Gifhorn. Die Samtgemeinde Meinersen plant Tempo 30 in den Ortschaften. Das war Thema in Rat Müden, denn nicht alle sind begeistert. Das ist der Grund.

Bei innerörtlichen Tempolimits prallen die Ansichten von Anwohnern und Autofahrern meist aufeinander. 50 oder 30 Kilometer pro Stunde, das ist dabei die Frage.

Samtgemeinde Meinersen will Tempo 30 in Ortschaften durchsetzen

Die Verwaltung der Samtgemeinde Meinersen plädiert für Tempo 30 auf den Hauptverkehrsstraßen in ihren Orten, wie bei der Sitzung des Gemeinderats Müden am Donnerstag bekannt gegeben wurde. Deshalb ist sie einer Initiative beigetreten, die den Bund veranlassen möchte, die derzeit geltende Rechtslage von 50 Kilometern pro Stunde Höchstgeschwindigkeit zu ändern. Die bundesweite Organisation mit dem Namen „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ hat bereits einige Pilotprojekte organisiert. Diese zielen darauf ab, die Geschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften zu reduzieren.

Durch den Beitritt, der keine Kosten nach sich zieht, gehören außer der Samtgemeinde Meinersen die Kommunen Meinersen, Müden, Hillerse und Leiferde nun zu einem Kreis von rund 1000 teilnehmenden deutschen Städten und Gemeinden.

Fördermittel für generationenübergreifende Treffpunkte

Gute Kunde für die Ratsmitglieder – und damit auch für die Müdener – gab es von der „Leader-Region Lachte-Lutter-Oker“. Diese Institution hat Fördermittel für generationenübergreifende Begegnungsflächen und -plätze sowie Treffpunkte ausgelobt. Das Projekt hat die Aufstellung von Tisch-Bank-Kombinationen zum Ziel. In den Genuss solcher Begegnungsstätten wird die Gemeinde Müden mit den drei Standorten Gerstenbüttel, Gilde und Flettmar kommen.

„Allerperlen“ soll in Gifhorner Gemeinden realisiert werden

Wenn es um Fördergelder geht, ist die Umsetzung eines Dorfentwicklungsplans im Rahmen des Projekts „Dorfregion Allerperlen“ von immenser Bedeutung. Ettenbüttel, Gerstenbüttel, Hahnenhorst, Gilde, Brenneckenbrück, Bokelberge sowie Langenklint waren in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden. Mit der Begleitung bei der Umsetzung von Veränderungs- und Verbesserungsvorstellungen soll, das war einstimmiger Ratsbeschluss, das Unternehmen „Mensch und Region“ aus Hannover betraut werden.

Die Experten hatten bereits eine Vorplanung für ein Dorfprojekt „Allerperlen“ erarbeitet. Dafür wurden schon Daten gesammelt, Bürgerveranstaltungen organisiert und Ortsbegehungen gestartet. In einer umfangreichen Dokumentation sind fünf Handlungsfelder benannt worden, darunter Gemeinschaft und Soziales, Mobilität und Wirtschaft, Baukultur und Innenentwicklung, Natur und Landschaft sowie Freizeit und Naherholung.

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Silke Keihe und Wolfgang Kleine Limberg von „Mensch und Region“ waren bei der Sitzung anwesend. Sie kündigten eine große Bürgerversammlung für August an. Dann wollen sie Bürgerinnen und Bürger über mögliche öffentliche oder private Projekte innerhalb des Förderprogramms informieren.

Der Müdener Gemeinderat verabschiedete, nachdem von Einwohnerseite in den Orten keine Bedenken geäußert worden waren, den „Dorfentwicklungsplan Allerperlen“ ohne Gegenstimmen.

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