Helmstedt. Falsche Polizeibeamte forderten von ihr, Geld und Schmuck in einem Topf vor die Tür zu stellen. Die Helmstedter Polizei warnt.

Abermals sind falsche Polizeibeamte mit einem Trickbetrug im Landkreis Helmstedt erfolgreich gewesen. Wie die Polizei berichtet, gingen am Dienstag zwischen 12 und 21.30 Uhr zahlreiche Anrufe bei Helmstedter Bürgerinnen und Bürgern ein.

Die angeblichen Polizisten erklärten, dass sie Diebesbanden festgenommen hätten. Diese hätten eine Liste bei sich gehabt, auf der der Name des Angerufenen stünde. In der Folge versuchten sie, die auserkorenen Opfer nach Wertgegenständen auszufragen – und forderten sie auf, zum Schutz ihr Bargeld und Schmuck in einem Kochtopf vor die Haustür zu stellen.

Viele Angerufenen erkannten den Betrug, beendeten das Telefonat und alarmierten die Polizei, erklärt diese in einer Mitteilung. Eine 77 Jahre alte Frau ließ sich jedoch täuschen und befolgte die Anweisungen der Täter. Sie packte Bargeld und Schmuck in einen Kochtopf und stellte ihn vor die Haustür. Den Topf nebst Inhalt hat sie seitdem nicht wiedergesehen. Schaden: 4600 Euro.

Thomas Figge, Sprecher der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt, sagt dazu: „Die Polizei fragt Bürger am Telefon nicht nach ihren wirtschaftlichen Verhältnissen aus. Ferner verlangen die Ordnungshüter niemals, Geld, Schmuck oder Ähnliches in Taschen oder sonstigen Behältnissen vor die Haustür zu stellen. Lassen sie sich nicht täuschen und seien Sie immer misstrauisch! Beenden Sie sofort das Telefonat und rufen Sie die Polizei, auch über den Notruf, an.“ Ferner lobt Figge das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger, die sich nicht haben täuschen lassen, als „goldrichtig“.