Ringgleis wird zur längsten Lauffläche für Inline-Skater

Neuer Asphaltbelag soll für Aufwertung sorgen – Weiterer Lampen-Test geplant

Braunschweigs Inline-Skater dürfen sich freuen: Das bislang 3,5 Kilometer lange Ringgleis im Westlichen Ringgebiet soll asphaltiert und damit zur längsten Lauffläche der Stadt werden.

In der Ringgleis AG bekräftigten Vertreter der Verwaltung die Absicht, die bisherige wassergebundene Decke durch einen festen Belag zu ersetzen, der auch Inline-Skaten ermöglichen wird. Ein fester Belag sei weniger pflegeintensiv. Der Schotter der ehemaligen Bahntrasse sorge zudem für einen dermaßen festen Untergrund, dass Aufbrüche durch Baumwurzeln, ein teures Problem vieler Rad- und Fußwege, auf dem Ringgleis nicht zu erwarten seien.

Dennoch will die Verwaltung versuchen, das beste beider Belag-Welten auf dem Ringgleis zu vereinigen, um deutlich zu machen, welch hohen Stellenwert das Projekt genießt.

Konkret heißt das: Man möchte im Belag die Optik einer wassergebundenen Decke und die Strapazierfähigkeit von Asphalt vereinigen. Die Lösung lautet: entfärbter Bitumen. Proben wurden bereits vorgestellt. Danach soll sich keine schwarze Asphalt-Schlange durch das Westliche Ringgebiet winden.

Der neue feste Belag, der erstmals in Braunschweig aufgebracht werden würde, ist erdbraun und hat eine leicht körnige Oberfläche. Er wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub empfohlen, was etwaige Bedenken örtlicher ADFC-Vertreter im Keim erstickte. Der Beginn der Asphaltierungsarbeiten steht noch nicht fest. Außerdem soll noch die Wirkung des neuen Asphalts auf größeren Flächen geprüft werden.

Fest steht hingegen schon, dass im August das Queren der Ringgleis-Kreuzungen deutlich erleichtert wird. Besonders Radfahrer klagen über felgenmordend-hohe Bordsteine. Dieser Makel soll beseitigt werden.

Unklar ist hingegen weiterhin, welche Lampen am Ringgleis stehen sollen. Vor- und Nachteile der vorgestellten Typen (wir berichteten) machen es unmöglich, einen abschließenden Sieger zu küren. Die Verwaltung will darum weitere Modelle vorstellen, die das Ringgleis sicher ausleuchten müssen, ohne jedoch Anwohner zu belästigen. Für Ende Juli ist eine neue Lampenbemusterung mit Bürgern geplant.

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