#fillthebottle – Das steckt hinter der Internet-Challenge

Berlin.  Zigarettenkippen sammeln, in eine leere Flasche füllen, Fotos posten. Was in Frankreich als Aktion begonnen hat, kommt nun auch zu uns.

Till Neumann von der Band Zweierpasch aus Baden-Württemberg mit einer Plastikflasche voller Zigarettenstummel. Gestartet ist der Netz-Trend in Frankreich.

Till Neumann von der Band Zweierpasch aus Baden-Württemberg mit einer Plastikflasche voller Zigarettenstummel. Gestartet ist der Netz-Trend in Frankreich.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Noch einmal an der Zigarette ziehen – und schon fliegt der Stummel durch die Luft und landet auf dem Boden. Weltweit verschmutzen unzählige Filter die Natur. Und sie brauchen lange, bis sie abgebaut sind: Bis zu 10 Jahre liegen die Zigarettenkippen herum, bevor sie verrotten.

Eine Aktion im Netz soll da nun für Sauberkeit sorgen und die Umwelt von den Zigarettenstummeln befreien. Unter dem Hashtag #fillthebottle sammeln Menschen in vielen Ländern die Filter ein und werfen sie in eine leere Flasche. Ein Foto in sozialen Medien wie Instagram oder Facebook dokumentiert die Aktion.

#fillthebottle – von Paris nach Deutschland

Losgetreten hat sie der Franzose Jason Prince. Er postete Ende Juli ein Bild von einer bis oben mit Zigarettenstummeln gefüllten Plastikflasche und schrieb das Wort „Bref“ dazu - französisch für „kurz gesagt“. Den Hashtag #fillthebottle (dt: Füll die Flasche) fügte erst eine Freundin hinzu, als sie das Foto repostete.

Damit war der Anfang gemacht. Und die Aktion zeigt inzwischen Wirkung. Auf Instagram etwa gibt es unter den Hashtags #fillthebottle und #fillthebottlechallenge insgesamt mehr als 3500 Einträge (Stand, Samstag, 24. August, 16 Uhr).

Bekannte Franzosen wie etwa Schauspieler Jamel Debbouze (u.a. „Die fabelhafte Welt der Amélie“) machten mit. Debbouze postete ein Foto seiner Tochter mit einer vollen Flasche.

Inzwischen ist die Netz-Aktion auch bei uns angekommen. Die Band Zweierpasch aus Baden-Württemberg hat #fillthebottle nach Deutschland gebracht. Die Zwillingsbrüder Till und Felix Neumann haben den Städten in Freiburg und Kehl schon etwa 15.000 Zigarettenstummel gesammelt.

Dass es viele Kippen auf dem Boden gibt, zeigt diese Zahl: Es habe nicht einmal 45 Minuten gedauert, seine Eineinhalb-Liter-Flasche mit Kippen zu füllen, sagt Till Neumann.

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