Helmstedt. Pendlerprojekt mit der TU Braunschweig testet E-Falträder als Autoalternative. Besonders viel Pendlerverkehr im Landkreis Helmstedt.

Kann die Kombination aus Elektro-Faltrad und ÖPNV für Berufspendler eine Alternative zum Auto sein? Das wollen die „Energie Ressourcen Agentur Goslar“ (ERA) und die Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH gemeinsam mit der TU Braunschweig herausfinden. Der Regionalverband Großraum Braunschweig fördert das Projekt mit 50 Prozent der Kosten. Wie die Initiatoren in einer Pressemitteilung ankündigen, soll es jetzt losgehen.

So läuft die Testphase mit den E-Falträdern im Landkreis Helmstedt ab

In drei Schnupperphasen von je zwei Monaten werden jeweils acht Testpersonen teilweise vom Auto auf Rad, Bahn und Bus umsteigen. Sie erhalten dafür Elektro-Falträder von der Goslarer Firma Harzer E-Bike. Nach einem Eingangsinterview zum bisherigen Verkehrsverhalten durch die TU Braunschweig (Lehrstuhl für Verkehrspsychologie) und einer umfassenden Mobilitätsberatung durch die ERA können die Pendler ausprobieren, wie sie „ihre“ Strecke mit Faltrad und ÖPNV meistern.

Bei der Mobilitätsberatung sollen sowohl die ÖPNV-Route als auch die Fahrradstrecke anhand der spezifischen Bedürfnisse jedes einzelnen Probanden optimiert werden. So könne es beispielsweise ein Ziel sein, eine möglichst schöne Radstrecke einzubinden, statt nur auf die kürzeste Route zu schauen, heißt es.

Nach einer zweiten Befragung zum Abschluss der Testphase wird die TU auswerten, wie die neue Art des Pendelns bei den Testpersonen ankam.

Das sind die Vorteile einer Kombination zwischen ÖPNV und Faltrad

Eine Kombination von Faltrad und ÖPNV bietet laut den Projekt-Verantwortlichen viele Vorteile: Falträder können in wenigen Sekunden auf Aktentaschengröße gefaltet werden und gelten im ÖPNV als Gepäckstück, es ist also keine zusätzliche Fahrkarte notwendig. Das Fahrrad ist am Start- und Zielort dabei. Durch diese Art des Pendelns sollen sich die Vorteile des ÖPNV (entspannte Anreise zum Arbeitsplatz mit Zeit für berufliche oder Freizeitaktivitäten) mit denen des e-Bikens (leichte sportliche Betätigung und Anfahrt von stärker frequentierten Haltestellen) ideal verbinden lassen.

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„Gerade im Landkreis Helmstedt verzeichnen wir starken Pendlerverkehr zwischen dem Landkreis und den Oberzentren Braunschweig, Wolfsburg und Magdeburg“, so Fabian Degen, Projektleiter für Technologietransfer bei der Wirtschaftsregion Helmstedt GmbH. „Für uns ist es daher von besonderem Interesse, Daten zum Mobilitätsverhalten zu erfassen und Alternativen zur Nutzung des privaten KFZs in den Fokus zu nehmen.“

Dafür werden die Ergebnisse der Studie über E-Falträder genutzt

Die Ergebnisse des Projektes „Rauf aufs Rad 2024“ werden als Basis für weitere Maßnahmen zur Optimierung des Pendlerverkehrs in den beteiligten Regionen und darüber hinaus dienen.

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