Hannover. Daten sollen sicher sein. In vielen Fällen gibt es in Niedersachsen aber Zweifel, ob das wirklich so ist.

Die Zahl der Beschwerden zu möglichen Datenschutzverletzungen ist im vergangenen Jahr in Niedersachsen wieder gestiegen. 2207 Beschwerden von betroffenen Bürgerinnen und Bürgern gingen 2023 bei dem Landesbeauftragten für den Datenschutz ein und somit rund 150 mehr als noch ein Jahr zuvor, wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hannover mitteilte. 2020 und 2021 lag die Zahl mit jeweils rund 2500 Beschwerden noch höher.

„Grundsätzlich stieg die Anzahl der Beschwerden in den meisten Bereichen, eine besondere Veränderung in einem einzelnen Bereich haben wir nach einer ersten Kurzanalyse nicht festgestellt“, teilte der Sprecher mit. Wie in den Jahren zuvor drehten sich viele Beschwerden um unerwünschte Werbung oder Kontaktaufnahmen auf Internetseiten, per Newsletter oder Post.

Beschwerden beziehen sich häufig auf den Onlinehandel und die Finanzwirtschaft

Zudem gingen viele Beschwerden im Bereich Onlinehandel ein, wie auch zu Unternehmen der Finanzwirtschaft. Thema sei in vielen Fällen das Auskunftsrecht - etwa wenn ein Unternehmen nach Aufforderung eines Betroffenen nicht oder nur unzureichend offenlegt, welche Daten des Betroffenen das Unternehmen verarbeitet hat.

Arbeitnehmer fühlen sich überwacht

Ein weiterer Schwerpunkt waren im vergangenen Jahr demnach Beschwerden im Beschäftigtendatenschutz. Das greift etwa, wenn sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer überwacht fühlen oder Daten aus ihrer Sicht vom Arbeitgeber unerlaubt weitergegeben wurden.

Wer eine Beschwerde bei der Stelle einreichen möchte, kann dies über ein Online-Formular oder alternativ per Post, E-Mail oder Fax tun. Der Grund für die Beschwerde soll dabei so detailliert wie möglich beschrieben werden.

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