Weihnachtsmarkt in Wasbüttel beschert Kindern Hoffnung

Wasbüttel.  Mit seiner Aktion hat der Wasbütteler Förderverein Kinderkrebshilfe schon Hunderttausende Euro gesammelt

Hanne Mitelstädt (links) an einem Stand mit Adventskränzen.

Hanne Mitelstädt (links) an einem Stand mit Adventskränzen.

Foto: Archiv / Daniela Burucker

Klaus-Dieter Brandt hat es kürzlich mal zusammengerechnet: „Knapp 300.000 Euro haben wir in all den Jahren gesammelt.“ Für den guten Zweck. Brandt ist Vorsitzender des Fördervereins Kinderkrebshilfe, der dem kleinen Dorf im Kreis Gifhorn alle zwei Jahre einen entzückenden Weihnachtsmarkt rund um die Alte Kapelle beschert – und gleichzeitig kranken Kindern viel Hoffnung.

Der Markt besitzt eine Strahlkraft in die ganze Region hinaus. Knapp 6000 Besucher zählte die jüngste Veranstaltung am 30. November vergangenen Jahres. Der Erlös von diesmal 33.505 Euro ging wieder hauptsächlich an den Kinderkrebshilfe-Verein an der Medizinischen Hochschule Hannover. Darüber hinaus bedenkt der mittlerweile rund 130 Mitglieder zählende Wasbütteler Verein auch immer lokale Organisationen und Einrichtungen wie Tafel, Nabu, Hospiz-Arbeit und Kinderschutzbund.

Die Idee für den Weihnachtsmarkt sei Anfang der 80er Jahre in der Runde der Wasbütteler Gymnastik-Damen entstanden, so Brandt. „Dann haben drei Leute aus unserem Freundeskreis mal einen Abend im Keller viel diskutiert – und getrunken“, sagt er in Erinnerung mit einem Lachen. Dann stand der Plan für den ersten Markt 1985. „3000 Mark hatten wir als Reingewinn und wussten erst gar nicht, was wir damit machen sollen.“ Doch schnell kam der Kontakt nach Hannover – und blieb bis heute.

Das Geheimrezept für den grandiosen Erfolg ist klar: „Es ging so richtig los, als wir angefangen haben, mit Leuten von der Kirche Buden zu bauen.“ Mittlerweile verfügt der Verein über 22 Holzhütten und 10 Rohrständen mit Plane von jeweils drei mal drei Metern Grundfläche – die geben dem Markt den bezaubernden Flair. „Dieser und der Zweck Kinderkrebshilfe spornt viele Besucher an, lieber ein paar Euro mehr zu geben.“

Es geht auch vordergründig nicht um reine Spenden: Der Weihnachtsmarkt hat für die Besucher viel zu bieten. Schon im Spätsommer fangen die Helfer an, im ehemaligen Edeka-Markt für den Verkauf Kränze und Bestecke zu binden. Brandt. „Die schaffen richtig was!“ So viel Geld wie mit der Weihnachtsfloristik kommt jedesmal aber auch etwa durch den Bratwurstverkauf herein, noch mehr an den Glühweinständen. Dazu bekommen die Organisatoren jedesmal etwa 140 Torten von den Bürgern des Dorfes zur Verfügung gestellt – „dafür sind wir sehr dankbar“.

Eigentlich hatten die Wasbütteler gar nicht mit einer erneuten Spendensummen-Steigerung gerechnet. Denn: „Wir wollen möglichst auf Plastik verzichten. Jeder Glühweinbecher ist nun recycelbar, das kostet uns aber ein Vielfaches.“ Dennoch blieben am Ende 3500 Euro mehr als im Vorjahr übrig.

Das alles sei nur möglich, weil die Helferinnen und Helfer eine exzellente Vorarbeit leisteten, freut sich Klaus-Dieter Brandt. „Und sie stehen alle hinter einem, das ist ein tolles Gefühl!“

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