Sierße. Auf dem Sierßer Sportplatz werden 20 bis 30 Renndrohnen-Piloten erwartet. Das ist am Wochenende zu sehen.

Der Name ist Programm: Das Team „JÜHHH“ macht am Wochenende zusammen mit der Sparte „TSV Drone Racing“ des TSV Sierße-Wahle gemeinsame Sache. „JÜHHH“, das steht für das hohe, fast kreischende Surren der Drohnen. „Du musst ein bisschen JÜHHH machen, das heißt in der Sprache der Drohnen-Rennflieger ‚Du musst ein bisschen Gas geben‘“, sagt Oliver Michael, Leiter der noch jungen Sparte des Vereins und leidenschaftlicher Drohnen-Pilot.

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Bei den acht Rennen, an denen er im vergangenen Jahr teilgenommen hat, habe er viele Kontakte knüpfen können, berichtet er. Unter anderem zu den „Aircrashern“, die im Süden Deutschlands Drohnenrennen organisieren. So sei die Idee entstanden, gemeinsam ein Rennen auf die Beine zu stellen, im Norden, in Sierße: Die Renntage auf dem Sierßer Sportplatz finden von Freitag, 31. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, statt.

Drohnenrennen in Sierße: Vier Rennen sind geplant

Vier Rennen werden ausgetragen, sagt Oliver Michael, der für den Veranstalter „Aircrasher“ die Organisation übernimmt. Seit 2017 veranstalten die „Aircrasher“ Rennen in der Luft mit Quadrocoptern, gehören nach eigener Aussage mittlerweile zu den größten Veranstaltern Deutschlands und bieten unter professioneller Leitung jegliche Rennen im First-Person-View-Sport an, diese Abkürzung steht für Fliegen einer Drohne mit Videobrille.

Die ersten Drohnenrennen fanden 2016 statt, seither wächst die Szene stetig. Auch die im Dezember 2022 gegründete Sparte ist größer geworden. „Wir haben jetzt 18 Mitglieder“, sagt Oliver Michael. Bei den Rennen in Sierße wird er auch starten. „Wir erwarten 20 bis 30 Piloten aus Deutschland und dem nahen Ausland, also Holland und Polen“, berichtet er weiter. Insgesamt sind vier Rennen geplant, darunter das Qualifikationsrennen für die deutsche Nationalmannschaft. „Wer sich qualifiziert, fliegt mit dem Team Deutschland nach Hangzhou in China. Dort wird die Weltmeisterschaft ausgetragen.“

Drohnenrennen in Sierße: Rennen für die Europäische Liga

Bei einem weiteren Rennen können die Piloten in Sierße für die Weltrangliste Punkte sammeln. Der Parcours, der geflogen werden muss, ist weltweit identisch ( MulitGP). Und auch eine Premiere steht an: Erstmals gibt es ein Rennen für die europäische Liga. „Dabei gehen zum ersten Mal in Europa Drohnen an den Start, die etwas größer sind als die üblichen Renndrohnen“, erklärt Oliver Michael.

Drohnenrennen auf einen Blick

Die Drohnen-Renntage der Sparte Drohnenracing des TSV Sierße-Wahle finden von Freitag, 31. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, auf dem Sportplatz an der Straße „Hinter der Bahn“ in Sierße statt. Am Freitag sind die Piloten von 16 bis 20 Uhr beim Training zu beobachten, am Samstag und Sonntag werden Rennen geflogen, am Samstag von 10 bis 17 Uhr Qualifikationen, von 17 bis 19 Uhr Rennen für die Europäische Liga und am Samstag von 9 bis 17 Uhr wiederum Qualifikationsrennen.

Der Eintritt ist frei, es gibt Getränke und Gegrilltes.

Einen weiteren Renntag gibt es in Sierße am Samstag, 22. Juni.

Weitere Informationen auf der Seite des TSV Sierße-Wahle: www.tsv-siersse-wahle.de

Drohnenrennen in Sierße: Tempo, Action, Präzision

Tempo, Action, Präzision und Nervenkitzel – darum geht es bei Drohnen-Rennen, die auch gerne als „Formel 1 der Lüfte“ bezeichnet werden. Im vergangenen Jahr fand in Sierße das erste Drohnenrennen statt.

Das Sierßer Racing Team neben und vor einem der Tore, die bei den Rennen zu durchfliegen sind.
Das Sierßer Racing Team neben und vor einem der Tore, die bei den Rennen zu durchfliegen sind. © FMN | Oliver Michael

Die schnellsten Piloten können in weniger als zwei Sekunden von Null auf Tempo 100 beschleunigen und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 140 km/h erreichen. Im Parcours – er führt durch Tore und Doppeltore und um Fahnen herum – sind die Drohnen mit Geschwindigkeiten bis zu Tempo 80 / 90 unterwegs. Doch es geht nicht nur um Schnelligkeit: Die Strecke mit all ihren Hindernissen muss korrekt geflogen werden. Falls sich jemand verfliegt, geben bunte Markierungshauben im Gras Hinweise zur Richtung.

Drohnenrennen in Sierße

Gelenkt werden die Drohnen per Fernsteuerung. Jede Drohne ist mit einer kleinen Kamera versehen, die über eine Videobrille Bilder in Echtzeit zu den Piloten sendet. Für die Zuschauer werden Monitore aufgebaut, auf welche die Live-Bilder der Drohnen ebenfalls übertragen werden. Das heißt, der Zuschauer fliegt quasi mit und sieht dasselbe wie der Pilot der Renndrohne.

Oliver Michael, Drohnen-Pilot.

„Bei uns in Sierße gehen zum ersten Mal in Europa Drohnen an den Start, die etwas größer sind als die üblichen Renndrohnen.“

Oliver Michael

Aus Sicherheitsgründen trennt ein zwei Meter hohes Netz die Flugstrecke vom Bereich der Piloten ab.

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