Braunschweig. Der Lärmaktionsplan wird aktualisiert. Die Stadt hat einen Entwurf vorgelegt. Dieser kann von den Bürgern online kommentiert werden.

Seit 2013 gibt es in Braunschweig einen Lärmaktionsplan. Er soll Lösungen aufzeigen, um Lärm zu mindern – vor allem dort, wo viele Menschen heftig von Lärm betroffen sind. Alle fünf Jahre muss der Plan überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Wie die Stadt mitteilt, liegt jetzt ein Entwurf für die zweite Fortschreibung vor. Dieser enthalte unter anderem eine Bilanz zur Umsetzung der bisherigen Maßnahmen sowie weitere Strategien für weniger Lärm an Straßen mit hoher Belastung. Außerdem befasse sich der Lärmaktionsplan damit, wie Gebiete für Ruhe und Erholung weiterentwickelt werden können.

Schon im Herbst 2023 konnten sich Bürgerinnen und Bürger auf der städtischen Beteiligungsplattform „mitreden“ an der Überarbeitung des Plans beteiligen, ihre Lärmprobleme mitteilen, Maßnahmen vorschlagen sowie die Maßnahmen des letzten Lärmaktionsplans bewerten. „Die Ergebnisse der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung sind in den nun vorliegenden Entwurf des Lärmaktionsplans eingeflossen“, heißt es seitens der Stadt. Dieser könne noch bis zum 7. April auf „mitreden“ unter www.mitreden.braunschweig.de/laermaktionsplanung eingesehen und kommentiert werden. Die Beteiligungsergebnisse gehen in den finalen Lärmaktionsplan ein, der ab Mai der Politik vorgelegt werden soll.

Der Lärmaktionsplan zeigt unter anderem auch, welche Straßen als Lärmschwerpunkte gelten. Insbesondere der Ring gehört dazu.

Braunschweiger ärgern sich über Autoposer und Autobahn-Lärm

Auf der genannten Internetseite sind auch die Ergebnisse der bisherigen Bürgerbeteiligung zu sehen. 234 Braunschweigerinnen und Braunschweiger hatten sich geäußert. Die meisten Beiträge befassen sich laut der Stadtverwaltung mit Straßenverkehrslärm (66 Prozent), aber auch Schienenverkehrslärm, Gewerbelärm und Fluglärm seien genannt worden. Die häufigsten Lärmquellen aus Sicht der Bürger: Auto- und Motorradposer, Autobahn, hohes Verkehrsaufkommen in der Stadt sowie Geschwindigkeitsüberschreitungen.

„Viele Betroffene wünschen sich die Einführung von Tempo 30 oder anderen Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie häufigere Geschwindigkeitskontrollen“, erläutert die Stadt. „Weitere Vorschläge zur Lärmminderung sind der Bau oder die Verbesserung von Lärmschutzwänden und der Einbau von lärmminderndem Asphalt an lauten Straßen.“ Die Förderung des Rad- und Fußverkehrs sowie der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (Straßenbahnen und Busse) würden mehrheitlich als sehr wichtig angesehen, um Lärm zu mindern.

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