Braunschweig. Um Ärger in der Familie vorzubeugen, kramt unsere Kolumnistin Birte Reboll ein altes Radio mit Batterien hervor. Wird jemand zuhören?

Mein Onkel hat mir ein Radio geschenkt. Von anno dazumal. Das kann ich richtig gut gebrauchen. Und zwar deshalb: Wir hören in unserer Familie gern Hörspiele und Musik übers Handy. Da wir aber nur einen Spotify-Zugang haben, ist das Gezeter mitunter groß. Die eine möchte ein Hörspiel hören, die andere mosert, weil sie Musik bevorzugt.

Wie war das bei uns früher? Ganz einfach! Meine Brüder und ich einigten uns auf ein TKKG-Hörspiel (manchmal tenterten wir auch), verzogen uns ins Zimmer und lauschten dem Kinderkrimi.

Als sich meine Töchter am Wochenende mal wieder nicht auf ein Hörspiel oder Musik einigen konnten und die Stimmlagen der beiden bedrohlich in die Höhe schossen, hatte ich einen simplen Einfall! Ich kramte das Radio meines Onkels hervor und schlug einer meiner Töchter vor, der willkürlichen Musikauswahl zu frönen. Bingo! Ich legte neue Batterien ein, richtete die Antenne aus und suchte nach adäquater Musik. „Hey, das ist ‘Houdini’ von Dua Lipa. Voll nice“, rief meine Tochter. Aja, voll nett also. Das Radio dudelte, bis sich die Batterien leerten. Meine Tochter war glücklich. Eine Sache war ihr aber nicht ganz geheuer. „Mama, das rauscht manchmal so komisch.“

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