Seit Ende Juli mehr als 60 Wohnhauseinbrüche

Fallersleben  Der sprunghafte Anstieg dieser Taten macht der Polizeistation Fallersleben zu schaffen. Sie ist daher dankbar für neue Streifengänger in Hattorf.

Der drastische Anstieg der Wohnhauseinbrüche seit Sommer macht dem Team von Polizeileiter Dieter Domeyer zu schaffen: Allein seit Ende Juli sind im Gebiet der Fallersleber Polizei mehr als 60 Taten registriert worden.

Bis dahin hatten die Zahlen in der Relation noch auf Vorjahresniveau gelegen – 2011 hatte es nur 24 solcher Delikte gegeben, berichtete Domeyer am Freitag bei einer vorläufigen Bilanz. Genaue Zahlen lagen noch nicht vor, aber insbesondere für Hattorf, Ehmen und Mörse „muss ein erheblicher Anstieg festgestellt werden“.

Umso dankbarer ist Domeyer, dass in dem besonders betroffenen Hattorf Ende November alarmierte Bürger die Streifengänger-Runden wiederbelebt haben (WN berichteten). „Durch die Nachbarschaftsrunden sind die Einbrüche seitdem annähernd gegen null gesunken“, freute sich Domeyer: Nur noch drei Einbrüche, einer davon erst am Donnerstag (siehe Bericht links), seien seitdem passiert. Allerdings machte er deutlich, dass die Täter dadurch nicht abgeschreckt würden: „Das führt leider wohl nur zu einer Verdrängung.“

Mit einer Serie von mehr als 30 Fahrraddiebstählen hatte es die Polizei vor den Sommerferien am unbewachten Abstellplatz des Schulzentrums zu tun. Domeyer berichtet, dass der Platz daraufhin mehr als einen Monat lang vormittags von einem Klassenraum aus observiert worden sei: „Obwohl dies mehrfach an die Grenze unserer personellen Möglichkeiten ging, haben sich alle Beamten der Station beteiligt.“ Allerdings hätten die Täter wohl Wind von der Überwachung bekommen, ein weiterer Raddiebstahl wurde abgebrochen. Aktuell gebe es Hinweise auf einen möglichen Tatverdächtigen.

Das Geschehen rund um größere Veranstaltungen stufte der Polizeileiter „durchweg als störungsfrei“ ein. Allerdings kam es an zwei Abenden nach dem Altstadtfest zu einer Schlägerei mit je zwei Schwerverletzten. Beide Taten seien aufgeklärt, es habe sich um örtliche Gruppen gehandelt.

Ständige Präventionsstreifen haben laut Domeyer dazu geführt, dass Vandalismus und Verschmutzungen nur vereinzelt auftraten. Trauriger Zwischenfall zum Jahresende: Am Donnerstagabend kam die Meldung, dass im Grünen Klassenzimmer im Kerksiek eine größere Gruppe gezecht und den Platz erneut verwüstet und vermüllt hat.

Insgesamt pendeln sich die Zahlen der Kriminalstatistik nach Einschätzung des Fallersleber Polizeileiters auf Vorjahresniveau ein – 2011 gab es 1125 Straftaten. Ob die Aufklärungsquote ähnlich hoch ausfallen werde wie im Vorjahr mit 60 Prozent, „kann derzeit noch nicht prognostiziert werden“.

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