Lebenstedt. Die „Seelenstürmer“, „Klinikdrachen“ oder „Eiskalte Eltern“ waren auf dem Salzgittersee am Start. Was so ein Drachenbootrennen ausmacht.

Spannende Momente erlebte das Publikum am Salzgittersee, als der Helios-Drachenbootcup mit 20 Teams in Zehner-Besetzung und acht Mannschaften mit 20 Paddlern an den Start ging. Veranstalter ist hier die Gesellschaft Bäder, Sport und Freizeit Salzgitter. Was für Nichtkenner einen absolut professionellen Eindruck macht, hat viel mit spontanen Aktionen, zumindest bei den Bootsteams, zu tun.

Torsten Tinnemann, der beim Team der Gastgeber mit im Boot saß, sagte schmunzelnd: „Wir haben nur ein einziges Mal trainiert – und wir haben auch einen Neuling mit an Bord.“ Das war Jessica Manthey, die sich spontan bereit erklärt hatte, mitzumachen: „Ich habe zuvor noch niemals ein Paddel in der Hand gehabt“, sagte sie. Das Team trat als die „Chlorreichen Zehn“ an. Ebenso witzig und originell waren unter anderem die „Seelenstürmer“, „Klinikdrachen“ oder „Eiskalte Eltern“.

Bekannt für besondere Kostüme ist übrigens das Unternehmen MAN, dessen Mitarbeiter sich diesmal als „MAN-Ananas“ an den Start wagten. Voraussetzungen, um am Drachenbootrennen teilnehmen zu können, gibt es eigentlich nur eine: Die Frauenquote muss erfüllt sein. „Das haben wir auf jeden Fall“, berichtete Nadine Lanz von den Bäderbetrieben, „denn wir legen mit vier Männern und sechs Frauen los – plus einer Trommlerin.“

Die Trommler gehören übrigens auf jedes Boot, denn sie geben den Takt vor und treiben ihre Paddler an und machen Mut. Denn wenn die Drachenboote erst einmal Fahrt aufgenommen haben, geht es um die Zeit, die natürlich auf der kurzen Strecke über Sieg oder Niederlage entscheidet. Die Zehner-Boote hatten 200 Meter bis zur Ziellinie, die Zwanziger 250 Meter. Oftmals waren es Sekunden, die die Gruppen voneinander trennten.

Drachenbootrennen auf dem Salzgittersee: Wer ist am Ende am schnellsten?

Am Rand feuerten die Zuschauer ihre Teams an. Auf der Wiese genoss das Publikum die Atmosphäre, so wie Peter Scheer, der aus Helmstedt zum Drachenbootrennen kam. „Es sieht einfach interessant aus. Und wie die Mannschaften den Takt halten, ist faszinierend“, schwärmte Scheer.

Um die Gewinner zu ermitteln, musste jede Mannschaft dreimal an den Start gehen. Torsten Tinnemann: „Wenn sich die beiden Besten qualifiziert haben, kommt das Endrennen“. Diese spannenden Momente wollte auch Carsten Stein aus Salzgitter-Bad mit seiner Familie erleben und sagte: „Ich finde diesen sportlichen Ehrgeiz toll“.

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Gewinner des 16. Drachenbootcups: Im Zehner-Rennen hatte die Mannschaft der „Drachenwölfe“ mit einer Zeit von 1:05,82 Minuten auf 200 Meter die Nase vorn. Sieger des Zwanziger-Rennens: Hier war das Team „Klinikdrachen“ mit einer Zeit von 1:10,56 Minuten auf 250 Meter am schnellsten. hhl

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