Wolfsburg. Der Anbieter versichert, dass an der Behebung der Störung intensiv gearbeitet wird. Der Grund für die Probleme ist nicht hausgemacht.

Nichts geht mehr: Kein Internet, kein Fernsehen, kein Telefon. Für bis zu mehreren hundert Kunden von Vodafone in Wolfsburg ist das seit Montag bittere Realität. Der Anbieter arbeitet nach eigenen Angaben intensiv an der Beseitigung der Störung – und nennt einen kuriosen Grund für den Ausfall.

Kabelnetz-Störung in einem Wolfsburger Stadtteil

Betroffen von den Problemen ist nach Angaben des größten deutschen Kabelnetz-Betreibers lediglich der Rabenberg. „Dadurch ist die Internet- und Telefonnutzung bei bis zu 273 Kabelkunden gestört“, teilte der Konzernsprecher von Vodafone Deutschland am Dienstag auf eine kurzfristige Anfrage mit. Wie Volker Petendorf versicherte, handele es sich dabei um eine Störung des Kabelnetzes, „die nicht durch Vodafone, sondern durch Dritte verursacht wird“.

Vodafone Deutschland arbeitet an der Behebung der Störung in Wolfsburg. (Symbolfoto)
Vodafone Deutschland arbeitet an der Behebung der Störung in Wolfsburg. (Symbolfoto) © dpa | Federico Gambarini

In einem Teil des Netzes ist laut Sprecher seit Montag ein lokaler Rückwegstörer aktiv. „Ein Rückwegstörer – oder auch Rückkanalstörer genannt – ist in Deutschland einer der häufigsten Gründe für Störungen im Festnetz“, erklärte Petendorf. „Ursache sind meist defekte Stromkabel und Steckdosen sowie uralte, defekte oder illegal betriebene Elektrogeräte, die ein Kunde in Betrieb nimmt – ohne zu wissen, dass er damit alle seine Nachbarn empfindlich stört. Sobald dieses Gerät in Betrieb ist, sendet es Störsignale, durch die dann die Internet- und Telefonnutzung in dem betroffenen Bereich des Kabelnetzes lokal eingeschränkt ist – bis hin zum Totalausfall.“

Netzbetreiber Vodafone sucht am Rabenberg nach der Internet-Störquelle

Dem Konzernsprecher zufolge ist die Eingrenzung der Störquelle trotz intensiver Messungen meist sehr zeitaufwändig, weil sie nur schrittweise lokalisiert werden könne – und immer nur dann, wenn die Störquelle gerade aktiv sei. „Unsere Technik-Spezialisten arbeiten seit Bekanntwerden der Störung sehr intensiv an der Eingrenzung dieses Rückwegstörers. Hierzu finden bereits intensive Messungen und Vor-Ort-Analysen im gesamten Kabelstrang und in einzelnen Häusern statt. Durch unsere sehr aufwändige Suche nach dem Rückwegstörer konnte die Störquelle bereits eng eingegrenzt werden.“

Petendorf kündigte an: „Sobald die genaue Störquelle innerhalb der in Frage kommenden Objekte ermittelt ist, werden wir dafür sorgen, dass der Verursacher diese entfernt. Dieses ist für den heutigen Dienstagabend oder spätestens morgigen Mittwoch geplant. Gelingt dieses Vorhaben nicht, wird diese Störquelle unschädlich gemacht – etwa durch bauliche Maßnahmen, bei denen der Verursacher vom Kabelnetz dauerhaft abgetrennt wird.“

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