Hildesheim. Im Theater Hildesheim erzählt die Regisseurin „La Bohème“ aus Sicht der sterbenden Mimì. Modern und doch romantisch.

Studentenbude mit Bollerofen, Weihnachtsmarktgetümmel im Café „Momus“, wohin die arme, aber fidele Künstlerschar Heiligabend feiern geht – so sieht Puccinis Erfolgs-Oper „La Bohème“ eigentlich landauf, landab aus, auch jüngst die Wiederaufnahme am Staatstheater Braunschweig setzte auf diese quasi-romantischen Versatzstücke einer am Ende immer wieder tränenrührenden Geschichte: Des Dichters Rodolfo neue Geliebte Mimì erlebt einen letzten Lebensrausch vor dem Tuberkulose-Tod im letzten Akt.