Braunschweig. Die Autorin vom Braunschweiger Haus der Wissenschaft berichtet heute über die Entwicklung unserer Sprache

Auf der ganzen Welt sprechen wir viele verschiedene Sprachen – aber warum ist das so, und wie haben sie sich im Laufe der Zeit entwickelt? Professorin Andrea Schindler von der TU Braunschweig erklärt es uns so: „Die Veränderung von Sprache ist mit der Entwicklung verschiedener Lebensbedingungen und dem Kontakt zu anderen Sprachen und Ländern verbunden.“ Wenn wir in die Vergangenheit schauen, gab es damals noch nicht so viele verschiedene Sprachen.

Die meisten Sprachen sind miteinander verwandt und haben sich mit der Zeit verändert. Im Deutschen gibt es zum Beispiel Wörter, die Ähnlichkeiten mit dem Englischen haben. Zum Beispiel heißt „Vater” auf Englisch „father” und „Wasser” klingt ähnlich wie „water”. Wenn wir heute jüngere Leute reden hören, fällt uns auf, dass sie öfter Englisch sprechen oder einen Slang benutzen. Daher sprechen heutzutage die Enkelkinder manchmal etwas anders im Vergleich zu ihren Großeltern.

Das liegt daran, dass sich die Sprache immer wieder verändert und wir durch unser Umfeld und besonders durch die sozialen Medien beeinflusst werden. Vor etwa 1300 Jahren, im Althochdeutschen, war die deutsche Sprache ganz anders als heute. Die Menschen benutzten damals Wörter, die für uns heute unverständlich klingen. In dieser Zeit entwickelte sich die Sprache weiter, und es entstand das Mittelhochdeutsche. So verändert sich die Sprache im Laufe der Zeit immer weiter. Vielleicht kannst du ja erraten, wozu sich diese Zeilen aus einem Gedicht entwickelt haben: „Du bist mîn, ich bin dîn...“