Diskussionen und Fragen zum neuen Busfahrplan

Wolfsburg  Die WVG-Geschäftsführer stellten im Ortsrat Ehmen/Mörse neue Veränderungen zum 1. Dezember vor.

In der Ehmer Grundschule diskutierten Ortsrat und Bürger mit der WVG über den aktuellen und künftigen Busfahrplan. Foto (Archiv): rs24/Lars Landmann

In der Ehmer Grundschule diskutierten Ortsrat und Bürger mit der WVG über den aktuellen und künftigen Busfahrplan. Foto (Archiv): rs24/Lars Landmann

Das war eine lange Liste mit Anregungen, die die WVG-Geschäftsführer Heiko Hansen und Friedrich Wandschneider mitnahmen. Nach der Vorstellung der Busfahrplan-Änderungen zum 1. Dezember gab es am Donnerstagabend in der Ortsratssitzung in der Ehmer Grundschul-Mensa reichlich Kritik und Anregungen.

Etwa 30 Bürger waren gekommen, um Fragen zu stellen oder ihrem Unmut Luft zu machen. Heftigster Stein des Anstoßes waren die Busverbindungen zu den Schulen, vor allem zur Neuen Schule. Dazu hatten zwei Schülerinnen aus Ehmen sogar ein Schreiben verfasst und ihrer Kritik mit einer Sammlung von rund 150 Unterschriften Nachdruck verliehen.

Silke Westphalen, die Mutter eines der beiden Mädchen, las das Schreiben in Vertretung der Schülerinnen im Ortsrat vor. „Wir wollen die alten Linien 204 und 214 zurück.“ Und: „Uns ist wichtig, dass die viele Umsteigerei aufhört.“ Das waren die Kern-Forderungen der Schülerinnen.

Die Mutter erläuterte, dass die Kinder seit der ersten Fahrplan-Umstellung zum September nun morgens kurz vor sieben aus dem Haus gehen und nachmittags erst um fünf wieder zu Hause sind. „Bisher ist kein Fortschritt für Ehmen eingetreten. Warum wird dem Ort mit dem größten Wachstum die direkte Busverbindung genommen?“, kritisierte sie. Hin- und Rückfahrt zur Schule seien nun jeweils 20 Minuten länger. Es sei Sechs- und Siebenjährigen, die den Primarbereich der Neuen Schule besuchen, nicht zuzumuten, umsteigen zu müssen.

Nachdem die WVG-Chefs anhand vieler Nachfragen bereits ausführlich die Tücken einer Fahrplanumstellung erklärt hatten – wie die Notwendigkeit von zwei „Systemhaltestellen“ zum Umsteigen in Ehmen und Mörse –, wies Wandschneider noch auf eine besondere Problematik hin: „Das generelle Problem mit der Neuen Schule ist, dass sie mit ihren Anfangszeiten richtig aus dem Rahmen fällt. Das passt überhaupt nicht ins System.“ Die Schule beginne eine halbe Stunde später als die anderen, es sei schon mit der Schulleitung gesprochen worden, „aber die ist nicht kompromissbereit“.

Ortsbürgermeister Peter Kassel kündigte an, dass das Problem im Schulausschuss diskutiert werde.

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