Lösungen für beide Aufzug-Probleme in Sicht

Fallersleben  In der WN-Serie „Das kommt 2013“ benennt Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist anstehende Projekte und Vorstellungen für Fallersleben/Sülfeld.

Die Hoffmannstadt hat zwei Aufzug-Probleme – eines schon seit dem Umbau des Bahnhofs zum Haltepunkt, das andere seit der Sanierung des Hoffmann-von-Fallersleben-Museums. Nun sieht es so aus, dass 2013 möglicherweise beide Probleme gelöst werden können.

Wie berichtet, hatten sich Ortsrat und Verwaltung in Sachen Schloss-Aufzug auf einen Kompromiss zur Innenlösung im Südteil geeinigt. „Das muss nun auch politisch umgesetzt werden – schließlich ist diese Lösung auf starke Resonanz aus der Bevölkerung zurückzuführen“, formuliert Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist eine der Erwartungen für Fallersleben/Sülfeld in diesem Jahr. „In jedem Fall muss das Museum nun wieder eröffnen. Es ist völlig unverständlich, warum das vor zwei Jahren überhaupt bis heute geschlossen hat.“ Nötigenfalls müsste die Ausstellung später angepasst werden.

Frische positive Signale hat die Ortsbürgermeisterin in Bezug auf das zweite Fallersleber Aufzug-Problem am Bahnhof erhalten: „2012 hatte sich ja endlich etwas getan, der Bundestag hat konkret Mittel beschlossen.“ Nun habe sie von DB-Netze eine Broschüre erhalten, in denen die Baumaßnahme präzisiert werde: „Am Bahnhof sollen zwei Fahrstühle zu den Gleisen gebaut werden, dafür werden zwei Bahnsteige verlängert.“ Eine zeitliche Aussage fehle. Nun seien aber die Rahmenbedingungen geschaffen, nun müsse das endlich angepackt werden.

Gute Nachrichten gibt es auch für das Bahnhofs-Umfeld: Wie Weist berichtet, hat sie von der Stadt erfahren, dass diese nun über alle Flächen für den zweiten Bauabschnitt der Park-and-Ride-Anlage auf der Bahnhofs-Nordseite verfügt. Somit könne 2013 weitergebaut werden.

2013 noch nichts werden wird es dagegen nach Einschätzung der Ortsbürgermeisterin mit den Baugebieten Kleekamp in Fallersleben und Cocksfeld in Sülfeld: „Da muss noch eine Menge untersucht werden, die Erschließung erfolgt sicher noch nicht dieses Jahr.“

Beobachten will Weist die Entwicklung des Verkehrs mit Blick auf das 2012 in Betrieb genommene VW-Logistikzentrum an der Westrampe. Im Vorfeld hatte es starke Vorbehalte wegen noch mehr Verkehrs auf der Nordumgehung gegeben. „Man muss aber abwarten, bis die Viehtrift-Brücke wieder freigegeben ist.“ Vom zweiten Fallersleber Hafen, der 2013 fertig werden soll, erwarte sie aber vorerst weniger Auswirkungen auf die Verkehrssituation.

Ein anderes Fallersleber Bauprojekt, das die Stadt schon seit mehreren Jahren vorbereitet, sorgt nun für Ärger: Wie exklusiv berichtet, soll im Zuge der Sanierung des Schulzentrums nun die Oberstufe des Gymnasiums nach Westhagen ausgelagert werden – statt wie bisher geplant die Haupt- und Realschule. Das will die Ortsbürgermeisterin so nicht hinnehmen: „Da passt nichts, man muss eine Lösung finden. Ich habe noch keinen Grund gehört, warum die Realschule nicht umziehen kann.“

Viel Ärger bereitet hat Politik und Verwaltung im Vorjahr das Schwefelbad, das seit Sommer 2012 zum Klinikum gehört. „Ich kann nur hoffen, dass sich das mit neuer Leitung positiv entwickelt.“ Vieles stehe noch in der Kritik. Positiv sei, dass die Modernisierung des Therapiebereichs für 2013 im Haushalt stehe.

Ein anderes Fallersleber Bad soll in diesem Jahr ordentlich gefeiert werden: Das Freibad wird 80 Jahre alt. „Dazu wird’s sicher etwas geben“, sagt Weist. Einen Termin oder Details gebe es aber noch nicht.

Mit Spannung erwartet die Ortsbürgermeisterin für dieses Jahr auch etwas ganz anderes – das Ratsbuch aus dem Jahr 1547 wird seit einigen Monaten subskribiert: „2013 wird das Ergebnis vorliegen und kann als Buch erworben werden.“

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