoff "made in Germany": Davon gibt es jetzt immer mehr. In den Startlöchern für eine Zulassung steht etwa das Tübinger Unternehmen CureVac. Welche Vakzine sonst noch hierzulande produziert werden und an welchen Standorten dies geschieht, lesen Sie hier.
  • In den einzelnen Bundesländern ist unterschiedlich viel Impfstoff übrig. In NRW etwa liegen noch 48 Prozent des bereits gelieferten Vakzins von Moderna auf Halde. Diese Mengen werden teilweise von den Ländern zurückgehalten, um Zweitimpfungen sicherzustellen.
  • Die Brüsseler EU-Kommission verteidigt, dass für den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer künftig ein höherer Preis gezahlt werden soll.
  • Die netzpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion, Anke Domscheit-Berg, warnt vor Sicherheitslücken im Verschlüsselungssystem des europäischen digitalen Impfnachweises.
  • Angesichts der geplanten Freiheiten für Geimpfte fordert der Deutsche Städtetag jetzt auch mehr Lockerungen für negativ Getestete.

Corona-News von Mittwoch, 5. Mai: Spahn will für Astrazeneca Priorisierung aufheben

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca die Priorisierung sofort aufheben.
  • Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe.
  • Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt.
  • In Kanada darf der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer nun auch 12- bis 15-Jährigen verabreicht werden.
  • Schleswig-Holstein öffnet für Geimpfte und Genesene ab 17. Mai den Tourismus.
  • Der Deutsche Ethikrat kritisiert das vom Bundeskabinett beschlossene Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche. Die zwei Milliarden würden nicht ausreichen, sagte Alena Buyx, Vorsitzende des Ethikrates, dieser Redaktion.
  • Die Bundesregierung hat die Bürger davor gewarnt, sich gefälschte Impfpässe zu beschaffen, um so vorzeitig in den Genuss von Erleichterungen etwa bei Kontaktbegrenzungen oder bei Urlaubsreisen zu kommen.
  • Das Gesundheitsministerium soll zur Beschaffung von Corona-Impfstoff weitere 3,8 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt bekommen.
  • Die bundesweit verbindlichen Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen bei hohem Infektionsgeschehen zeigen aus Sicht der Bundesregierung Wirkung.
  • Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hält es einer Umfrage zufolge für angemessen, wenn in der Corona-Pandemie bundesweit mobile Impfbusse in sozialen Brennpunkten zum Einsatz kommen.
  • Die Bundesregierung hat das Aufholpaket für Kinder und Jugendliche zur Unterstützung sozial schwacher Familien in der Corona-Krise auf den Weg gebracht.
  • In vielen Bundesländern dürfen sich Angehörige der Priorisierungsgruppe drei für die Corona-Impfung anmelden - alleine aufgrund ihres Alters sind das bundesweit mehr als zehn Millionen Menschen.
  • Deutschland hat mit 150.000 verabreichten Dosen einen Tagesrekord bei den wichtigen Zweitimpfungen aufgestellt.
  • Auf den Intensivstationen, wo positive Entwicklungen erst mit einiger Verspätungen spürbar werden, scheint sich die Lage langsam zu stabilisieren.
  • Datenschützer sehen Fotos von Impfpässen, die etwa aus Freude über Corona-Schutzimpfungen auf sozialen Netzwerken und in Chats geteilt werden, mit Sorge. "Wenn geimpfte Personen ein Foto ihres Impfpasses im Internet veröffentlichen, dann kann das Kriminellen als Vorlage dienen", sagte der Hamburgische Datenschutzbeauftragte, Johannes Caspar.
  • Indien hat an einem Tag mit 3780 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Land so viele erfasst wie nie zuvor.
  • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dringt auf weitere Finanzhilfen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wegen der Corona-Krise für dieses Jahr.
  • Um das Impftempo in Deutschland zu beschleunigen, fordert der Deutsche Hausärzteverband Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte, die pro Ampulle sieben statt sechs Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer nutzen wollen. "Es kann nicht sein, dass täglich in Deutschland Impfdosen weggeworfen werden", sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt unserer Redaktion.

Corona-News von Dienstag, 4. Mai: Biden ruft 20- bis 30-Jährige zum Impfen auf

  • US-Präsident Joe Biden hat neue Ziele für das amerikanische Corona-Impfprogramm herausgegeben und wandte sich ausdrücklich an die 20- und 30-Jährigen, von denen viele glaubten, sie benötigten keine Impfung. Nach Regierungsgaben ist die Impfung gegenwärtig bei etwa 105 Millionen der 328 Millionen US-Bürger abgeschlossen.
  • Die Virologin Sandra Ciesek hält Impfungen auch für Covid-19-Genesene für sinnvoll. Für alle anderen sei vor allen die zweite Impf-Dosis entscheidend, sagte sie im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".
  • Die Luftwaffe fliegt am Mittwoch eine Anlage zur Herstellung von Sauerstoff in das schwer von der Corona-Pandemie getroffene Indien. Den Krankenhäusern in Indien geht wegen der steigenden Zahl an Corona-Patienten der medizinische Sauerstoff aus.
  • FDP-Chef Christian Lindner fordert als Reaktion auf die Entwicklung bei den Corona-Infektionen weitergehende Lockerungen auch für Menschen mit einem Negativtest.
  • Bis Anfang Juli sollen nach dem Willen der US-Regierung rund 70 Prozent aller rund 260 Millionen Erwachsenen im Land mindestens die erste Corona-Impfung erhalten haben. Dies sei Präsident Joe Bidens neues Ziel, erklärte das Weiße Haus am Dienstag.
  • In Brandenburg können sich Erwachsene unter 60 Jahren in Arztpraxen ab sofort mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Brandenburger Impfkabinett habe dies gebilligt, teilte das Innenministerium mit.
  • Ein Viertel aller Einwohner der Europäischen Union ist inzwischen einmal gegen das Coronavirus geimpft - und das Impftempo nehme zu, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Im Juli würden ausreichend Impfdosen vorhanden sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen, kündigte von der Leyen an.
  • Italien will nach Angaben von Ministerpräsident Mario Draghi ab Mitte Mai wieder ausländische Touristen ins Land lassen. Mit einem italienischen Gesundheitspass sollen Urlauber aus dem Ausland dann auch zwischen den verschiedenen italienischen Regionen reisen können, sagt Draghi nach einem Treffen der G20-Tourismusminister.
  • Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder in den vergangenen sechs Monaten eine Infektion überstanden haben, sind künftig im Bundesland Bremen von allen Testpflichten ausgenommen. Eine entsprechende Regelung beschloss der Senat am Dienstag.
  • Angesichts weiterhin niedriger Corona-Neuinfektionen hält die britische Regierung an ihrem Zeitplan für Lockerungen fest. Damit werden voraussichtlich wie geplant am 17. Mai weitere Restriktionen aufgehoben: Dann dürfen Restaurants und Pubs auch ihre Innenräume öffnen, außerdem sind Auslandsreisen wieder erlaubt.
  • Die Corona-Pandemie bringt die Planung des großen Terrorprozesses gegen die mutmaßlich rechtsextremistische "Gruppe S." in Stuttgart ordentlich durcheinander. Zum zweiten Mal sind Verhandlungstermine des Oberlandesgerichts auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Stammheim abgesagt worden, weil sich Häftlinge angesteckt haben.
  • Im Ringen um den Schutz von Unternehmen vor Insolvenzen wegen der Corona-Krise sieht die SPD kaum noch Chancen auf eine Einigung. CDU und CSU betrieben "scheinheilige Ablenkungsmanöver", wollten die erneute Sonderregelung aber offenkundig nicht.
  • Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat sich für unbürokratische Lockerungen bei Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. "Es geht ja bei allen Maßnahmen auch darum, dass man eine Akzeptanz hat für die ganzen Sachen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin.
  • Hohe Kosten für PCR-Coronatests sind dem Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) in Genf ein Dorn im Auge. IATA-Chef Willie Walsh sprach am Dienstag von Geschäftemacherei. Weil viele Länder PCR-Tests für Flugreisende vorschreiben, werde das Fliegen für viele Menschen unerschwinglich.
  • Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erfreut über die Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens im Land geäußert. Es gebe "Licht am Ende des Tunnels", sagte sie nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Dienstag in Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag.
  • Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treffen vor allem Selbstständige finanziell hart. Die Kluft zwischen Menschen mit geringerem Einkommen und Gutverdienern in Deutschland hat sich nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) dadurch insgesamt etwas verringert.
  • Berlins Regierender Bürgermeister hat sich für eine bundesweite Absprache über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien ausgesprochen. "Wir werden mit Sicherheit wieder zu einer MPK zusammenkommen, denn wir müssen so etwas bundesweit abstimmen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Dienstag in Berlin.
  • Die Ärzte warnen auch als Lehre aus der Corona-Krise vor Kostendruck und einer weiteren Kommerzialisierung im deutschen Gesundheitswesen. "Erst kommt der Patient und dann der Profit. Das muss sich endlich in das kollektive Gedächtnis einbrennen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, am Dienstag beim Deutschen Ärztetag.
  • In Berlins sozialen Brennpunkten soll es beim Impfen schneller vorangehen. So sollen im Lauf der nächsten Woche 10.000 Impfdosen an Stadtteilzentren in sozialen Brennpunkten oder Quartieren in schwierigen Wohnsituationen geliefert werden, wie Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, am Dienstag nach der Senatssitzung ankündigte.
  • Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise. Touristische Übernachtungen etwa in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen bleiben aber weiterhin untersagt.
  • Sachsen stellt vollständig gegen Corona geimpfte Menschen sowie Genesene ab dem 10. Mai in vielen Punkten mit negativ Getesteten gleich. Das sagte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts.
  • Die Bundesregierung hat den Weg frei gemacht für rasche Lockerungen der Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene. Das Kabinett habe eine entsprechende Verordnung am Dienstag beschlossen, sagte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD).
  • In der Europäischen Union sind inzwischen 150 Millionen Impfungen gegen Covid-19 verabreicht worden. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag auf Twitter. Das Impftempo ziehe überall in der EU an.
  • Wieder ein Dämpfer für die deutsche Impfkampagne. Laut dem "Spiegel" ist die Produktion des deutschen Impfstoff-Herstellers Curevac durch fehlende Rohstoffe akut in Gefahr, weil die US-Regierung die Ausfuhr entscheidender Materialien per Kriegswirtschaftsdekret unterbindet.
  • Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Prüfung des Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinovac eingeleitet. Zur Prüfung einer Zulassung des Vakzins CoronaVac habe ein sogenanntes rollierendes Verfahren begonnen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.
  • In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen ab kommenden Montag (10. Mai) die Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend sagte.
  • Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München ankündigte.
  • In Deutschland haben 28,7 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor (Stand: 4. Mai, 12.00 Uhr). Den vollen Impfschutz erhielten bislang gut acht Prozent der Bevölkerung.
  • Mit einem Stufenplan will Niedersachsen in Lockerungen der Corona-Beschränkungen einsteigen. Diese sollen in Städten und Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 vom kommenden Wochenende an greifen, kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag in Hannover an.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz erster Anzeichen für eine allmähliche Entspannung der Corona-Lage weiter zur Vorsicht gemahnt. Es gehe darum, jetzt diese dritte Welle zu brechen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin beim digitalen Ärztetag.
  • Die große Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge keine Bedenken wegen einer Corona-Impfung. Wie eine am Dienstag in Hamburg veröffentlichte Befragung der Techniker-Krankenkasse ergab, haben 83 Prozent keine oder eher keine Angst vor der Immunisierung. Je älter die Befragten sind, desto unbesorgter sind sie tendenziell.
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat in der Corona-Pandemie vor einer zu schnellen Öffnung von Gastronomie und Hotels für Geimpfte gewarnt. Zwar sei es "eine notwendige und gute Entscheidung", die Grundrechtseinschränkungen für Geimpfte zurückzunehmen.

Alle bisherigen Corona-News

Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

(fmg/dpa/afp)

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (2)