Anabolika-Fall – lebensgefährliche Medikamente

Wolfsburg  Im Fall der Anabolika-Razzia in der Wolfsburger Disco „Nachtschicht“ ist das LKA damit beschäftigt, die sichergestellten Medikamente zu untersuchen.

Tausende Ampullen wie diese stellte die Polizei bei ihrer Razzia in Wolfsburg sicher.

Foto: Hendrik Rasehorn

Tausende Ampullen wie diese stellte die Polizei bei ihrer Razzia in Wolfsburg sicher. Foto: Hendrik Rasehorn

Die Inhaltstoffe der Ampullen und Tabletten werden detailliert begutachtet – ein abschließendes Ergebnis soll Ende des Jahres vorliegen, erklärt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Birgit Seel. Doch die Ermittler haben bereits eine erschreckende Feststellung getroffen: „Es handelt sich um hochwirksame Stoffe. Zum Teil waren auch andere Wirkstoffe enthalten als auf den Tabletten vermerkt war, soweit diese überhaupt mit einer deutschen oder lesbaren Aufschrift versehen waren“, berichtet Seel. „Die Konsumenten dieser illegal erworbenen Stoffe dürften mit ihrer Gesundheit, wenn nicht mit ihrem Leben gespielt haben.“

Ende Juli fand die Razzia in mehreren Städten statt – Schwerpunkt war Wolfsburg. Die „Nachtschicht“ soll der zentrale Umschlagsplatz der Präparate gewesen sein. Allein dort stellte die Polizei 2410 Ampullen und 55 000 Tabletten sicher. Gegen den Geschäftsführer der Diskothek sowie gegen den Eigentümer wird wegen gewerbsmäßigem und bandenmäßigem, illegalem Arzneimittelhandel ermittelt. Weil noch nicht alle Verteidiger Akteneinsicht nehmen konnten, haben sie sich zu den Vorwürfen bislang nicht eingelassen.

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