Nach der Sanierung – „Wunderbar hell und freundlich“

Heiligendorf  Ein halbes Jahr lang wurde die St.-Adrian-Kirche in Heiligendorf saniert. Pünktlich zu Weihnachten hat sie ihre Pforten jetzt wieder geöffnet.

Ein halbes Jahr lang war sie wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Jetzt erstrahlt sie in neuem Glanz: Die St.-Adrian-Kirche. Am Sonntag wurde das Gotteshaus mit einem feierlichen Gottesdienst wiedereröffnet. Das ist zum Weihnachtsfest genau die Botschaft, die sich die Gemeinde gewünscht hat.

„Die Kirche ist jetzt wunderbar hell und freundlich“, freute sich Katharina Zachow. Als „Gesamtkunstwerk“ bezeichnete Wolfgang Scheloske das Gebäude: „Die Renovierung ist sehr, sehr gelungen. Der Stil gefällt mir ausnehmend gut und er wurde sehr schön wieder hergestellt.“ Der Mann aus der Nähe von Göppingen besucht derzeit seine Tochter Alexandra Rennert. Die Heiligendorferin ist ebenfalls „total begeistert“, vor allem vom Altarraum. Das schöne Pflaster rund um die Kirche und rüber zum Gemeindehaus lobte Carola Bräuer.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes, der von Pastor Thorsten Wasmuth-Hödicke und Anneliese Zachow vom Kirchenvorstand geleitet wurde, stand die Taufe von Nova Adele Dedolf, die mit ihren Eltern Sven und Kathleen und Brüderchen Vincent Finn in die St.-Adrian-Kirche gekommen war.

„Kirchen sind Kraftorte, mit denen die Menschen – gerade auf den Dörfern – tief verbunden sind, weil sie hier viel Schönes und Gutes, aber manchmal auch Trauriges, erlebt haben“, sagte Wasmuth-Hödicke.

Musikalisch begleitet wurde die Feier von Antonia Bräuer (12) am Schlagzeug sowie Jessica Tschorsnig (12) und ihrem Vater Michael.

Der Pastor dankte vor allem den Kirchenvorstehern für ihr „überragendes ehrenamtliches“ Engagement. Allen voran „Baubeauftragtem“ Wilhelm Beese, der sich seit Juni um die Renovierungsarbeiten gekümmert hat. „Die Farben sind die Originalfarben, die noch in alten Aufzeichnungen zu finden waren“, berichtete das Mitglied des Kirchenvorstandes. Zuerst wurde der alte Putz abgeklopft und rausgestemmt, dann neuer aufgetragen. Draußen wurden lose Steine aus dem Mauerwerk entfernt und durch neue ersetzt.

Das Regenwasser wird jetzt in einer Art Sickergrube gesammelt, zudem wurde eine neue Drainage verlegt. Für die Bewässerung des Kräuter- und Bibelgartens wurde ein Regenauffangbecken angelegt. Die Fenster haben eine Auffangschiene für Schwitzwasser erhalten. Was jetzt noch fehlt, ist die Querlüftung, die die Fenster automatisch öffnet und schließt. Diese soll im neuen Jahr eingebaut werden.

Dass die Kirche am vierten Advent wieder eröffnet wurde, ist ein wahres Weihnachtsgeschenk für die Gemeinde: Sonst hätte der heutige Weihnachtsgottesdienst im Schützenhaus stattfinden müssen.

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