Königslutter. Die Seniorin war Anfang April nicht von einem Einkauf beim Bäcker zurückgekehrt. Nach ihr wurde tagelang mit einem Großaufgebot gesucht.

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Die seit Donnerstag, 4. April, vermisste 80 Jahre alte Frau aus Königslutter ist tot. Dies teilte Melanie aus dem Bruch, Sprecherin der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt, unserer Zeitung am Dienstag mit. Die Seniorin sei demnach am Montagabend, 27. Mai, gefunden worden.

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Mit einem Großaufgebot war Anfang April tagelang nach ihr gesucht worden. Sowohl professionelle Kräfte von Polizei, Feuerwehren und Hilfsorganisationen als auch private Teams hatten in einem mehrere Quadratkilometer großen Gebiet gesucht. Im Einsatz waren auch Drohnen sowie Mantrailer-Hunde. Doch ohne Ergebnis. Doch nun sei sie auf einem Feld am Elmrand aufgefunden worden, teilte aus dem Bruch mit.

Ein Landwirt hat die Vermisste aus Königslutter gefunden

Demnach habe ein Landwirt die Frau am Montag gegen 18.30 Uhr entdeckt. Zwar stehe die offizielle Identifizierung noch aus, doch laut Polizei gebe es keine Zweifel, dass es sich um die vermisste 80-Jährige handele. Darauf deuteten unverkennbare Merkmale hin. Weitere Details sollten auch aus Rücksichtnahme auf die Angehörigen aber nicht benannt werden. Diese seien noch am Montagabend informiert worden.

Vor dem Polizeirevier in Königslutter sammelten sich damals die professionellen Helfer.
Vor dem Polizeirevier in Königslutter sammelten sich damals die professionellen Helfer. © Polizei Königslutter | Privat

Der Fall der verschwundenen Seniorin hatte viel Anteilnahme und Hilfe in Königslutter hervorgerufen. Nachdem sie von einem Einkauf beim Bäcker nicht zurückgekehrt war und sich aufgrund einer Demenz-Erkrankung zeitweise wahrscheinlich in einem orientierungslosen Zustand befunden haben könnte, lief die Suche auf Hochtouren.

Großaufgebot suchte in Königslutter nach der Vermissten

Wie Melanie aus dem Bruch unserer Zeitung gegenüber bereits im April zusammengefasst hatte, „war fieberhaft nach der 80-Jährigen gesucht worden, und zwar mit einem enormen Aufwand“. Beteiligt waren Polizeikräfte aus Königslutter, Wolfsburg und Gifhorn, Kräfte der Feuerwehren Königslutter und Helmstedt, zweimal sei per Hubschrauber gesucht worden, außerdem waren viele private Teams unterwegs und auch Mantrailer, also Personenspürhunde waren im Einsatz. „Die Hunde waren mehrfach unterwegs und haben bis zur Erschöpfung gesucht“, schilderte sie damals.

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Gesucht wurde außerdem per Drohne, unter anderem durch die DRK-Kreisbereitschaft. Doch leider sollte sich kein Erfolg einstellen. „Es wurde ein riesiges Gebiet im Stadtgebiet Königslutters und im Elm inklusive der Jagd- und Schutzhütten abgesucht, bis zum Tetzelstein und auch am Kleingartenverein Driebenberg. Alles ab der Stelle am Elm, wo sie offenbar zuletzt gesehen wurde“, berichtete aus dem Bruch.

Vier Tage nach ihrem Verschwinden war die Suche nach der Königslutteranerin in Absprache mit der Familie eingestellt worden. Damals noch mit ungewissem Ausgang.

Dieser Bericht wurde erstmals am 5. April veröffentlicht und laufend aktualisiert.

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