Braunschweig. Die Auszeichnung verleiht das Staatstheater gemeinsam mit dem Neuen Theater Halle. Das Stück der 27-Jährigen heißt „Vater Mutter Rind“..

Kathrin Vieregg wuchs in Süddeutschland auf, bevor sie für ein Studium der Sozialen Arbeit nach Kiel zog. Als Sozialarbeiterin war sie im Bereich wissenschaftlicher Chancengleichheit tätig, während sie parallel Literarisches Schreiben in Leipzig und Biel studierte. Die 27-Jährige veröffentlichte Essays und Prosatexte in Magazinen, war Preisträgerin beim 29. „open mike“ – und wurde nun am Neuen Theater Halle mit dem Preis der jungen Dramatik ausgezeichnet.

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Der vom Staatstheater Braunschweig und dem Neuen Theater ausgeschriebene Stückentwicklungs-Wettbewerb fand in dieser Spielzeit zum dritten Mal statt. Studierende der Universität der Künste Berlin, des Deutschen Literaturinstituts Leipzigs und des Fachbereichs Kulturwissenschaften & Ästhetische Kommunikation der Universität Hildesheim waren aufgerufen, sich mit einem Exposé und Szenenentwürfen für abendfüllende Theaterstücke zu bewerben. Aus 36 Einsendungen wählte eine Jury fünf Entwürfe aus, die am 11. und 12. Mai in Lesungen in Braunschweig und Halle präsentiert wurden, eingerichtet von Regisseurinnen und Regisseuren beider Häuser.

„In der Liebe ist alles erlaubt“: Publikumspreis für Jorinde Minna Markert

Die Jury hob am Stückentwurf „Mutter Vater Rind“ von Kathrin Vieregg den „sprachlichen Eigensinn und die zärtliche Absurdität“ hervor. Ihr Text entfalte einen Sog, dem man sich nicht entziehen könne: „Themen um Herkunft, Zugehörigkeit und familiäre Konflikte werden in ein hochmusikalisches Sprachnetz eingeflochten, das mit merk­würdigen Bildern gespickt ist.“

Viereggs Siegerstück „Mutter Vater Rind“ erhält einen Auftrag zur Fertigstellung inklusive Uraufführung am Neuen Theater Halle und wird mit einer Summe in Höhe von 6.500 Euro gefördert. Der Jury gehörten unter anderen die Autorin Caren Jeß, die Kulturjournalistin Theresa Schütz und Christian Weiß, künstlerischer Leiter der freien Theatergruppe xweiss Braunschweig an. Der mit 1500 Euro dotierte Publikumspreis ging an den Stückentwurf „im krieg STREIK und in der liebe ist alles [erlaubt]“ der Autorin Jorinde Minna Markert ist mit 1.500 Euro dotiert. Die gebürtige Berlinerin Markert (29) studiert in Leipzig Literarisches Schreiben, ist als freie Autorin und in der Jazzband „Hypochondrische Ängste“ als Performerin tätig.