Salzgitter. Ministerpräsident Weil würdigt das Engagement. Die Schule gehört zu den sechs Siegern in Niedersachsen und erhält einen Geldpreis.

Mehr als 130 Bewerbungen und Vorschläge waren für den Niedersächsischen Integrationspreis 2024 eingegangen. Am Dienstag hat Ministerpräsident Stephan Weil gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, dem Bündnis „Niedersach­sen packt an“ und dem Landessportbund Niedersachsen die Preisträgerinnen und Preisträger bekannt gegeben. Das Motto lautete „Stärkung von Demokratie und Zusammenhalt“. Der Preis ist mit insgesamt 24.000 Euro (4 x 6000 Euro) dotiert. Außerdem gibt es zwei Sonderpreise (ebenfalls jeweils 6000 Euro).

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Zu den vier Hauptpreisträgern gehört als einziges Projekt in unserer Region das Gymnasium Salzgitter-Bad. In einer Pressemitteilung erläutert die Staatskanzlei: „Das Gymnasium hat für die Integrationsarbeit ein aus Haupt- und Ehrenamtlichen bestehendes multiprofessionelles Team gebildet. Die Ziele bestehen darin, die Bildungschancen zu verbessern, Begegnungsräume zu schaffen und die Demokratie sowie Mitbestimmung durch die Schülerinnen und Schüler zu fördern.“

Schüler des Gymnasiums Salzgitter-Bad engagieren sich

Initiiert wurde das Projekt demnach von ehrenamtlich engagierten Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften, die vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine geflüchteten Menschen helfen wollten. Zum Angebot gehören zum Beispiel Sprachförderung im DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache) ab Jahrgang 5 und internationale Mittagspausen an vier Tagen pro Woche, die als interkultureller Begegnungsraum dienen. Das Projekt wird ehrenamtlich von Schülerinnen und Schülern durchgeführt und durch eine ehemalige Schülerin im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) betreut. Eine Ausweitung des Projekts auf die Grundschule ist geplant.

„Mit den Schul-Integrationslotsen existiert am Gymnasium Salzgitter-Bad zudem ein regionales Pilotprojekt, in dem Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 10/11 ausgebildet werden, um neu zugewanderte Kinder und Jugendliche im Schulalltag zu begleiten und als Kulturvermittler tätig zu werden“, so die Staatskanzlei. „Darüber hinaus werden auch Eltern ausgebildet, um Familien zu beraten und die Lehrkräfte zu unterstützen. Grundlage hierfür ist eine Schulung, in deren Rahmen die Werte der Bundesrepublik Deutschland thematisiert werden und die Teilnehmenden sich aktiv dazu bereiterklären, sich für diese einzusetzen.“

Die Gewinner des Niedersächsischen Integrationspreises

Weitere Preisträger: Verein „Point of Smile – interdisziplinäre Kunst und Kultur“ in Barsinghausen (Region Hannover), Verein „Peer-Leader-International“ in Ostrhauderfehn (Landkreis Leer) und das
Mehrgenerationenhaus Burgdorf (Region Hannover). Sonderpreise gingen an HAWK plus (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Landkreis Hildesheim) und den Verein Yamakawa Karate in Hameln (Landkreis Hameln-Pyrmont).

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