Wolfsburg. Das Familienbildungsprogramm der Diakonie geht weiter. Es stärkt Kinder, die in die Schule kommen. So funktioniert das Ganze.

Zwölf Kinder und ihre Familien erhielten kürzlich ihr „HIPPY-Diplom“ von Oberbürgermeister Dennis Weilmann. HIPPY steht für: Home Instruction Programm for Preschool Youngsters, was übersetzt so viel heißt wie Hausunterricht für Eltern von Vorschulkindern. Das Familienbildungsprogramm ist ein Angebot von „Pro Integration“, das zur Diakonie Wolfsburg gehört. Es richtet sich an Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren und deren Eltern. Das Programm unterstützt die Eltern dabei, ihre Kinder spielerisch auf das Lernen in der Schule vorzubereiten. Weilmann ist Schirmherr des Programms.

„Ich freue mich, hier zu sein, denn hier kann ich den Erfolg des Programms unmittelbar erleben“, wird Weilmann in einer Pressemitteilung der Diakonie zitiert. Die zwölf Absolventen hatten ein Theaterstück einstudiert: „Lisa und die Gefühle“ hieß das Stück, in dem Lisa auf die Personen „Fröhlich“, „Wütend“, „Traurig“ und „Ängstlich“ trifft, bevor sie schließlich durch die Begegnung mit „Mutig“ an Selbstvertrauen gewinnt und dann selbstbewusst verkündet: „Ich traue mich.“

Wolfsburger HIPPY-Absolventen starten nach den Sommerferien in die Schule

Für die zwölf Absolventen des HIPPY-Programms steht laut der Diakonie ein großer Schritt bevor, der ebenfalls Mut erfordert: Nach den Sommerferien geht es für sie in die Schule. „Ich freue mich sehr, dass HIPPY weitergeht und wir die Zusammenarbeit verlängern. Denn so ermöglichen wir vielen Kindern einen guten Einstieg in ihr Schulleben“, betonte Weilmann.

Die Absolventen erhielten eine Urkunde und viele Glückwünsche. Ludmilla Neuwirth, Ortsbürgermeisterin und Frau der ersten Stunde von HIPPY in Wolfsburg, überreichte die Medaillen. Vom Förderverein „Pro Integration“ gab es für jedes Kind wieder ein Schulanfänger-Buch.

HIPPY in Wolfsburg: Hausbesucherinnen arbeiten mit den Eltern

Die „HIPPY-Hausbesucherinnen“ übergaben den Kindern noch eine kleine Tüte mit Geschenken und den Müttern eine Rose als Symbol für die gemeinsam geleistete Arbeit. Denn HIPPY funktioniert so, dass Hausbesucherinnen im vertrauten Umfeld mit den Müttern oder Vätern die Geschichten, Farben, Buchstaben, den Zahlenraum und vieles mehr erarbeiten, damit diese das Wissen und das Rüstzeug für die neuen Schulanfänger direkt an die Kinder weitergeben können.

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„Einige Familien waren seit 2020 in diesem Durchlauf dabei, manche sind erst später dazugestoßen“, heißt es in der Pressemitteilung. „Alle haben viel gelernt und profitiert vom frühkindlichen Bildungsprogramm, das die kognitiven Fähigkeiten und die Sprachkompetenzen von Kindern mit Migrationsgeschichte ausbaut.“ Außer den regelmäßigen Hausbesuchen standen auch Gemeinschaftsaktivitäten auf dem Programm: ein Zoo-Besuch, eine Faschingsfeier, monatliche Spiele- und Basteltreffs, ein Besuch im Theater und das Feiern von Ostern und Zuckerfest.

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