Lies kündigt „Wasserstoff-Strategie“ für Niedersachsen an

Cuxhaven.   Wasserstoff sei anders als Strom leichter speicher- sowie transportierbar und sowohl für die Industrie als auch für die Mobilität interessant.

Seit September 2018 fahren auf der Bahnstrecke Cuxhaven-Buxtehude erstmals zwei mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenzüge. (Symbolbild)

Seit September 2018 fahren auf der Bahnstrecke Cuxhaven-Buxtehude erstmals zwei mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenzüge. (Symbolbild)

Foto: Peter Gercke / dpa

Um die Energiewende voranzutreiben, will das Land Niedersachsen künftig noch stärker auf Wasserkraft setzen. Umweltminister Olaf Lies (SPD) kündigte am Rande der Klausurtagung der SPD-Fraktion in Cuxhaven am Mittwoch eine „Wasserstoff-Strategie“ an. „Wir werden die Energiewende nicht erfolgreich bewältigen, wenn wir nur auf Strom setzen“, begründete Lies.

Wasserstoff auch für Mobilität interessant

Wasserstoff sei anders als Strom leichter speicher- sowie transportierbar und sowohl für die Industrie als auch für die Mobilität interessant. Bei Fahrzeugen werde bisher jedoch zu sehr der Fokus auf Strom gelegt.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Santjer betonte, Wasserstoff könnte direkt an Windanlagen auf hoher See aus Strom generiert und per Schiff an Land gebracht werden. „Niedersachsen kann ein Vorzeigeland in Sachen Wasserstoff werden“, betonte Santjer. Cuxhaven könnte seinen Angaben zufolge ein entsprechender Modellstandort werden.

Seit September 2018 fahren auf der Bahnstrecke Cuxhaven-Buxtehude erstmals zwei mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenzüge. Im Jahr 2022 soll in Niedersachsen eine 100 Megawatt starke Power-to-Gas-Pilotanlage starten, die aus Ökostrom Wasserstoff oder Methangas erzeugt. dpa

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