Braunschweig. 120.000 Euro Schaden hat ein Wohnungsbrand an der Großen Straße in Braunschweig-Lehndorf bereitet. Verletzt wurde niemand.

Im Braunschweiger Stadtteil Lehndorf ist am Sonntagnachmittag eine Wohnung ausgebrannt. Die ersten Anrufer meldeten um 16.30 Uhr über den Notruf eine starke Rauchentwicklung aus dem Wohnhaus in der Großen Straße. In kurzen Abständen gingen weitere Notrufe ein, die dem Leitstellendisponenten bereits offene Flammen aus einem Fenster mitteilten. 

Ein Löschzug der Braunschweiger Hauptwache und die Ortswehren aus Lehndorf und Lamme waren bereits alarmiert und unterwegs. Aufgrund der sich abzeichnenden Gefahrensituation wurde ein weiterer Führungsdienst sowie Notarzt und ein zusätzlicher Rettungswagen in Marsch nachalarmiert.

Am Einsatzort bestätigte sich die Lage: Eine Wohnung im ersten Obergeschoss stand in Flammen. In dem Gebäude waren 16 Bewohner gemeldet. Die Suche nach eventuell noch in der Wohnung befindlichen Menschen gestaltete sich schwierig. Aber: Sämtliche Bewohner konnten das Gebäude eigenständig verlassen und sich in Sicherheit bringen. Teilweise wurden Betroffene vom Rettungsdienst und der Notfallseelsorge betreut.

Wegen des Abgleiches zwischen den Einwohnermeldedaten und Hausbewohnern galt der Bewohner der Brandwohnung zunächst als vermisst, schreibt die Feuerwehr. Da die Wohnung komplett in Flammen stand, gestaltete sich die Suche nach der Person schwierig. Nach einiger Zeit folgte jedoch die Entwarnung: Die vermisste Person kehrte von einem Sonntagsausflug zurück, war also unverletzt.

Feuerwehr: Brandwohnung in Lehndorf ist vorerst unbewohnbar

Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen über Leitern und durch das Treppenhaus. Relativ schnell konnte das Feuer so unter Kontrolle gebracht werden.

Nach Mitteilung des Einsatzleiters Mathias John ist die betroffene Wohnung nun unbewohnbar. Zur Sicherheit wurden die elektrischen Zuführungen zu der Wohnung getrennt. Die übrigen Hausbewohner konnten nach Abschluss der Löscharbeiten wieder in ihre Wohnungen gehen. Der Bewohner der zerstörten Wohnung wurde von einem Notfallseelsorger betreut und vorübergehend in einem Hotel untergebracht.

Beamte der Schutzpolizei sperrten während der Löscharbeiten die Straße ab. Experten der Kriminalpolizei machten sich bereits an die Ermittlungen zur Brandursache.

Die Feuerwehr gibt an, dass der Sachschaden auf zirka 120.000 Euro geschätzt wird. Fest steht, dass eine umfangreiche Sanierung vonnöten sein wird.

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