Weitere Corona-Infektionen in Braunschweiger Pflegeheimen

Braunschweig.  13 Fälle wurden jetzt in einem Heim an der Hannoverschen Straße festgestellt. In acht Heimen sind bereits die Erstimpfungen erfolgt.

Zurzeit sind mobile Teams in Braunschweiger Heimen unterwegs, um Bewohner und Beschäftigte zu impfen.

Zurzeit sind mobile Teams in Braunschweiger Heimen unterwegs, um Bewohner und Beschäftigte zu impfen.

Foto: Felix Kästle/dpa

Kurz vor Weihnachten hatte die Stadtverwaltung mit flächendeckenden Corona-Tests in allen Braunschweiger Alten- und Pflegeheimen begonnen. Die Bewohner und Beschäftigten von zehn Heimen sind auf diese Weise bereits getestet worden. Wie Sozialdezernentin und Krisenstabsleiterin Christine Arbogast am Freitag mitteilt, wurden weiterhin in mehreren Fällen unentdeckte Fälle festgestellt.

Aktuellstes Beispiel ist ihr zufolge ein Alten- und Pflegeheim in der Hannoverschen Straße. „Dort gibt es unter der Bewohner- sowie der Mitarbeiterschaft derzeit insgesamt 13 Fälle“, so Arbogast. Unabhängig vom Flächenscreening seien zudem mehrere Fälle in einem Heim in der Annette-Kolb-Straße in Stöckheim festgestellt worden.

Einzelne Infektionsfälle in weiteren Heimen

Darüber hinaus gibt es der Stadt zufolge in weiteren Heimen einzelne Infektionsfälle. „Insgesamt bestätigt sich die Einschätzung, dass viele Alten- und Pflegeheime von Infektionen betroffen sind, und hier der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens in Braunschweig liegt“, so Arbogast. Dementsprechend stehe das Gesundheitsamt in engem Austausch mit den Einrichtungen und bespreche kontinuierlich nötige Hygiene-, Schutz- und Testmaßnahmen.

Immunisierung erst etwa 14 Tage nach der Zweitimpfung Im Videobericht zur jüngsten Sitzung der Gefahrenabwehrleitung teilte Arbogast am Freitag außerdem mit, dass bislang in acht Braunschweiger Heimen die Erstimpfung erfolgt sei – und es gehe kontinuierlich weiter. Die Impfungen hatten Silvester begonnen. Sie weist darauf hin, dass die Immunisierung erst etwa 14 Tage nach der zweiten Impfung eintritt. Die Zweitimpfung wiederum soll etwa 21 Tage nach der Erstimpfung erfolgen. Das heißt: Bis der Infektionsschutz in den Heimen deutlich steigen wird, vergeht noch eine Weile.

Sobald die Bewohner und Beschäftigten in den Heimen geimpft sind, alle auf freiwilliger Basis, werden Braunschweiger über 80 Jahren angeschrieben. Erst dann haben sie die Möglichkeit, einen individuellen Termin im Impfzentrum in der Stadthalle zu vereinbaren. Hier ist also weiterhin Geduld gefragt. Abhängig ist all das auch davon, wie viel Impfstoff Braunschweig erhält.

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