Braunschweig. Unsere Kolumnistin vom Braunschweiger Haus der Wissenschaft lässt sich erklären, woher wir eigentlich wissen, wie Dinosaurier früher einmal ausgesehen haben.

Woher wissen wir heutzutage, wie die Dinos ausgesehen haben? Dr. Ralf Kosma aus dem Naturhistorischen Museum erklärt: „Das Aussehen der Dinosaurier ist ein Stück weit Interpretation.“ Mit den Skelettfunden der Dinosaurier kann das Muskelgewebe wieder aufmoduliert werden. Unser Wissen über die Hautstrukturen stammt aus hinterlassenen fossilen Abdrücken und Überresten wie Hautreste und Schuppen, die durch Sandstürme ausgetrockneten, sprich mumifizierten.

Das Aussehen der Dinosaurier lehnt sich großteils an das Aussehen heutiger Tiere an. Ein „Sauropode“, oder auch “Langhals” genannt, wird oft grau-braun dargestellt, da er äußerlich einem Elefanten ähnelte. Bei kleineren Dinos mit Federn vermutet man lebhafte Farben, wie sie die Vögel heute auch haben.

Wir fragen uns außerdem, woher wir unser ganzes Wissen über Dinosaurier haben.“ Zuallererst wurden Knochen gefunden, oft vereinzelte Knochen und ab und zu in Zusammenhängen eines ganzen Skeletts.“ Man veranschaulicht sich dieses Skelett und probiert anhand von verwandten Tierarten die Skelettstruktur nachzubilden oder man spiegelt die eine Skeletthälfte, um die andere Seite zu ergänzen.

Im Laufe der Zeit hat sich unsere Vorstellung verschiedener Dino-Arten immer wieder durch die aktuelle Forschung geändert. Ursprüngliche Vierbeiner stellten sich beispielsweise mit der Zeit doch als Zweibeiner heraus. Einige Merkmale eines Sauropoden kann man sogar mit den heutigen Vögeln vergleichen. Beide haben viele Hohlräume im Hals, doch warum ist das so? Die Sauropoden brauchten tatsächlich keine massigen Muskeln, um ihren Hals zu bewegen, sondern pressten Luft in ihr Luftkammersystem in den Halswirbeln eine Körperseite, um so den Hals in die entgegengesetzte Richtung zu drehen.

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