Peine. Am Sonntag ist Internationaler Museumstag. Das Peiner Kreismuseum wird ausgezeichnet. So wird das Preisgeld verwendet.

Es ist eine Auszeichnung für zeitgemäße Museumsarbeit: Das Peiner Kreismuseum ist vom Museumsverband für Niedersachsen und Bremen als offizieller Auftaktort für den internationalen Museumstag am Pfingstsonntag, 19. Mai, auserwählt worden. Das Motto des Tages lautet „Museen mit Freude entdecken“ – und genau diese Möglichkeit bietet das Kreismuseum mit der aktuellen Ausstellung „Peine 800“, in der die Peiner Stadtgeschichte auf besondere Weise erzählt wird: In der Ausstellung erzählen an Hörstationen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Geschichten aus ihrem Alltag, Besucherinnen und Besucher erfahren, was die Vergangenheit mit uns heute zu tun hat, Gegenstände dürfen angefasst und eigene Geschichten geschrieben werden – auch am Pfingstsonntag.

Ihr Newsletter für Peine & Region

Kostenlosen Newsletter bestellen und täglich das Neueste aus der Region im Postfach lesen.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Hinzu kommt eine Fotoboxaktion für Familien: Kinder wie auch alle Familienangehörigen können sich aus einer bereitstehenden „Zauberkiste“ verkleiden und fotografieren, sei es als Marktfräulein, Arbeiter am Hochofen oder bunt-kreativ, mit Perücken, Krawatten und Brillen. Für das schönste Foto gibt es einen Preis: ein Nachmittag im Museum mit der Museumspädagogin.

Wie soll das Kreismuseum 2030 aufgestellt sein?

Einen Preis gibt es aber auch für das Kreismuseum: Verbunden mit der Auswahl zum Auftaktort ist eine Projektförderung (5000 Euro) von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. „Wir nutzen die Förderung für unseren Strategieprozess“, sagen Museumsleiterin Doreen Götzky und Kurator Marcus Peter. „Unser Ziel ist es herauszufinden, mit welcher inhaltlichen Ausrichtung das Museum auch zukünftig ein attraktiver Kultur- und Bildungsort für die Region Peine sein kann.“ Bei Workshops mit Experten im Museumswesen und Besuchen anderer Regionalmuseen sollen Antworten gefunden werden, wo das Kreismuseum Peine im Jahr 2030 aufgestellt sein soll und kann.

Im Blick hat das Kreismuseum Peine dabei auch weiterhin Schulklassen und Jugendliche. Für Kinder ab fünf Jahren hat das Kreismuseum in der Ausstellung „Peine 800“ eine eigene „Kinderspur“ entwickelt. Und für Schulklassen bietet das Kreismuseum eine Rallye durch die Peiner Stadtgeschichte an, die die Klasse 5c des Silberkamp-Gymnasiums mitentwickelt hat.  „Wie man Schülerinnen und Schüler für eine Ausstellung begeistert, das wissen die Jugendlichen selbst am besten und deshalb freuen wir uns, dass die Klasse 5c Lust hatte, die Rallye mit uns zu entwickeln und zu erproben“, erklärt Kurator Marcus Peter die Idee für diese ungewöhnliche Zusammenarbeit. Mit Geschichtslehrerin Bettina Gefken und den Schülerinnen und Schülern sei für alle weiterführenden Schulen im Landkreis ein gut strukturiertes und attraktives Konzept für den Museumbesuch entstanden.

Vielzahl von Herausforderungen

Viele Dinge seien bis dahin zu klären, beispielsweise auch, wie die Sammlung des Museums digitalisiert werden kann – und wer diese Aufgabe übernimmt. „Innovative Arbeit mit überschaubaren Ressourcen“ – auch das ist ein wichtiges Thema im Strategieprozess. „Wie viele regionale Museen steht auch das Kreismuseum Peine vor einer Vielzahl von Herausforderungen: Das betrifft bauliche Gegebenheiten, personelle und finanzielle Ressourcen, vor allem aber auch Anforderungen an eine zeitgemäße Konzeption sowohl der dauerhaften Sammlungspräsentation als auch der wechselnden Sonderausstellungen“, sagt Johannes Janssen, Stiftungsdirektor der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. „Mit unserer Unterstützung wollen wir den Strategieprozess befördern und eng begleiten.“

Auf einen Blick

Die Jubiläums-Ausstellung zum 800. Geburtstag der Stadt Peine im Kreismuseum an der Stederdorfer Straße 17 in Peine erzählt Geschichte und Geschichten aus dem Alltag der Menschen in Peine und der Region. In vielen Hörstationen und in Kurzfilmen kommen Peinerinnen und Peiner zu Wort. Die Ausstellung „Peine 800“ läuft noch bis 2. Juni. Sie ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am Pfingstsonntag gibt es zusätzlich eine Fotobox-Aktion. Der Eintritt ist kostenfrei.

Für Kinder gibt es eine eigene „Kinderspur“, für Schulklassen bietet das Kreismuseum eine Rallye durch die Peiner Stadtgeschichte an, und auch für Kindergärten gibt es Angebote.

Weitere Informationen wie auch Anmeldung für Schulklassen und Kindergärten per E-Mail: kreismuseum@landkreis-peine.de oder (05171) 4013408.

Unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken“ beteiligen sich am Sonntag in Niedersachsen und Bremen mehr als 100 Museen am Internationalen Museumstag. „Der Museumstag rückt die Museen in unsere Aufmerksamkeit. Der Tag bietet eine hervorragende Möglichkeit, die Vielfalt und Bedeutung unserer Museen zu entdecken und zu würdigen“, sagt Thomas Overdick, Geschäftsführer des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen.

Mehr wichtige Nachrichten aus dem Landkreis Peine lesen:

Täglich wissen, was in Peine passiert: