Unsere Kolumnistin hat die Schuldigen an der Fitness-Misere ausgemacht - und verspricht, an ihren Pointen zu arbeiten.

Immer ist irgendwas. Das Jahr hat kaum begonnen, schon stehen Entscheidungen an. Etwa diese: Wollen Sie zur Fraktion „Kniegelenkbandage, Merino-Unterwäsche, Rückenkratzer“ gehören? Nein!? Dann sollten Sie im Discounter Ihres Vertrauens zügig in die Regalreihe „Laufschuh, Crosstrainer, Haevypack-Gewichtsgurt“ vorrücken. Zumal in Ihrem Horoskop neulich noch „riesengroße physische Kräfte“ Erwähnung fanden. Gut, das war im Oktober und sicher eine Momentaufnahme.

Aber irgendwann müssen Sie ja loslegen. Nur ist gerade alles nicht so einfach. Auch, weil Sie nach den Feiertagen so unglaublich satt sind. Geht mir genauso. Schuld daran tragen nicht nur Gänsekeule, Gebäck und Heringssalat, sondern auch Alec Guinness, James Stewart, Chevy Chase, Brad Pitt, Bruce Willis und Kevin Costner, die uns nächtelang an den Fernsehsessel gefesselt haben. Schluss damit! Wenn Bandagen und Rückenkratzer noch keine Option sind, sollten Sie jetzt in die Vollen gehen.

Oder spätestens, wenn Madame spöttisch nachhakt, weil Sie mit eingezogenem Bauch auf der Wage stehen: „Glaubst du wirklich, das ändert was?“ Natürlich nicht, aber nur so lässt sich die Gewichtsangabe erspähen. Ha! Ach, den kannten Sie schon? Wie wär’s dann mit diesem Deal: Sie packen Ihre Fitness an, und ich arbeite an meinen Pointen