Rolfsbüttel. In diesem Dorf im Landkreis Gifhorn lockt am Samstag, 8. Juni, das kernige Glücksspiel. Darum lohnt ein Besuch selbst ohne Wetteinsatz.

Wer am Samstag, 8. Juni, nach Rolfsbüttel im Landkreis Gifhorn findet, erlebt nicht nur Glücksspiel, sondern pures Glück. Die rund 300 Einwohner des Adenbütteler Ortsteils im Südwestzipfel des Papenteichs feiern den 750. Geburtstag ihres Dorfes mit einem Dorffest, das man besser nicht verpasst.

„Es wird unverhältnismäßig groß, aber der Spirit hat sich bei der Vorbereitung irgendwie verselbständigt“, strahlt Mitorganisator Holm Kemmer pure Vorfreude aus. Die Rolfsbütteler wollen einfach feiern. Als Zugpferd für möglichst viele Gäste soll Mutterkuh Cookie herhalten. Christian Stoltes 600-Kilo-Wuchtbrumme ist die Glücksbringerin beim einzigartigen Kuhfladenroulette, das es hierzulande schon lange nicht mehr gab.

Überschaubare Gewinne, grenzenloses Vergnügen

Die kernige Volksfestwette hat einfache Regeln, überschaubare Gewinne und unendlich viel Vergnügen. Mitspieler setzen darauf, in welches von 222 abgekreideten Feldern auf der Weide Cookie innerhalb von 15 Minuten Spielzeit einen Fladen setzt. Mit Buchstaben-Zahlen-Kombinationen wie A1 oder D7 sind genaue Prognosen möglich. Wo die Markierung landet, ermitteln Bürgermeisterin Doris Pölig, Vertreterin Daniela Krämer und Pastorin Renata Pautsch als Croupiers auf der Wett-Weide.

„Maximal sind 160 Euro Gewinn drin“, erklärt Holm Kemmer. Fällt der Fladen auf mehrere Spielfelder, verteilt sich der Betrag. Selbst für den Fall, dass sich in den 15 Minuten nichts tut, ist vorgesorgt. Dann gewinnt das Feld, auf dem beim Signal der Kuhglocke Cookies rechter Vorderhuf mit einer roten Schleife steht. Und dann grinst Kemmer, wenn er noch mal verdeutlicht, dass es vor allem um gesellige 15 Minuten in Bierlaune am Gatter geht: „Es ist eben rein kuhfällig.“

Drei große Auftritte hat Cookie alle zwei Stunden. Mutterkuhhalter Stolte ist überzeugt, dass sich das schmusige Weidetier von den aufgekratzten Leuten ringsum nicht groß wird stören lassen. Beim Probebesuch auf dem Festplatz jedenfalls ließ es sich völlig unaufgeregt das Gras schmecken.

Volles Programm: Kinderfest, Oldtimerschau

Eröffnet wird das Rolfsbütteler Dorffest am 8. Juni um 11 Uhr, wenn auch gleich das Wettbüro öffnet. „Um 12 Uhr kommt die Kuh“, sagt Holm Kemmer. Das wiederholt sich dann um 14 und 16 Uhr. In der Zwischenzeit ist für reichlich Abwechslung gesorgt, für Kuchen und Grillfleisch satt sowieso. Zwar haben die Rolfsbütteler noch nie so groß gefeiert, sagt Holm Kemmer: „Wir sind blutige Anfänger.“ Doch die Vorfreude habe alle mitgerissen und „das Dorf heute schon verändert“.

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Die Rolfsbütteler freuen sich auf sich und ihre Gäste. Überraschen wollen sie die Besucher mit einer großen Oldtimer-Schau mit Autos, Trecker und Landmaschinen, „aber immer mit Bezug zu Rolfsbüttel“, betonen Kemmer und Sammler Sascha Köhler. Kinder werden sich auf dem Festplatz ordentlich austoben können. Man ahnt: Selbst wer beim Kuhfladenroulette nicht gewinnt, wird Rolfsbüttel zufrieden verlassen und eine Erinnerung an die gute Dorfgemeinschaft mitnehmen. Vielleicht sollte man seinem Glück am 8. Juni etwas nachhelfen. Nicht einfach nach Rolfsbüttel finden, sondern gezielt danach suchen.

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