Gifhorn: Explosion verletzt Polizisten und beschädigt Polizeiauto

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Ein 21-jähriger, polizeibekannter Mann hat einen explodierenden Gegenstand unter einen Streifenwagen geworfen, der vor der Polizeiwache in Gifhorn abgestellt war. 

Ein 21-jähriger, polizeibekannter Mann hat einen explodierenden Gegenstand unter einen Streifenwagen geworfen, der vor der Polizeiwache in Gifhorn abgestellt war. 

Foto: Burkhard Ohse

Gifhorn.  Ein 21 Jahre alter Mann hat einen „explodierenden Gegenstand“ unter die Polizeifahrzeuge geworfen. Er wurde noch vor Ort festgenommen.

Ein lauter Knall bei der Polizeiinspektion schreckte am Sonntag gegen 15.41 Uhr Polizei und Bürger in der Kreisstadt Gifhorn auf: Ein zunächst befürchteter Sprengstoff-Anschlag oder die Explosion eines Elektro-Autos der Polizei bewahrheiteten sich nicht.

Ein 21 Jahre alter Mann aus Gifhorn hat am Sonntagnachmittag einen explodierenden Gegenstand unter einen Streifenwagen geworfen, der vor der Dienststelle der Polizei Gifhorn stand. Wie die Polizei mitteilt, wurde ein Beamter durch den ohrenbetäubenden Knall verletzt, da der Polizist direkt im Raum neben der Explosion saß.

Der 21 Jahre alte Täter ist bei der Polizei bekannt

Die Polizei hat den Täter noch vor Ort in Gewahrsam genommen. Der polizeibekannte Mann war alkoholisiert und blieb selbst unverletzt. Nach ersten Ermittlungen handelte es sich bei der Tat um einen „persönlichen Racheakt gegen die Polizei“.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Freiwilligen Feuerwehren Gifhorn und Wilsche gerufen, die mit sechs Einsatzfahrzeugen und 25 Mann zum Tatort ausrückten. Da es nicht brannte, mussten keine Löscharbeiten stattfinden.

Der Streifenwagen wurde beschädigt

Der Streifenwagen wurde durch den explodierenden Gegenstand am Heck und Unterboden beschädigt. Weißes Pulver an den Türen zeigte, wo der Sprengkörper explodierte.

„Wir haben den Wagen kontrolliert, die Batterie überprüft, mit der Wärmekamera untersucht und mögliche Ausgasungen untersucht“, erklärte Einsatzleiter und Ortsbrandmeister Maik Schaffhauser. Gefunden wurde nichts.

„Weitere Untersuchungen nehmen wir nicht vor, weil das ein Tatort ist“, erklärte Schaffhauser. Die Spurensicherung obliegt der Polizei. Den Knall hatten etliche Feuerwehrleute auch schon von zu Hause gehört.

Gegen den Täter wird jetzt ermittelt wegen Körperverletzung

Die Hindenburgstraße war kurzzeitig von der Feuerwehr gesperrt worden. Gegen den Täter wird nun wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, Sachbeschädigung und Körperverletzung ermittelt. Der am Gehör geschädigte Beamte musste sich in Behandlung begeben.

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