„Leute können nicht zurückstecken“

Niedersachsen, Schillig, Mitte Juli: Zahlreiche Strandbesucher sind bei sommerlichen Temperaturen am Nordseestrand von Schillig. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Niedersachsen, Schillig, Mitte Juli: Zahlreiche Strandbesucher sind bei sommerlichen Temperaturen am Nordseestrand von Schillig. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Mohssen Assanimoghaddam / dpa

Zu „Corona-Test nach Rückkehr aus Risikogebieten sollen Pflicht werden“ vom 28. Juli:

Warum wird von unseren Politikern kein generelles Urlaubsverbot ausgesprochen? Warum müssen sich Menschen einem so hohen Risiko aussetzen?Alles wegen zwei Wochen Sonne und Urlaubsfeeling. Das Schlimmste ist, alle anderen, die dieses Jahr – vielleicht aber auch nächstes Jahr – keinen Urlaub machen, sind auch gefährdet aufgrund der Ansteckungsgefahr. Jetzt haben wir mal eine größere Krise, und viele Leute sind einfach nicht in der Lage, ein wenig zurückzustecken.

Wlodzimierz Manowski,
Braunschweig

Reiseanbieter sollen Corona-Tests bezahlen

Ebenfalls dazu:

Zu den Corona-Tests sollte man überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre, die Kosten den Anbietern der Urlaubsreisen aufzuerlegen – schließlich profitieren sie ja von den gebuchten Reisen. Wenn so verfahren werden würde, würden die Kosten nicht der Allgemeinheit zur Last fallen.

Gert Rehefeld, Braunschweig

Lkws verursachen die schweren Unfälle

Zu „Niedersachsens Grüne fordern Tempolimit“ vom 28. Juli: Wie kürzlich sein Bundesvorsitzender, kommt nun Herr Schulz-Hendel mit dem „alten Hut“. Die schweren Unfälle auf A2 und A7 werden meines Wissens durch Lkws verursacht. Hilfreich wäre daher, die Vorschrift nicht abschaltbarer Brems- und Abstandsassistenten mit entsprechenden Kontrollen und Sanktionen einzuführen. Außerdem sollte das Fahren in Ortschaften von Lkws ohne Abbiegeassistenten dringend untersagt werden.

Peter Schroeder, Braunschweig.

Streaming ist großer CO2-Verursacher

Ebenfalls dazu:

Immer wieder nach einer Kette von schweren Lkw-Unfällen wird ein Pkw-Tempolimit gefordert. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Autobahnen sind die sichersten Straßen in Deutschland. Ach ja – CO2 Einsparung: Das Streamen von Filmen ist heute schon ein großer CO2-Verursacher – Tendenz stark steigend. Also, liebe Grüne, wann werden endlich Netflix, Amazon Prime Video und dergleichen eingestellt? Mit dem CO2-Ausstoß aus Wirtschaft und Verkehr finanzieren wir unseren Wohlstand. Vom Streaming profitieren nur ein paar (meist) amerikanische Konzerne.

Thomas Walz, Meine

Schritt zu einem Bundesstaat EU

Zur Berichterstattung über den EU-Wiederaufbaufonds:

In Ihrer Berichterstattung nimmt zwar der Streit um die Mittel breiten Raum ein, Sie versäumen es aber, die grundlegende Verschiebung der Architektur der EU zu benennen. Mit dem 750 Milliarden-Wiederaufbaufonds nimmt erstmals die EU selbst Schulden auf, für die zwar die Nationalstaaten haften, aber keinen Einfluss mehr auf die Verwendung der Mittel haben. Es ist ein weiterer Schritt in eine Transferunion und die weitere Verselbstständigung zentraler, eurobürokratischer Organe, die nur schwach demokratisch legitimiert sind. Haben die bislang geltenden EU-Verträge einen Bund souveräner Staaten zum Inhalt, so wird hier ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem europäischen Bundesstaat gemacht. Das ist nicht mehr die Friedensordnung, die mit dem „Europa der Vaterländer“ herbeigesehnt wurde.

Werner Heinemann,
Braunschweig

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