Prozess nach Ausschreitungen am Vatertag

Wolfsburg  Am Vatertag wurden in Wolfsburg zwei Polizisten außerhalb ihrer Dienstzeit krankenhausreif geschlagen. Nun kommen die mutmaßlichen Täter vor Gericht.

Während ihre Kollegen am Vatertag am Allersee Dienst taten (Foto), wurden zwei Polizisten am Klieversberg zusammengeschlagen.

Foto: regios24/Weber

Während ihre Kollegen am Vatertag am Allersee Dienst taten (Foto), wurden zwei Polizisten am Klieversberg zusammengeschlagen. Foto: regios24/Weber

Es war ein Gewaltexzess, der nicht nur die Wolfsburger Polizei entsetzte: Zwei Polizisten, die am Vatertag privat unterwegs waren, wurden am 17. Mai dieses Jahres am Klieversberg krankenhausreif geprügelt – vermutlich von einer Gruppe Ultras.

Die Angreifer schlugen und traten auf die Männer ein, nachdem sie diese als Polizisten erkannt hatten. Am kommenden Donnerstag muss sich der mutmaßliche Haupttäter vor Gericht verantworten. Die Verhandlung gegen den heute 18-Jährigen findet vor dem Jugendgericht am Wolfsburger Amtsgericht statt, da er zum Tatzeitpunkt erst 17 Jahre alt war. In der darauffolgenden Woche wird dann, ebenfalls am Amtsgericht, der Prozess gegen drei mutmaßliche Mittäter geführt. Insgesamt hatte die Polizei nach dem Himmelfahrtstag 17 Beschuldigte gegen ermittelt.

Thorsten Kühl, der den Gesamteinsatz der Polizei am Himmelfahrtstag leitete, hatte nach der Tat berichtet, es hätten sich rund 70 Ultras am Klieversberg versammelt. Gegen 17.30 Uhr hätten einige der militanten Fans die beiden 28-Jährigen als Polizisten erkannt und sie gezielt angegriffen. Beide Männer erlitten relativ schwere Kopfverletzungen.

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