Zukunft des Grünen Klassenzimmers im Kerksiek ungewiss

Ehmen  BUND-Vorstandsmitglied Christoph Stein plädiert nach erneuter Randale für bauliche Veränderungen im Kerksiek-Lernort.

Das Grüne Klassenzimmer im Kerksiek könnte durch Umbauten für randalierende Gruppen eventuell unattraktiv gemacht werden. Foto (Archiv): rs24/Weber

Das Grüne Klassenzimmer im Kerksiek könnte durch Umbauten für randalierende Gruppen eventuell unattraktiv gemacht werden. Foto (Archiv): rs24/Weber

Das Grüne Klassenzimmer am Nordrand des Baugebiets Kerksiek ist kurz nach Weihnachten erneut von Randalierern heimgesucht und vollgemüllt worden. Wie berichtet, war die Polizei Fallersleben zwischen den Jahren informiert worden.

„Diesmal hatten wir es mit einer neuen Dimension der angerichteten Schäden zu tun“, berichtet Vorstandsmitglied Christoph Stein von der BUND-Kreisgruppe, die diesen außerschulischen Lernort eingerichtet hat und betreut. „Die Täter haben alle zehn Kanthölzer, auf denen Informationstafeln befestigt waren, aus dem Boden herausgerissen und in die Weidenumzäunung geworfen, so dass auch diese beschädigt wurde.“ Zerstört wurde ferner ein Kasten mit weiteren Informationen.

Die Schäden waren am Donnerstag vor einer Woche von einem Ehepaar entdeckt worden, das dort täglich beim Joggen vorbeikommt, und sofort der Polizei gemeldet worden. „Am Mittwoch war noch alles in Ordnung, hat uns das Ehepaar berichtet“, sagt Stein. Somit sei der Zeitpunkt der Tat klar eingegrenzt.

Gefunden wurden im Grünen Klassenzimmer Unterlagen von Schülern einer bestimmten Schule, die der Polizei nach Aussage des BUND-Vorstandsmitglieds vorliegen. So könne die Ermittlung der Täter vielleicht erfolgversprechend anlaufen. Stein: „Das wird im Beweisfall dann auch ein pädagogisches Problem.“

Wie es nun mit dem Grünen Klassenzimmer weitergeht, das schon mehrfach von Randale und Vermüllung betroffen war, will die BUND-Arbeitsgruppe in der nächsten Runde entscheiden. Geht es nach Stein, soll es trotz der wiederholten Rückschläge weiter betrieben werden. „Die Kanthölzer müssten dann eventuell einbetoniert werden, damit sie nicht noch einmal herausgerissen werden können“, schlägt der Pädagoge vor. „Außerdem werde ich anregen, die Sitzbohlen von den Bänken zu entfernen, damit sich dort keine Gruppen zu Saufgelagen mehr niederlassen. Schüler, die zu Informationsveranstaltungen kommen, stehen ohnehin um die Objekte herum.“

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