Rangeleien überschatteten den Ostermarsch

Gifhorn  Radikale Störer nutzten den Ostermarsch für Frieden und Toleranz als Bühne für ihre Welt aus Unfrieden und Intoleranz. Die Polizei griff durch.

Superintendent Michael Thiel sprach zu den Ostermarschierern.

Superintendent Michael Thiel sprach zu den Ostermarschierern.

Foto: Franz

Der Gifhorner Ostermarsch für Frieden, Toleranz und Offenheit gegenüber Zuwanderern wurde am Sonnabend überschattet von einer Konfrontation zwischen gewaltbreiten Neonazis und Antifaschisten.

Die Gifhorner Polizei sicherte die angemeldete Kundgebung mit einem Großaufgebot an eigenen Beamten und Bereitschaftspolizisten und verhinderte, dass das Aggressionsritual zwischen Rechts- und Linksradikalen das Anliegen des Bündnisses Bunt gegen Braun, der christlichen Kirchen und des Deutschen Gewerkschaftsbunds überdeckte. Gleichwohl zogen die Rangeleien am Rande des Ostermarschs weitaus mehr Aufmerksamkeit der Passanten auf sich als die eigentlichen Ansprachen des DGB-Vertreters Klaus Schneck und des katholischen Pastoralreferenten Martin Wrasmann vor annähernd 100 Teilnehmern, die später in einem kurzen Umzug durch Hindenburgstraße und Allerstraße marschierten.

Die Polizei, von den Linksradikalen mit dem provozierenden Standardspruch „deutsche Polizisten schützen die Faschisten“ belegt, hatte das braune Dutzend zuvor unter Einsatz von Diensthunden mit unmissverständlichem Nachdruck in die Gegenrichtung weggeführt. Um ernsthafte Schlägereien zwischen den Radikalen zu vermeiden, bildeten die Einsatzkräfte eine Polizeikette und stellten sich mutig zwischen die Kontrahenten.

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