Peine. Mit seinen 300 Mitgliedern boomt der Surfclub – und das liegt auch an dieser faszinierenden Sportart – so kann jeder das Surfen lernen.

Liebevoll nennen die Mitglieder ihr Vereinsgelände „Honeybeach“. Das Revier der Windsurfer liegt idyllisch in einer grünen Lunge mit dem Handorfer See. Gegründet hat sich der Surf-Club Peine 1984, er feiert sein 40-jähriges Bestehen mit einer Clubregatta auf dem heimischen See im September. Seit einiger Zeit herrscht ein Surf-Boom, der dem Club rund 300 Mitglieder beschert.

„Angefangen hat alles am Eixer See“, erinnert sich Alexander Gley, Pressewart des Clubs. Der Wind ist heute allerdings lau. Der Blick auf die vergangenen Jahre zeigt bei den Mitgliedern ein Anstieg an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Seit 1988 wird auf dem ehemaligen Kies-Teich in Handorf gesurft. „Nachdem 1995 die Stadt Peine entschied, das von uns gepachtete Gelände nicht zu verkaufen, beschlossen wir, unsere Rücklagen in den Bau des Clubhauses zu investieren. Ende 1997 war es dann soweit – das Haus wurde errichtet, und in den folgenden Jahren erfolgte schließlich der Innenausbau,“ blickt Gley zurück, der seit mehr als 30 Jahren auf dem Surfbrett steht. Der Club soll Anlaufpunkt für alle aktiven Windsurfer, Windsurffoiler, Wingfoiler und Stand-Up-Paddler sowie für alle Interessierten und Förderer dieser Natursportarten sein. Basisgedanke für alle Surfer: Im Vordergrund steht der Spaß und der gemeinsame Sport auf dem Wasser mit Gleichgesinnten.

Surfclub – Ritt auf der Welle

„Jedes Mitglied kann den Handorfer See ganzjährig zum Windsurfen, Foilen und Stand-Up-Paddeln nutzen. Allerdings ist das Baden und Schwimmen nicht erlaubt“, erklärt Alexander Gley und betont, dass in der Saison von Anfang Mai bis Anfang Oktober (fast) jeden Freitag von 16 bis 19 Uhr das Freitagstraining stattfindet. Hier kann das Vereinsmaterial, das in einem großen Container gelagert wird, genutzt und unter Anleitung geübt werden. Das sei der erste Schritt zum Windsurfer, meint der Pressewart und ergänzt: „Die Bedingungen des Teiches sind sehr gut, vor allem wenn Westwinde herrschen“. Für das Training der Anfänger steht das Material wie Brett, Anzug und Schuhe (beides aus Neopren) sowie Segel zur Verfügung. Geboten wird zudem auch die neue Sportart „StandUp-Paddling“.

Für die Materialpflege ist Dietmar Schimming zuständig – hier im Vereinsschuppen. 
Für die Materialpflege ist Dietmar Schimming zuständig – hier im Vereinsschuppen.  © FMN | Udo Starke

Spaß macht laut Alexander Gley der Ritt auf der Welle. „Fortgeschrittene und Anfänger sind auf dem Teich, wenn der Wind stimmt. Dann kommt man mit dem Brett ins Gleiten, hebt vorn leicht ab und reitet so auf der Bugwelle. Man kann dabei eine Geschwindigkeit von etwa 30 Stundenkilometer erreichen“, fügt er hinzu. So entstehe ein Freiheitsgefühl auf dem Wasser. Davon werde man gepackt und verliebt sich in den dynamischen Sport. Grundvoraussetzung sei vor allem ein gutes Gleichgewicht. Das könne man mit speziellen Übungen erlernen. Wer es von Beginn an mitbringe, umso besser sei es. Zu einer eigenen Grundausstattung gehören ein Brett, ein Rigg (Segel mit Gabelbaum) und ein Neoprenanzug. Kostenpunkt der Erstausrüstung beläuft sich zwischen 1000 bis 2000 Euro. Vor allem, und das ist wichtig, muss man kein Muskelprotz sein, um ein guter Surfer zu werden – vielmehr macht einen guten Windsurfer die Technik aus sowie die motorischen Fähigkeiten. „Aber ein bisschen sportlich sollte man schon sein“, erklärt der Experte. Und man dürfe nicht dabei nicht vergessen: Der Wind sei immer stärker.

Surfclub – das sind die Angebote

Angesagt ist zudem das Foilsurfen auf Windsurfboards. Dazu Alexander Gley: „Dabei handelt es sich um ein Brett, das bei erhöhter Geschwindigkeit über dem Wasser ,schwebt‘. Dafür braucht man einen Foil, der unterhalb am Board (Hydrofoil) befestigt wird. Dank des Tragflügels unter dem Board hebt sich das Brett schon bei geringer Geschwindigkeit komplett aus dem Wasser und gleitet mit Speed über der Wasseroberfläche.“

In der Saison, die von Anfang Mai bis Anfang Oktober läuft, treffen sich die Surf-Freaks jeden Freitag zwischen 16 und 19 Uhr zum gemeinsamen Training in Handorf (Rodeberg 2). Bei Wind auf dem Wasser, bei wenig Wind wird die Zeit zum StandUp-Paddling, Materialpflege und einfach zum Klönen genutzt. Angesagt sind zudem ein Clubmeeting im September; Kids Windsurfen Kiwi`s – am ersten oder letzten Sommerferienwochenende organisieren Jugendliche ein Surfwochenende auf Fehmarn; Frauensurfen ebenfalls ein Wochenende auf Fehmarn; neu im Programm ist SUP-Yoga.

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Übrigens: Den Mitgliedern steht das Clubhaus gegen einen Kostenbeitrag auch für private Feiern zur Verfügung. Dieses Angebot wird gern genutzt, bietet die schöne Lage doch einen einmaligen Blick von der Terrasse über den See.

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