Geopark-Infozentrum in Königslutter öffnet im Testbetrieb

Königslutter.  Seit Dienstag hat das Geopark-Infozentrum in Königslutter mit verkürzten Zeiten geöffnet. In einem Bereich gibt es schon verstärkte Nachfrage.

Deborah Trümer im Empfangsbereich des Geopark-Infozentrums.

Deborah Trümer im Empfangsbereich des Geopark-Infozentrums.

Foto: Sebahat Arifi

Es ist nicht ganz einfach, die vier Etagen des Geopark-Infozentrums in Königslutter im Blick zu haben, aber Deborah Trümer vom Team ist froh, dass die Räume seit Dienstag endlich wieder für die Besucher geöffnet sind. Die neuen Umstände nimmt sie gelassen: „Das ist alles zu händeln“, findet sie. Wie, das haben wir uns angesehen.

Schon draußen weisen Aushänge daraufhin, dass die Räume nur mit Mund-Nase-Schutz betreten werden dürfen. Insgesamt dürfen maximal zehn Besucher gleichzeitig im Info-Zentrum sein, die außerdem auf den Sicherheitsabstand von zwei Metern achten müssen. Gar nicht so einfach, in den zum Teil engen Durchgängen. Die Tür zur Anmeldung ist immer geschlossen, betreten werden darf sie nur von einer Person. Deborah Trümer sitzt hinter einer Plexiglasscheibe, die der städtische Bauhof extra angefertigt hat. Dort nimmt sie die Daten der Besucher auf.

Kurz nach der Wiederöffnung am Dienstagvormittag war schon ein Besucher da, berichtet Trümer. Den großen Andrang erwarte sie vorerst nicht, und das sei auch erstmal gut. So könne im laufenden Betrieb getestet werden, ob noch irgendwo nachjustiert werden muss. Zur Umstellung gehören zunächst eingeschränkte Öffnungszeiten. Im Mai hat das Infozentrum dienstags bis samstags jeweils von 11 bis 14 Uhr geöffnet, an den Feiertagen und sonntags bleibt es geschlossen. Auch werden ersteinmal keine Ehrenamtlichen eingesetzt. „Die stehen in den Startlöchern, aber wir sind noch ein bisschen vorsichtig“, betont Trümer.

Damit sich die Besucher nicht zu lange in den Räumen aufhalten, seien einige Stühle entfernt worden, außerdem ein paar Aktionsstationen. „Die Sandwühlkiste ist raus, das Puzzle oder auch die Bücher, die verteilt lagen“, zählt Trümer auf.

Ja, es sei schon seltsam, unter diesen Bedingungen wieder zu öffnen, doch für Trümer zählt, dass damit wieder ein „Hauch von Normalität“ einkehrt. „Ich bin mega-glücklich und freue mich auf den, wenn auch eingeschränkten, Kontakt zu den Menschen“, lautet ihr Urteil.

Doch auch wenn das Infozentrum einige Wochen geschlossen war, bedeute das nicht, dass das Team untätig gewesen sei, berichtet Trümer. „Wir haben die Zeit genutzt und Broschüren angepasst. Die klassische Geopark-Infobroschüre gibt es jetzt in einer aktualisierten Fassung“, gibt sie als Beispiel an. Außerdem seien die Auftritte in den sozialen Medien und Online genauer unter die Lupe genommen worden. All das, wozu das Alltagsgeschäft sonst kaum Zeit lasse.

Zum Alltagsgeschäft gehören aber auch die zahlreichen Geopark-Veranstaltungen, die in der gesamten Region angeboten werden. Der Jahresplaner liegt überall aus, doch alles, was für April und Mai vorgesehen war, ist hinfällig. „Wir sind gerade noch in der Diskussion, aber möglicherweise nehmen wir das Programm ab Juni wieder auf. Aber wenn dann nur Außen-Veranstaltungen und mit begrenzter Teilnehmerzahl“, kündigt sie an. Eine endgültige Entscheidung stehe noch aus.

Was sich allerdings herauskristallisiert habe, sei die steigende Nachfrage nach Ausflugstipps. Entweder über die Homepage oder telefonisch. Deborah Trümer geht davon aus, dass die Nachfrage im Infobereich weiter deutlich steigen wird, da viele ihre Urlaube in der Heimat verbringen werden. „Insofern ist die aktuelle Situation auch eine Chance, dass noch viel mehr Menschen den Geopark und seine Schätze kennenlernen“, steht für sie fest.

Öffnungszeiten

Das Geopark-Infozentrum an der Stadtkirche in Königslutter hat vorerst dienstags bis samstags jeweils von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Geschlossen bleibt es an den Feiertagen und sonntags.

Infos und Kontakt: (05353) 913740, www.femo-online.de

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