Braunschweig. Kontakte zwischen Minderjährigen und Vormündern sollen enger werden. Statt auf Amtsvormünder setzt eine Reform seit Januar auf mehr Ehrenamt.

Werden Kinder in ihren Familien vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht, ist es das letzte aller Mittel: den Eltern das Sorgerecht zu entziehen. Darüber zu entscheiden hat ein Familiengericht. Sofern die Vormundschaft nicht etwa auf Verwandte oder andere Bezugspersonen übertragen wird, sind es fortan Amtsvormünder im Jugendamt, die als rechtliche Vertreter wichtige Erziehungs- und Lebensfragen der Minderjährigen mitentscheiden.