Braunschweig. Nur das Wetter muss noch besser werden. Der Rest läuft nach Plan: Am Mittwoch um 18 Uhr ist die lang ersehnte Eröffnung.

Für Olaf Zahn und Angela Badia-Zahn gehören die Besuche auf dem Braunschweiger Weihnachtsmarkt zu den Höhepunkten des Jahres. Es beginnt bereits mit der Eröffnung – am Mittwoch dieser Woche ist es um 18 Uhr so weit –, wenn die Lichter angehen. „Das ist jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Unser Büro liegt direkt am Burgplatz, so dass wir das Glück haben, die Eröffnung jedes Jahr aus unserem Fenster zu beobachten“, erzählen die Zahns.

Für sie einer der Höhepunkte des Jahres: Angela Badia-Zahn, Olaf Zahn. 
Für sie einer der Höhepunkte des Jahres: Angela Badia-Zahn, Olaf Zahn.  © FMN | Brigitte Hartung

Es ist wieder so weit. Am Montag nahm das Aufbautempo vor dem Rathaus, rund um den Dom und natürlich auf dem Burgplatz richtig Fahrt auf. Jetzt dauert es nicht mehr lange. „Trotz des widrigen Wetters läuft alles reibungslos – und wir sind noch voll im Zeitplan“, sagt uns Stefan Franz vom Schaustellerverband.

Alles läuft gut, nur das Wetter muss noch besser werden

Schmuddelwetter, das kann man wohl sagen, nass, kalt, windig, einfach brrrr. Hoffentlich bleibt das nicht so. Das hoffen natürlich die Schausteller. Na, und alle anderen auch. Wir hören uns um. Zum Beispiel bei Herbert Denzel, den wir am Burgplatz treffen. „Ich komme vom Bodensee und besuche regelmäßig meine große Liebe in Braunschweig“, erklärt er. Gemeint ist seine Begleiterin Christel Rattke. Besuche werden immer so geplant, „dass ich auf jeden Fall hier bin, wenn der Weihnachtsmarkt beginnt, denn er ist wunderschön.“

Braunschweig, der Liebe wegen: Christel Rattke und Herbert Denzel am Burgplatz. 
Braunschweig, der Liebe wegen: Christel Rattke und Herbert Denzel am Burgplatz.  © FMN | Brigitte Hartung

Damit er das ist, ist aber noch kräftig zu tun. Die meisten Stände sind bereits aufgebaut, jetzt werden noch die Lücken gefüllt. Deko, Lichterketten, alles wird schön gemacht. Das muss leuchten. Bis Mittwoch. Bis ins Herz. Und dann: „Die weihnachtliche Stimmung und die schönen Buden sind für mich jedes Jahr eine große Freude. Und ich freue mich schon auf meinen Eierpunsch und Poffertjes. Das gehört für mich einfach dazu“, erzählt uns Roswitha Schrader.

Vorfreude ist das Gefühl der Stunde - am Mittwoch um 18 Uhr geht‘s endlich los

So klingt Vorfreude – und wohl auch der Wunsch nach schönen, friedlichen Zeiten in einer Zeit, in der man das grad nicht immer sagen kann. Aber ist es nicht jedes Jahr so? Für Christa Probst und Markus Probst ist der Weihnachtsmarkt Tradition wie für so viele andere auch. Und gewiss bald auch für Leon (3). „Wir wollten unserem Enkel schon einmal zeigen, wo er dann Karussell fahren kann. Er freut sich schon sehr darauf, und wir freuen uns auf die Rostbratwurst mit Glühwein“, erzählen sie.

Danke, dass ihr mich damals mitgenommen habt: Christa und Markus Probst mit Enkel Leon.
Danke, dass ihr mich damals mitgenommen habt: Christa und Markus Probst mit Enkel Leon. © FMN | Brigitte Hartung

So klingt Vorfreude, keine Frage. Auch bei Barbara Pautz ist sie bereits am Montag so groß, „dass ich es kaum abwarten konnte und unbedingt schon einmal über den Weihnachtsmarkt schlendern musste“.

Seit Montag ist die Münzstraße gesperrt - bis zum 30. Dezember

Na ja, aber das Wetter muss definitiv noch besser werden. Einstweilen auch noch die übliche Hektik beim Aufbau der Buden und Stände. Und auch kleinere „Nachbarschaftsstreitigkeiten“ können ausgeräumt werden, da hilft manchmal ein Bandmaß.

Untrügliches Zeichen, dass es nun bald losgeht: Seit Montag ist die Münzstraße zum Weihnachtsmarkt für den Autoverkehr gesperrt. Für den öffentlichen Busverkehr, Reisebusse und für die Zufahrt auf anliegende Privatgrundstücke bleibt die Straße allerdings während des gesamten Zeitraums geöffnet. Von 21 Uhr bis 10 Uhr ist zudem Lieferverkehr gestattet.

Das alles bis zum 30. Dezember. Dann ist der Weihnachtsmarkt wieder vorbei (letzter Tag am 29. Dezember). Aber davon wollen wir jetzt noch gar nicht reden.