Peine. Der Kreiselternrat für Kindertagesstätten versteht sich als „Sprachrohr“ aller Eltern, deren Kinder in eine Betreuungseinrichtung gehen.

Zufälle gibt es: Ausgerechnet in der Gemeinde Vechelde hat sich der Kreiselternrat (KER) für Kindertagesstätten (Kitas) getroffen – ausgerechnet in der Ostkreiskommune, in der es seit Monaten unüberhörbar Probleme mit der Kinderbetreuung in (kommunalen) Kitas gibt. Obwohl dieses Dilemma, das aufgrund des Personalmangels nicht nur Vechelde betrifft, kein Thema auf der Tagesordnung gewesen ist, beschäftigen die Betreuungsprobleme auch den KER.

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Nach den Informationen des Kita-Kreiselternrats fehlen in der Stadt Peine aktuell 245 Kindergarten- und 157 Krippenplätze, in der Gemeinde Ilsede rund 200 Kindergartenplätze (genügend Krippenplätze). Trotz dieser kritischen Zahlen für Peine lobt Sylvia Schulze-Ripken als Vorsitzende des Kita-Stadtelternrats die Situation in Peine, in der zur Problemlösung „alle Beteiligten – Kita-Träger wie die Stadt, Kita-Beschäftigte sowie Eltern – gemeinsam zum Wohle der Kinder zusammenarbeiten“. Die Gespräche fänden „auf Augenhöhe statt“, die Stadtverwaltung begrüße ausdrücklich die Bildung des Peiner Kita-Elternrats. Die Schwierigkeiten ließen sich nur in Einigkeit in den Griff bekommen, das sei allen Beteiligten klar.

Kita-Kreiselternrat im Kreis Peine möchte „Informationsfluss verbessern“

Rechtlich gesehen sind zwar die Kita-Gemeindeelternräte für die Kindertagesstätten in ihrer jeweiligen Kommune zuständig: Da sich der Kita-Kreiselternrat aber als „Sprachrohr“ für die Gemeinde-Elternräte sieht, geht es bei ihm auch um Kindertagesstätten (Kindergärten/Krippen), ebenso wie um Horte (Betreuung von Grundschulkindern nach Schulschluss) und die Tagesmutter-Betreuung – in allen Fällen will der Kita-Kreiselternrat den Eltern/Kindern eine „Stimme“ geben etwa auf Kreisebene. Vor diesem Hintergrund lobt die KER-Vorsitzende Stefanie Weiß aus Clauen (Gemeinde Hohenhameln) ausdrücklich den Plan, dem Kita-Kreiselternrat im Jugendhilfeausschuss des Kreistags einen Sitz einzuräumen.

Kindertagesstätten sind Aufgabe des Landkreises, gegen Bezahlung hat er sie aber an die Stadt/Gemeinden im Kreisgebiet abgegeben. „Bei vielen Dingen fehlt es jedoch an einer durchgängigen Kommunikation“, meint Stephanie Weiß mit Blick auf das Thema Kinderbetreuung – Leidtragende seien dabei die Eltern/Kinder. Aus dem Grunde will der KER auch für einen besseren Informationsfluss sorgen.

Kita-Kreiselternrat im Kreis Peine: Wo noch Gemeinde-Elternräte gegründet werden sollen

Dem KER gehören Vertreter aller Kita-Gemeindeelternräte (GER) an: In Edemissen und Wendeburg fehlt ein GER – das soll sich aber laut KER ändern. Kontakt zum Kita-Kreiselternrat: ker.kita.peine@gmail.com per Mail.

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