Coronavirus in der Region – hier finden Sie alle Informationen

Braunschweig.  Das Coronavirus beschäftigt Deutschland und unsere Region. Alle Fälle in der Region und worauf man jetzt achten muss, stehen in der Übersicht.

Ein Krankenhausmitarbeiter bereitet Proben eines Corona-Tests vor (Symbolbild).

Ein Krankenhausmitarbeiter bereitet Proben eines Corona-Tests vor (Symbolbild).

Foto: Christian Beutler / dpa

Seit Ende Dezember 2019 breitet sich das Coronavirus weltweit aus. Ihren Anfang genommen hatte die Infektion in China in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei.

Auch in unserer Region herrscht Sorge über die schnelle Verbreitung des Virus. Deshalb fassen wir an dieser Stelle alle Informationen zusammen, die es zum Corona-Virus rund um Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Gifhorn, Peine, Wolfenbüttel und Helmstedt gibt.

Wie viele Niedersachsen sind oder waren mit dem Coronavirus nachgewiesen infiziert?

Stand 22. Januar hatten sich laut Gesundheitsministerium in Niedersachsen seit Beginn der Pandemie 133.933 Menschen in unserem Bundesland mit dem Coronavirus infiziert.

So viele Corona-Todesfälle gibt es in Niedersachsen und der Region

In Niedersachsen sind 2971 Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Für unsere Region gelten folgende Zahlen:
Braunschweig: 68
Gifhorn: 89
Helmstedt: 44
Peine: 37
Salzgitter: 44
Wolfenbüttel: 47
Wolfsburg: 65

In unserer Region sind bislang 394 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus steigt in Deutschland weiter an. Die stets aktuellen Zahlen sind auf einer interaktiven Karte zu finden.

Wie ist die Lage in der Region?

In der Region gibt es Corona-Fälle sowie Tote. Die jeweils aktuellen Zahlen finden Sie in den jeweiligen lokalen FAQ-Artikeln:

Was gelten aktuell für Corona-Beschränkungen in Niedersachsen? Welche Geschäfte schließen?

Obwohl die Corona-Zahlen in Niedersachsen auch nach einem Wiederanstieg noch immer unter dem Niveau etlicher anderer Bundesländer liegen, greift ab Sonntag, 10. Januar, der verschärfte Lockdown.

Ein kleinerer Teil der Schüler kann dennoch in die Schule kommen und auch bei der privaten Kinderbetreuung gibt es eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen. Die Einschränkung des Bewegungsradius' in Hotspots überlässt das Land den Kommunen und macht sie nicht zur Pflicht.

Alle Regeln auf einen Blick: Niedersachsen: Was im verschärften Lockdown ab Sonntag erlaubt ist

Ab wann greifen die verschärften Corona-Beschränkungen?

Die neue Corona-Verordnung gilt ab Sonntag, 10. Januar, bis zum 31. Januar. Die neue Quarantäne-Verordnung für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten gilt bundeseinheitlich ab Montag.

Was gilt genau für Schulen und Kindergärten?

An Grundschulen gibt es in der ersten Woche nach den Ferien Distanzunterricht, anschließend bis Halbjahresende Unterricht im Wechselmodell (Szenario B). An den weiterführenden Schulen wechseln die Klassen, in denen keine Abschlüsse anstehen, komplett ins Distanzlernen (Szenario C). Das gilt auch für die berufsbildendenden Schulen.

In den Abitur- und Abschlussklassen wird Unterricht in geteilten Klassen erteilt (Szenario B). Für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6, die nicht in der Präsenzlerngruppe sind, ist eine Notbetreuung geplant. In den Kindertagesstätten gibt es eine Notbetreuung mit bis zu 50 Prozent der Gruppengröße. In Anspruch nehmen können die Notbetreuung Eltern, die in relevanten Berufen arbeiten und die Betreuung sonst nicht sicherstellen können, außerdem gibt es eine Härtefallregelung.

Und was ist mit der Tagesmutter oder privaten Betreuungsgruppen, wenn Eltern sich etwa in der Notlage gegenseitig aushelfen?

Die private Betreuung von Kindern in Kleingruppen aus mehreren verschiedenen Familien bleibt erlaubt. Außerdem bleibt es Eltern gestattet, Kinder aus mehreren Familien zur Betreuung zu bringen oder dort abzuholen.

Etliche Kinder leben in Patchwork-Familien oder haben getrennte Eltern. Wie verhalten sich da die Kontaktbeschränkungen?

Die Kinder gehören zu den Haushalten beider Eltern, entsprechend müssen sie beim Besuch des jeweils anderen Elternhaushalts nicht als zusätzliche, externe Person berücksichtigt werden.

In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 200 soll die Bewegungsfreiheit auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzt werden. Wie will das Land solche Maßnahmen umsetzen?

Anders als andere Bundesländer verpflichtet Niedersachsen die Landkreise nicht zu einem solchen Schritt sondern stellt ih den Kommunen frei. Diese könnten die Lage vor Ort am besten bewerten und einschätzen, ob so eine Maßnahme für einen ganzen Kreis zweckmäßig und notwendig ist, sagte eine Regierungssprecherin.

Anders auch als andere Länder will Niedersachsen die Wohnadresse und nicht den Wohnort zum Ausgangspunkt des 15-Kilometer-Radius machen. Bewohner einer Großstadt würden sonst gegenüber denen einer kleinen Gemeinde bevorzugt.

Wie verhält es sich mit den verschärften Quarantäne-Regeln für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten?

Niedersachsen ist hier strenger, als es die nach Bund-Länder-Beschluss vorgelegte Musterregelung vorsieht. Auch Menschen, die eine zweifache Impfung gegen eine Corona-Infektion nachweisen können und solche, die nachweislich bereits eine Corona-Infektion durchgemacht haben, werden nicht von der Quarantäne-Pflicht befreit.

Diese Geschäftszweige bleiben geschlossen:

  • Bekleidungsgeschäfte
  • Möbelläden
  • Baumärkte
  • Sportartikelhändler
  • Buchläden
  • Spielzeuggeschäfte
  • Elektronikläden
  • Antiquitäten- und Gebrauchtwarenhändler
  • Glühweinstände
  • Kosmetiksalons
  • Friseure
  • Schönheitssalons
  • Massagestudios
  • Tattoo-Studios

Corona-Lockdown: Diese Geschäfte bleiben geöffnet

Auch wenn der Einzelhandel bis zum zum 31. Januar generell geschlossen bleibt, gibt es Ausnahmen – für Geschäfte, die Dinge für den täglichen Bedarf verkaufen. Das sind:

  • Lebensmittelmärkte
  • Apotheken
  • Drogerien
  • Optiker
  • Tankstellen
  • Autowerkstätten
  • Banken
  • Post
  • Reinigungen
  • Weihnachtsbaumhändler

Wichtig: Der Verkauf von Produkten abseits von Lebensmitteln kann in Supermärkten eingeschränkt werden.

Harte Corona-Maßnahmen: Gastronomie bleibt geschlossen

Die Gastronomie bleibt bis Ende Januar geschlossen. Auch Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen. Davon ausgenommen sei – wie im Frühjahr in der ersten Corona-Welle – die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Auch Dienstleistungsbetriebe für die Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sind bis Ende Januar geschlossen, um den dramatischen Anstieg der Neuinfektionen zu stoppen – weil dort der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa für Physiotherapien sollen möglich bleiben.

Gibt es in Niedersachsen wegen des Coronavirus eine Maskenpflicht?

Ja, in Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus. Seit dem 27. April ist das Tragen einer Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht.

Eine Maskenpflicht gilt außerdem unter anderem in allen geschlossenen Räumen, in Verkehrsmitteln, bei der Fahrschulausbildung und im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs. Zudem gilt die Maskenpflicht nun an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten oder wenn Menschen sich im öffentlichen Raum auf engem Raum oder für eine längere Zeit aufhalten. Auf Parkplätzen und vor Einzelhandelsgeschäften muss nun ebenfalls eine Maske getragen werden.

Auch im Betrieb ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Sofern zwischen den Arbeitsplätzen der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, darf die Maske etwa am Schreibtisch abgenommen werden.

Arbeitgeber sollen zudem dringend prüfen, inwiefern sie die Betriebe durch Maßnahmen wie Betriebsferien oder Homeoffice zwischen dm 23. Dezember und dem 1. Januar schließen können.

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Braunschweiger Expertin- Corona-Maske nie an Kinn und Hals parken

Noch mehr zum Thema Maskenpflicht:

Corona: Was passiert, wenn jemand gegen Quarantäne-Auflagen verstößt?

Die Quarantäne dient dem Schutz aller Menschen vor der weiteren Ausbreitung des Coronavirus. Es ist daher sehr wichtig, sich an die Anordnung zu halten. Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer hohen Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorgesehen.

Bei Auslandsreisen in Risikogebiete gilt weiterhin bei der Rückkehr eine Quarantänepflicht. Ausgenommen sind unter anderem Menschen, die beruflich kurzzeitig im Ausland sind oder Menschen, die sich dort weniger als 48 Stunden aufhalten.

Lesen Sie mehr dazu:Niedersachsen- Maske im Unterricht gilt für Schüler ab Klasse 5

Welche Anlaufstellen gibt es in der Region im Verdachtsfall auf Corona?

Allgemein gilt: Wer bei sich Symptome einer Erkrankung feststellt, sollte seinen Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren, aber nicht spontan in irgendein Krankenhaus fahren, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden.

Für die Einwohner Wolfsburgs gibt es zusätzlich eine Informationshotline. Wolfsburger, die befürchten vom Virus betroffen zu sein, können täglich zwischen 10 und 18 Uhr unter der Telefonnummer (05361) 282828 abklären, wie sich verhalten sollen. Die Angestellten gehen mit den Anrufern einen Fragenkatalog durch und verweisen sie je nach Ergebnis an den Hausarzt, das Gesundheitsamt oder das Klinikum. Die Hotline ist auch an den Wochenenden besetzt.

Im Landkreis Gifhorn hat das kostenlose Bürgertelefon im Corona-Verdachtsfall die Telefonnummer (0800) 8282444.

In Peine ist die Corona-Notfallnummer (05171) 401-7777.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung haben inzwischen in zahlreichen Landkreisen spezielle Testzentren ihre Arbeit aufgenommen. Dort, wo es noch keine solche Zentren gibt, seien mobile Testteams unterwegs, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) mit. Sie nehmen in begründeten Verdachtsfällen Abstriche von Patienten.

Das Gesundheitsamt Wolfenbüttel empfiehlt für den Verdachtsfall: „Den Hausarzt oder Hausärztin anzurufen, aber zunächst nicht direkt in die Praxis zu gehen. Im Telefonat kann ein Untersuchungstermin beim Hausarzt vereinbart werden. Wenn die Hausärztin nicht erreichbar ist, etwa am Wochenende, sollte der kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 angerufen werden. Eine weitere Möglichkeit ist, das Klinikum anzurufen und den Fall schildern.“

Die Stadt Braunschweig hat für allgemeine Fragen zum Thema Coronavirus an das Gesundheitsamt ein Telefon eingerichtet. Dieses erreichen Sie unter der Nummer (0531) 4707000. Außerdem können sich Bürger außerhalb der Sprechzeiten der Hausärzte unter 116 117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden.

Die Helios-St.-Marienberg-Klinik Helmstedt bietet eine eigene Telefon-Hotline für Anfragen rund um das Coronavirus.Die kostenfreie 24-Stunden-Hotline ist unter (0800) 8123456 erreichbar, wie die Helios-Kliniken GmbH mitteilt.

Was ist das Coronavirus?

Das neuartige Coronavirus oder auch „Covid-19“ für „Corona virus disease 2019“ wird durch das bis Dezember 2019 unbekannte SARS-CoV-2 ausgelöst. Der Verlauf ähnelt einer Lungenentzündung. Bei den meisten Menschen treten nur schwache Symptome auf. Die wichtigsten Symptome von Corona sind Fieber und trockener Husten.

Um einer Ausbreitung in Staaten ohne leistungsfähige Gesundheitssysteme entgegenzuwirken, rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30. Januar 2020 die internationale Gesundheitsnotlage aus und spricht inzwischen von einer Pandemie.

Coronavirus: Wer kommt in Quarantäne?

In Quarantäne kommen alle Menschen, die getestet werden UND die Menschen, die Kontakt mit einem nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen hatten. Die zuletzt genannte Gruppe ist ansteckungsverdächtig, ohne bereits krank zu sein. Das Gesundheitsamt ordnet die Quarantäne an. In der Regel sollen sich die betroffenen Menschen zu Hause isolieren. Schwerkranke werden gegebenenfalls im Klinikum isoliert.

Wann wird man wieder aus der Quarantäne entlassen?

Wenn jemand, der gar nicht erst getestet wurde, nach 14 Tagen Quarantäne symptomfrei und gesund ist, wird die Quarantäne aufgehoben. Falls jemand positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wird ebenfalls nach 14 Tagen Quarantäne geschaut, ob der Betroffene symptomfrei ist. Dann findet vor Aufhebung der Quarantäne noch ein abschließender Test statt.

Wie kann man sich gegen das Corona-Virus schützen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion.

Häusliche Quarantäne: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
Häusliche Quarantäne- Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Deshalb gilt als beste Schutzmaßnahme: regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Körperkontakt und Händeschütteln sollte vermieden werden. Wer grippeähnliche Symptome hat, sollte zu Hause bleiben und einen Arzt kontaktieren. Es gilt – wie auch bei der Grippe – die Husten- und Niesetikette.

Wie berichtet die Tageszeitung über Corona?

Das schreibt Chefredakteur Armin Maus zu unseren Richtlinien zur Corona-Berichterstattung: Wie sollten Journalisten mit Corona umgehen? Berichten wir auch in dieser Zeitung zu wenig, zu viel oder gerade richtig? Die Meinungen gehen auseinander. Unser Anspruch muss sein, belastbare Informationen zu liefern, auf Übertreibungen zu verzichten, Fakten sorgfältig einzuordnen und Hintergründe zu beleuchten. Eines können wir nicht: Das Interesse unserer Leserinnen und Leser ignorieren und das Thema künstlich „niedrig hängen“. Die Online-Zugriffe auf unsere Berichterstattung zu aktuellen Corona Entwicklungen liegen bei einem Vielfachen der Werte, die andere wichtige Themen erreichen.

Dürfen wir für diese Informationen Geld verlangen? Auch diese Frage wird heiß diskutiert. Müssen bei einem so wichtigen Thema die News nicht frei zugänglich sein? Abonnenten unserer gedruckten Zeitung und unseres E-Papers führen diese Debatte nicht. Sie bezahlen uns Monat für Monat für unsere Arbeit, weil sie wissen, dass unabhängiger Qualitätsjournalismus nur auf dieser Basis möglich ist. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir haben uns verständigt, die Grundversorgung mit den Informationen zur Corona-Pandemie im Internet gratis zur Verfügung zu stellen. Das entspricht unserer Verantwortung für das Gemeinwohl.

Einen Überblick über den Stand der Dinge liefert auch unser täglich aktueller Newsletter „Post aus der Redaktion“, den Sie kostenlos abonnieren können, sowie ein weiterer Newsletter, den wir mit konkretem Bezug zu den Entwicklungen rund um die Corona-Sachlage anbieten. Die Berichterstattung in aller Breite und Tiefe bleibt aber unseren zahlenden Leserinnen und Lesern vorbehalten. Hoffen wir gemeinsam, dass die Themen rasch wieder freundlicher werden. Im Augenblick ist zu viel Angst im Spiel. Bleiben Sie gesund!

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