Peine. Die Wärme führt schon jetzt zu Spitzenabnahmen – so früh wie noch nie. Was jeder Einzelne tun kann, um sparsam mit Wasser umzugehen.


So früh im Jahr wie noch nie meldet der Wasserverband Peine derzeit Spitzenabnahmen beim Trinkwasser: Grund sind die hohen Temperaturen jenseits von 24 Grad an mehreren Tagen bereits im frühen Mai, wie der Wasserverband in einer Pressemitteilung erläutert. „Wir fahren unsere Wasserwerke an warmen Tagen bereits mit Volllast“, sagt Michael Wittemann, Technischer Leiter. „Nun kommt mit der warmen, trockenen Wetterlage und der Pflanzzeit auch wieder mehr Trinkwasser bei der Gartenbewässerung und der Pool-Befüllung zum Einsatz. Ein höherer Bedarf, den wir deutlich merken.“

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Er appelliert, bei sommerlichen Temperaturen generell sorgsam mit Trinkwasser umzugehen. „Das betrifft vor allem die Tagesspitzen am Morgen von 6 bis 9 Uhr und am Abend von 18 bis 22 Uhr“, so Wittemann. „Sonst kann es durch die Großverbraucher wie Rasensprenger und Pool-Befüllung zum Druckabfall im Netz kommen, den wir nicht kompensieren können.“

Wasserverband Peine kann nur begrenzte Menge an Trinkwasser produzieren

Auch wenn aufgrund der vielen Niederschläge seit Weihnachten die Talsperren im Harz gut gefüllt seien und sich die Grundwasserstände positiv entwickelt hätten, bedeute das nicht, dass nun Trinkwasser in unbegrenzten Mengen zur Verfügung stehe. Für den Verband gibt es Wittmann zufolge strenge Vorgaben, wie viele Kubikmeter er aus dem Grundwasserkörper fördern dürfe.

„Zusammen mit der Aufbereitungstechnik und dem Leitungsnetz sind uns so gesetzliche wie technische Grenzen gesetzt, wie viel Trinkwasser wir produzieren und zu den Menschen vor Ort weiterleiten können“, sagt er. „Deswegen können wir an heißen Sommertagen nicht mal eben mehr Menge produzieren, um höhere Spitzenabnahmen bedienen zu können.“

Die Filter in den Wasserwerken wie hier im Werk Burgdorfer Holz laufen an sommerlichen Tagen auf Hochtouren und produzieren ihre maximale Menge von 400 Kubikmetern pro Stunde.
Die Filter in den Wasserwerken wie hier im Werk Burgdorfer Holz laufen an sommerlichen Tagen auf Hochtouren und produzieren ihre maximale Menge von 400 Kubikmetern pro Stunde. © privat | Wasserverband Peine

Wasserverband Peine: Erst Mensch und Tier – und dann der Rasen

Verbraucher könnten mit einem sorgsamen, ressourcenschonenden Umgang mit Trinkwasser einen wichtigen Beitrag zur Trinkwasserversorgung leisten. Wittemann betont: „Die Nutzung als Lebensmittel sollte Vorrang haben: erst Mensch und Tier – und dann der Rasen.“ Zum Vergleich: In Deutschland nutze ein Mensch durchschnittlich 120 Liter Trinkwasser pro Tag – ein Rasensprenger benötige je nach Modell ab 600 Liter pro Stunde an aufwärts.

Bei sommerlichen Temperaturen komme es darauf an, ressourcenschonend zu wässern: auf Verdunstung achten, die Gieß-Zeit richtig wählen, nah am Boden wässern, Regenwasser nutzen. Weitere Tipps findet man unter anderem beim Umweltbundesamt: www.umweltbundesamt.de

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