„Werk in Türkei schadet VWs Image“

 Volkswagen hat angesichts der Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien den Beschluss für ein neues Werk nahe Izmir verschoben.

Volkswagen hat angesichts der Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien den Beschluss für ein neues Werk nahe Izmir verschoben.

Foto: Sina Schuldt / dpa

Zu „ VW darf und muss moralisch sein“, einem Interview mit VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh, vom 24. Oktober:

Volkswagen würde gut daran tun, seine Standortentscheidung langfristig zu revidieren. Die Regierung von Präsident Erdogan war ja schon des Öfteren wegen Korruption und Vetternwirtschaft ins Visier der Behörden in der Türkei geraten. Gelöst wurden diese Vorwürfe im Normalfall durch Austausch der Richter und Staatsanwälte. Ohne die Investitionen aus dem Ausland und hier insbesondere das viele Geld aus Deutschland, wäre der Krieg der Türkei in Syrien nicht mehr möglich.

Mit der Standortentscheidung erleidet VW auch einen weiteren erheblichen Imageschaden, was die Aufsichtsratsmitglieder aus Politik und Gewerkschaft dazu bringen sollte, diese abzulehnen. Menschenrechte und Frieden scheinen ihnen ja als Begründung nicht auszureichen. Die Behauptung, man würde ja den Menschen im der Türkei mit dem Werk helfen, ist falsch. Deutschland ist der Wichtigste Wirtschaftspartner der Türkei. Bisher habe all diese Beziehungen zu Kriegerischer Stärke geführt und nicht zu Wandel durch Handel. Solange die Türkei eine Regierung hat, die ihre Gegner „zermalmen und zerquetschen“ möchte, sollte ist Volkswagen in der Pflicht, sich gegen diesen Standort zu entscheiden. Schlimm genug das die Bundesregierung keine Sanktionen beschließt.

Lars Hirsekorn, Didderse

Hat die CDU Sorge, die AfD zu verärgern?

Zum Interview mit Frank Oesterhelweg, Chef des Braunschweiger CDU-Landesverbands, vom 19. Oktober:

Die Absage Herrn Oesterhelwegs, mit der Braunschweiger CDU an der Demonstration gegen den Parteitag der AfD in Braunschweig teilzunehmen, weil daran auch „Kommunisten“ teilnehmen, bringt die Frage auf, warum sich der Kreisvorsitzende mit seiner CDU von „Kommunisten“ dazu bringen lässt, sich nicht deutlich von der AfD zu distanzieren. Dieses Verhalten entspricht sicher nicht dem wehrhaften Demokraten gegen rechte Tendenzen, und man muss sich fragen, ob der nächste Schritt einer Zusammenarbeit mit diesen Kräften schon geplant ist und die CDU von Herrn Oesterhelweg ihre zukünftige Partnerin nicht verärgern möchte.

Harald Grütz, Wolfenbüttel

Schneller fahren macht aufmerksamer

Zur Bundestagsdebatte über das Tempolimit auf deutschen Autobahnen und den Leserbriefen dazu:

Aufgrund von drei verschiedenen Orten für Studium, Beziehung und Heimat bin ich regelmäßig und lange auf Autobahnen unterwegs. Da merkt man schnell, welche Autofahrer besonders aufmerksam sind und welchen eigentlich alles entgeht. Es sind die Mittelspurfahrer, die mit 130 nicht nur die Spur blockieren, sondern auch jede Aktivität auf anderen Spuren verpassen, während jene ab 160 weitaus aufmerksamer fahren, beispielsweise beim Hereinlassen zum Überholen eines Lkw. Leider gibt es viel zu wenige kontrollierbare Regeln, die ein problemloses Fahren so ermöglichen. Während man bei 130 sich noch völlig entspannen kann, sorgt ab 180 das Adrenalin für höchste Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit.

Florian Helf Braunschweig

Die Landeskirche distanziert sich zurecht

Zum Interview mit Frank Oesterhelweg, Chef des Braunschweiger CDU-Landesverbands, vom 19. Oktober:

Mit großer Freude las ich die Mitteilung, dass sich die evangelische Landeskirche den Protesten gegen die AfD anschließt! Schließlich gilt es meiner Meinung nach, die Fehler, die durch die Kirche im Dritten Reich begangen wurden, nicht zu wiederholen.

Heidi Tobler-Keilhack,
Braunschweig

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