Hannover. In Niedersachsen haben ersten Umfragen zufolge etwa gleich viele Menschen wie 2019 gewählt. Dann werden erste Ergebnisse erwartet.

Prominente Stimme in Niedersachsen: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat schon am Sonntagvormittag in ihrem kleinen Wohnort in der Region Hannover gewählt. Kurz nach 10 Uhr kam die CDU-Politikerin mit ihrem Ehemann Heiko in das Wahllokal in Burgdorf-Beinhorn (Region Hannover), um ihre Stimme für die Europawahl abzugeben. Von der Leyen gehört zu rund 6,4 Millionen Menschen in Niedersachsen, die zur Wahl des Europaparlaments aufgerufen waren. 

Die 65-Jährige grüßte freundlich mit einem „Guten Morgen“, verzichtete aber auf ein Statement und beantwortete auch keine Fragen der Journalisten. Nach der Stimmabgabe lächelte sie kurz für Fotos in die Kameras und verließ das Wahllokal nach wenigen Minuten wieder. Von der Leyen strebt nach der Wahl eine zweite Amtszeit als Präsidentin der EU-Kommission an. 

Umfrage der Landeswahlleitung: geringere Wahlbeteiligung in Niedersachsen als 2019

Landeswahlleiterin Ulrike Sachs teilte unmittelbar nach Schließung der rund 8000 Wahllokale mit, dass die Europawahl in Niedersachsen weitestgehend reibungslos verlaufen sei. Nach einer Umfrage der Landeswahlleitung um 16.30 Uhr lag die Wahlbeteiligung in den Urnenwahllokalen bei 42,98 Prozent – und damit vorerst unter den 45,05 Prozent aus 2019.

Dieser Trend hatte sich bereits am Mittag abgezeichnet: Gegen 12.30 Uhr hatte die Landeswahlleitung eine Beteiligung von 22,01 Prozent (2019: 22,46 Prozent) verkündet. Aber: Es sei zu erwarten, dass die Wahlbeteiligung insgesamt unter Berücksichtigung der Anzahl von Briefwahlanträgen im Vergleich zur Europawahl 2019 in etwa gleich ausfallen werde. Damals lag diese bei 61,5 Prozent. 

Nach Schließung der Wahllokale haben die Wahlvorstände inzwischen mit der Auszählung der Stimmzettel begonnen. Die ersten Ergebnisse in den Wahlkreisen werden nach den Erfahrungen der letzten Europawahl gegen 20 Uhr erwartet. Sachs dankte den rund 80 000 ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern im Bundesland für ihren Einsatz. 

Jugendliche ab 16 Jahren konnten erstmals ihre Stimme bei einer Europawahl in Deutschland abgeben. Bislang lag das Mindestwahlalter bei 18 Jahren. Rund 138.000 Menschen im Alter von 16 und 17 Jahren durften in Niedersachsen somit erstmalig ihr Kreuz bei einer Europawahl machen.

News-Update

Wir halten Sie mit unserem Newsletter über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Bei der Europawahl 2019 wurde die CDU mit knapp 30 Prozent stärkste Kraft im Bundesland, gefolgt von den Grünen (22,6 Prozent) und der SPD (20,9 Prozent). 96 deutsche Abgeordnete wurden damals in das Europäische Parlament gewählt, neun von ihnen kamen aus Niedersachsen. 

Diese Kandidaten treten zur EU-Wahl an

Die CDU stellt mit David McAllister, Jens Gieseke und Lena Düpont drei Abgeordnete, die SPD mit Tiemo Wölken und Bernd Lange zwei, wie auch die Grünen mit Katrin Langensiepen und Viola von Cramon-Taubadel. Die FDP ist mit dem Abgeordneten Jan-Christoph Oetjen vertreten, Martin Buschmann ist fraktionslos.

Laut Landeswahlleitung standen in Niedersachsen – wie auch in allen anderen Bundesländern – 34 Parteien und politische Vereinigungen zur Wahl. Bundesweit traten demnach rund 1300 Bewerberinnen und Bewerber an. 

Meistgeklickte Nachrichten aus der Region Braunschweig-Wolfsburg und Niedersachsen:

Keine wichtigen News mehr verpassen: